Männer (Archiv)


REKORDBESUCH ZUR AUFSTIEGSFEIER

15.06.2015: Es ist vollbracht: Die Fußballer des 1. FC Frankfurt haben den Aufstieg in die Oberliga geschafft und mit dem Gewinn des Landesmeistertitels gekrönt. Knapp 1000 Zuschauer sorgten beim 5:1-Sieg gegen Miersdorf im Stadion der Freundschaft für ein großes Fußballfest. Aufstieg statt Helenesee. Trotz der tropischen Temperaturen hatten am Sonnabendnachmittag 980 Fußball-Anhänger den Weg ins Stadion gefunden, was am letzten Spieltag der Brandenburgliga neuen Saisonrekord bedeutete. Und die Fans sollten ihr Kommen nicht bereuen. Schon früh stellten die Frankfurter Kicker die Weichen auf Sieg und ließen Eintracht Miersdorf/Zeuthen beim 5:1-Erfolg kaum Zeit zum Durchschnaufen (Spielbericht auf Seite 16). Als dann auch die Konkurrenz mitspielte und der Traum von der Oberliga Realität wurde, gab es auf dem Rasen genau wie auf der vollbesetzten Tribüne kein Halten mehr.
"Endlich eine Klasse höher!", strahlte Heiner Winkel. Der langjährige Stammgast bei den Heimspielen ist "aus Familientradition" sachkundiger, aber auch kritischer Begleiter des 1. FC(vorher Viktoria). Selbst kickte der 79-Jährige in Jugend- und Männerjahren für Eintracht, den SC, Dynamo und Halbleiterwerk. Sohn Maik spielte beim FC Vorwärts und ist jetzt Trainer an der Sportschule. Und Enkel Justin (17) spielt bei den B-Junioren des Clubs. "Höherklassige Vereine sind immer reizvoller für Zuschauer und Spieler", weiß der Opa.
Erfreut zeigte sich auch Andreas Dammköhler über die Resonanz, welche die Homepage des Clubs zuletzt hatte. "130 000 Besucher hatten wir allein von Mittwoch bis zum Liga-Finale am Sonnabendmittag auf unserer Web-Seite", berichtete der Mann für Öffentlichkeitsarbeit beim Verein. Insgesamt hat er in zwei Monaten 2,2 Millionen Besucher registrieren können - vorwiegend aus Deutschland und Polen, aber auch aus Amerika und Australien. "Da hat bestimmt unser ehemaliger Spieler Jackson Haußler mit dran gedreht", vermutete Dammköhler. Haußler ist Australier mit deutschen Wurzeln und fieberte in seiner Heimat mit.
Und seine ehemaligen Mitspieler zeigten, dass sie nicht nur Fußballspielen, sondern auch Feiern können. "Da wir nicht wussten wie es heute ausgeht, haben wir vorher nichts geplant. Aber spontane Feiern sind sowieso am besten", meinte Abwehrspieler Kevin Richter, während er mit den Fans auf der Tribüne ein kühles Bier genoss.
"Alles für's Finale der Ersten", lautete das Motto von Manuela Weigelt (vormals Krüger). Die Vizepräsidentin des Clubs kümmerte sich neben Blumen für den scheidenden Trainer Frieder Andrich intensiv um den Rasen. Der war für das Training die ganze Woche tabu. Auch die Reservemannschaft war betroffen und musste im Vorspiel auf den benachbarten Kunstrasen ausweichen. Als "Sprengmeisterin" hatte Manuela alle Wasserdüsen über den ganzen Stadionrasen in Betrieb gesetzt - die "Regenmacherin" hatte so in Trockenzeiten für sattes Grün gesorgt.
Nach den Feierlichkeiten steht für die Verantwortlichen nun viel Arbeit ins Haus, um in der fünft-höchsten deutschen Spielklasse zu bestehen und konkurrenzfähig zu sein. Zu Gerüchten um große finanzielle Schwierigkeiten sagte Vorstandsmitglied Ulrich Hübner: "Sicher ist die Oberliga - ob Nord- oder Süd-Staffel - nicht leicht zu stemmen, aber mit Hilfe von Sponsoren und vielen Unterstützern finanzierbar." Der Schatzmeister erklärte klipp und klar: "Wir nehmen keine neuen Kredite auf."


GRENZENLOSER JUBEL ZUM ABSCHIED

14.06.2015: Dank einer starken Mannschaftsleistung hat Fußball-Brandenburgligist 1. FC Frankfurt zum Saison-Kehraus am Sonnabend mit 5:1 (3:0) gegen Eintracht Miersdorf/Zeuthen gewonnen. Dadurch sicherte sich das Team im letzten Spiel unter Trainer Frieder Andrich die Landesmeisterschaft und den Aufstieg. Für Frieder Andrich war es ein krönender Abschluss seiner Trainerkarriere. Und natürlich erhielt der 66-Jährige nach dem Abpfiff die obligatorische Bierdusche - Torhüter Philipp Reschke ließ seinem Coach keine Chance zur Flucht. Gekleidet in weißen T-Shirts mit dem Schriftzug "Oberliga wir kommen!" feierten Akteure, Verantwortliche und Fans ausgelassen auf dem Rasen den ersten Aufstieg nach zwölf Jahren.
Was der 1. FCF in den beiden Spielen zuvor an Chancen liegen gelassen hatte, holte er nun nach. Und sicherte sich im Fernduell mit Seelow, Waltersdorf und Neuruppin als offensivstärkstes Team auch den Landesmeistertitel. Die Platzherren machten von Anfang an deutlich, dass sie den Sieg wollten - möglichst hoch angesichts der auch auswärts starken Seelower beim EFC Stahl. Wegen der Zwischenstände auf den anderen Plätzen hatten Handys an den Ohren nicht nur auf der Tribüne Hochkonjunktur - auch auf der Ersatzbank der Frankfurter waren die Spieler bestens informiert. "Wir haben ständig mit einem Auge auf die anderen Spiele geschaut. Das war fast genauso spannend wie auf dem Feld", berichtete Artur Aniol. Der mit 21 Treffern beste Frankfurter Torjäger hatte vor einer Woche in Falkensee die Rote Karte gesehen und musste nun zuschauen. "Es war für mich sehr schwierig, draußen zu stehen und den Jungs nicht helfen zu können. Ich war die ganze zeit sehr nervös und hatte Bauchschmerzen. Aber die Mannschaft hat toll gekämpft", sagte Aniol und jubelte mit seiner Frau und den drei Söhnen.
Auch die anderen Akteure feierten - zum Teil die ganze Nacht durch. "Die größten ,Feierbiester' waren Fred Garling und Robin Grothe. Sie sind im positiven Sinne unsere beiden verrücktesten Spieler", berichtete Verteidiger Kevin Richter am Sonntag im Stadion, wo er mit einigen Mannschaftskollegen die B-Junioren anfeuerte. Der 26-Jährige hob besonders den Teamgeist hervor. "Wir sind nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben eine tolle Gemeinschaft und haben zusammen ein überragendes Jahr gekrönt."
Den Grundstein für den Erfolg gegen Miersdorf hatte Tobias Fiebig gelegt. Nachdem er mit Kopfball und Direktschuss nicht richtig getroffen hatte, machte er es im dritten Versuch besser: flach, scharf, platziert - ein Kracher. Der 25-jährige offensive Mittelfeldspieler hat im wahrsten Sinne des Wortes einen "Huf". Und da wundert es schon ein wenig, dass er in dieser Saison im 26. Einsatz erst das zweite Mal erfolgreich war ...
Danach wurden die tief stehenden, auf Konter lauernden Gäste etwas mutiger nach vorn. Vor allem Matthias Reischert, der auch schon in Frankfurt gespielt hatte, zeigte sich gefährlich. Einmal musste Felix Henschel zur Ecke retten, einmal konnte Dennis Hildebrandt klären. Auch Schlussmann Philipp Reschke blieb nicht tatenlos, riskierte im Herauslaufen gegen den schnellen Jan Wolter Kopf und Kragen (23.), entschärfte später dessen Kopfball (58.) und parierte großartig einen Weitschuss vom eingewechselten Dennis Wolpert (61.). Mehr Möglichkeiten bis auf Reischerts späteren Ehrentreffer ließ der 1. FCF nicht zu.
Mit der Führung im Rücken ließen die Oderstädter nicht locker in ihrer Torejagd. Der weit aufgerückte Außenverteidiger Erik Huwe und die Aniol-Ersatzspitze Przemyslaw Begier erhöhten noch vor der Pause auf 3:0. Der schärfste Kontrahent Victoria Seelow schaffte es "nur" zu einem Halbzeitstand von 2:0 in Eisenhüttenstadt. Da hatte sich Waltershausen mit 0:2 gegen Eberswalde fast schon gänzlich aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet ...
Der immer anspielbereite Narciel Mbuku gehörte nicht nur mit seinen Flanken und Vorstößen wieder zu den auffälligsten Akteuren auf dem gut gepflegten Rasen. Allerdings: Von Kapitän Fred Garling hervorragend in Szene gesetzt, verzog er einmal (35.) und scheiterte völlig frei am Schlussmann (45.). Das aber konnten die Oderstädter diesmal ebenso verschmerzen wie einen schlecht abgeschlossenen Überzahlangriff (86.), weil Begier sowie der lange verletzte, aber wieselflinke Paul Jäkel das klare 5:1 perfekt machten.
In den nächsten Tagen will der Verein den Nachfolger von Trainer Frieder Andrich präsentieren. Es soll sich dem Vernehmen nach um Michael Pohl, Ex-Nachwuchs-Coach in Fürstenwalde und jetzt in Briesen, handeln. Mirko Schröder soll Assistent bleiben. Andrich selbst wollte sich "aus Altersgründen" nicht für weitere drei Jahre binden lassen und war wie angekündigt unmittelbar nach dem Abpfiff auf der Autobahn unterwegs in Richtung Riesa zu einer Familienfeier.
1. FCF: Reschke - Henschel, Hildebrandt, Richter, Huwe (69. König) - Garling, Grothe (64. Bernwald) - Mbuku, Georgi, Fiebig (77. Jäkel) - Begier
Schiedsrichter: Nickusch (Berlin)
Zuschauer: 750
(Bericht: moz.de / Hubertus Rößler / Hans Eberhardt)
(Bild: Wilfried Mausolf, moz.de)


SAISONRESÜMEE DER II. MÄNNER

07.06.2015: Nach dem Abstieg aus der Landesklasse musste der Verein handeln und das Trainerduo Veit Seiring/Andre' Lingk übernahmen das Ruder nach dem Zusammenschluss der II. und III. Mannschaft. Teambildung stand zunächst an erster Stelle und es wurde ein erfolgreiches Trainingslager auf der Insel Fehmarn organisiert. Zurückblickend auf die erste Kreisoberligasaison war für den 1. FC Frankfurt II eine bessere Platzierung möglich. Souveräne Siege holte die Mannschaft gegen Hangelsberg (8:1), Woltersdorf (6:2), Letschin (5:1), Herzfelde (4:1), Petershagen-Eggersdorf II (3:1;5:1),GW Lindenberg (3:1;7:0), (FV Erkner II (3:0) und FC Strausberg (6:0). Es gab keine Mannschaft, die der Truppe spielerisch überlegen war, so dass sie keine Chance hatte. Es fehlte aber die Konstanz und vor allen Dingen die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. In vielen Spielen war man die bessere Mannschaft und erspielte sich zahlreiche Torchancen, die aber nicht in Tore umgemünzt wurden.
Es gab ein paar unverständliche Niederlagen gegen Union Booßen(0:1;1:0), Wacker Herzfelde (2:0), oder FV Erkner (3:0), wo sich danach die Gästetrainer wunderten, warum sie das Spiel gewonnen hatten. Noch ärgerlicher waren die Unentschieden gegen Staffelsieger Bad Saarow (2:2;2:2), Union Frankfurt (1:1), Buckow (1:1) und Letschin (1:1). In allen Spielen war man die bestimmende Mannschaft und hätte anhand der glasklaren Chancen gewinnen müssen. Zum Abschluss der Saison belegte man dann in der Ostbrandenburgliga nur den 7. Platz. Aber immerhin als beste Frankfurter Mannschaft neben den gestarteten Teams von Union Frankfurt (8.) und Union Booßen (12.) Nach 30 Spielen konnte man 13 Siege und 6 Unentschieden verbuchen. 11-mal verließ man den Platz als Verlierer. 74 geschossene Tore bedeuten zumindest Platz drei bei den Torhungrigsten Mannschaften.43 Gegentreffer bedeuten in dieser Liga Platz zwei, denn nur der Aufsteiger aus Bad Saarow (38) bekam weniger ins Tor geschossen. Die drei Treffsichersten Schützen für den FCF II waren: Joe Jurchen (16) , Michel Merten und Miro Dorenburg (je 11). Mit einem Zuschauerschnitt von 66 pro Heimspiel belegt man in der Wertung das Mittelfeld.
(BERICHT: Ali/f.s.)


2.MÄNNER MIT HEIMERFOLG ZUM SAISOABSCHLUSS

16.06.2015: Mit einem deutlichen 6:0 Erfolg über den Tabellenzweiten FC Strausberg II geht die Reservemannschaft des 1.FC Frankfurt in die verdiente Sommerpause. Der Gast schien personell nicht auf Rosen gebettet zu sein da sie nur mit 11 Spielern anreisten. Das die Aufgabe aber dann doch so leicht werden würde gegen den FCS II hatten die Spieler und Zuschauer bei gefühlten 35 Grad nicht gedacht. Schon nach zwei Minuten musste der Strausberger Torwart hinter sich greifen um den versengten Ball von Miro Dorenburg rauszuholen. Steven Jönson legte mit einem Doppelpack (15./30.) nach. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, ab und an auch mit Nicklichkeiten die wenig mit fairem Fußball zu tun hatten. Hier hatte der Schiedsrichter den Augenblick verpasst rechtzeitig für Ruhe zu sorgen. In der 70. Minute traf Miro Dorenburg mit seinem zweiten Treffer zum 4:0. Andre Radtke und Mario Bochow (83./90.) sorgten mit ihren Toren für den 6:0 Endstand. Auch wenn das Saisonziel Platz 5 verfehlt wurde, kann man zufrieden sein. Immerhin hat man die „inoffizielle Stadtmeisterschaft „in dieser Liga inne, indem man die Mannschaften von Union Frankfurt und Union Booßen hinter sich gelassen hat und am Ende Platz 7 belegt.
Der 1.FCF II spielte mit: M.Kreutzer, O.Seifert, A.Kolax, C.Schneider, M.Merten, M.Dorenburg, (A.Radtke), M.Bochow, C.Becker, S.Jönson, V.Avetikian, (B.Falk), N.Dochow, (S.Koch)
Bank: J.P.Sauer, K.Suhr
Trainer: Andre Lingk
Teambetreuer: Steven Noack
Zuschauer: 48


CHANCEN GABS GENUG.......

30.05.2015: Der 1. FCF hat die Chance vertan, sich im Oberliga-Aufstiegsrennen von der Konkurrenz abzusetzen. In der drittvorletzten Runde der Brandenburgliga musste sich der Spitzenreiter mit einem 1:1 (1:1) gegen Preussen Eberswalde begnügen. Das freilich lag nicht so sehr an den ersatzgeschwächten, aber fußballerisch solide arbeitenden Gästen, sondern an eigenen Unzulänglichkeiten im Abschluss und am fehlenden Glück. Ein über die Latte gesetzter Foulstrafstoß von Kapitän Fred Garling (58.) sowie Lattentreffer von Robin Grothe (36.), Marcel Georgi (65.) und Przemyslaw Begier in der vierten Nachspielminute bedeuteten ein bisschen zu viel Pech. Zumal Preussen-Verteidiger zweimal für ihren schon geschlagenen Torhüter auf der Linie klären mussten (33./40.). Die torlosen Punkteteilungen der ärgsten Widersacher Waltersdorf (gegen Guben) und Neuruppin (in Werder) sowie die 0:1-Niederlage von Seelow in Oranienburg konnten da nur schwacher Trost sein.
„Wir waren selber schuld am Unentschieden“, kommentierte Frieder Andrich deshalb sachlich und nannte die Gründe: „Wir haben die gut konternden Eberswalder nie richtig in den Griff bekommen, haben anfangs nicht deutlich gemacht, dass wir als Sieger vom Platz gehen wollten. Erst nach zwanzig Minuten wurden wir stärker, besser, vernachlässigten aber das betonte Flügelspiel. Bei so vielen Chancen nur ein Tor zu machen, ist beinahe ein Unding.“
Trotzalledem zollt der Cheftrainer seinem Team ein dickes Lob. „Wir haben eine geile Saison mit teilweise gutem Fußball gespielt, haben die beste Rückrunde hingelegt und die meisten Tore erzielt. Und wir haben den Aufstieg aus eigener Kraft noch in der Hand.“
Sein Barnimer Kollege Obrad Marjanovic konnte mit dem 1:1 sehr zufrieden sein. „Nach viel Pech in der Rückrunde hatten wir heute alle Fußballgötter und Fortuna auf unserer Seite“, frohlockte er. „Irgendwie gleicht sich das über die Saison aber aus. Und wenn der Schiri nach Garling-Foul an Schlegel kurz vor Schluss uns noch den berechtigten Elfmeter gegeben hätte, wären wir sogar als Sieger vom Platz gegangen.“ Das freilich wäre dann doch wegen der Chancenanteile zuviel des Bösen für die Frankfurter gewesen.
Die Oderstädter hatten verhalten begonnen, leisteten sich in der Defensive einige unkonzentrierte Laschheiten, die auch zum Rückstand führten. In Kevin Richters knappen Rückpass spritzte Eric Mba und vollendete kühl am herausstürzenden Rocco Zalenga. Der torgefährliche Preussen-Stürmer hatte zuvor nach gutem Solo schon das 1:0 auf dem Fuß, verzog aber knapp. Georgi (musste später verletzt raus) und auch Artur Aniol geizten nicht mit Versuchen, doch den Treffer markierte wieder einmal Narciel Mbuku. „Rudi“, der Kongolese, setzte sich halbrechts durch, scheiterte zunächst am Schlussmann, kam wieder in Ballbesitz und vollendete. Mehr gelang trotz verstärkten Drucks und vieler Chancen nicht. Zweimal musste der 18-jährige Zalenga noch eingreifen. Einmal gegen den sicheren Ballverteiler und Mittelfel-Wirbelwind Steven Zimmermann (66.), einmal im Herauslaufen gegen den freien Mike Pagel (67.).

1. FCF: Zalenga – König, Felix Matthäs, Richter, Huwe (90 + 1 Henschel) – Garling, Grothe – Mbuku, Georgi (68. Begier), Fiebig – Aniol
Trainer: Andrich

Eberswalde: Peter –Alvarez, Dymek, Stelse, Ziethen – Zimmermann, Okumura (46. Pagel) – Lange (72. Windiks), Abe – Mba, Schlegel
Trainer: Marjanovic.

Schiedsrichter: Seifert (Zinnitz)
Zuschauer: 260
(Bericht: Hans Eberhardt)


SPITZENREITER, JETZT IST ALLES MÖGLICH

17.05.2015: FC 98 Henningsdorf - 1.FC Frankfurt 0:4 (0:2)
Nach dem erneuten 4:0 Auswärtssieg gegen den Tabellenletzten Henningsdorf und der gleichzeitigen Niederlage des bisherigen Tabellenersten RSV Waltersdorf gegen den MSV Neuruppin übernimmt der 1.FC Frankfurt 3 Spieltage vor Ultimo die Tabellenführung in der Brandenburgliga. Ein erwarteter Pflichtsieg einer nach vielen Absagen ersatzgeschwächten Andrich- Truppe, die sich trotz einer frühzeitigen Führung schwer tat, um ins Spiel zu kommen.
Da fehlte vor allem die entscheidende Abstimmung in der neu formierten Defensivabteilung, um von Beginn an Ruhe ins Spiel zu bekommen.
Unabhängig davon wurde in der Offensivabteilung Marcel Georgi gleich in der (3.) im Strafraum etwas unsanft von den Beinen geholt, der Unparteiische ließ weiterspielen, so schnappte sich Narziel Mbuku den Ball und erzielte aus halbrechter Position die 1:0 Führung für die Oderstädter. Trotz weiterer guter Chancen von Marcel Georgi (10.) musste die kleine aber lauteste FCF Fangruppe bis zur (26.) warten, bis nach einem schönen Doppelpass Marcel Georgi, Martin König, dieser zum 2:0 für die Frankfurter vollenden konnte. In einer eher durchschnittlichen Partie war dann der Gastgeber im Laufe der Spielzeit etwas überfordert und hatte Glück, dass es bis zur Halbzeitpause nach weiteren guten Chancen durch Artur Aniol (39.) und Marcel Georgi ( 42,43,44) nur 2:0 stand. Das Auslassen guter Möglichkeiten in einem überlegenen aber unruhigen Spiel setzte sich auch in Halbzeit zwei fort.
Fred Garlings Kopfball (60.) vom Schlussmann Bobermin zur Ecke geklärt und Artur Aniol (68.) völlig freistehend, blieb am Schlussmann Bobermin hängen, ließen einem am Spielfeldrand die Haare nach oben stehen. So musste dann eine mustergültige Flanke über rechts von Robin Grothe direkt auf den Kopf auf Artur Aniol (71.) mit seinem 21 Treffer für das entscheidende 3:0 sorgen. Nach einer weiteren vergebenen Möglichkeit über links durch Marcel Georgi (84.), wurde Robin Grothe in der Schlussminute (90.) vom eingewechseltem A-Juniorenspieler Angelo Marcel Müller bedient und vollendete zum verdienten 4:0 Endstand zu Gunsten des 1.FCF. Ein am Ende verdienter Sieg des neuen Tabellenführers, der um einiges hätte auch höher ausfallen können.
Beim nächsten Heimspiel am 30.05.15 gegen Eberswalde sowie danach gegen Falkensee-Finkenkrug (A) und Miersdorf/Zeuthen (H) gilt es die neue Tabellenführung zu behaupten, um vielleicht am Ende ganz oben zu stehen.

Frieder Andrich: Mussten auf Grund von Krankheit und Verletzungen auf den Defensivpositionen etwas ändern. Brauchten da einige Zeit sich einzuspielen.
Zu viele Chancen wurden da liegen gelassen, was sonst unsere Stärke war diesmal unsere Schwäche. Damit haben wir es auch versäumt, rechtzeitig für Ruhe zu Sorgen. Henningsdorf war dabei ein Gegner, der auf Grund seiner Leistung zurecht da unten steht.

1.FC Frankfurt: Zalenga, Hildebrandt, Mattäs,Felix, Georgi, Grothe, Garling, Aniol, Huwe(59.Jönson), Mbuku(75. Müller), König( 54.Steigmiller), Bernwald.
Trainer: Andrich/Schröder
Schiedsrichter: Marcel Mallassa (Berlin)
Zuschauer: 110
Torfolge: 0:1 Mbuku (3.) 0:2 König (26.), 0:3 Aniol (71.) 0:4 Grothe (90.)
(Bericht: Heiner Krafzik)


I.MÄNNER - JETZT AUF PLATZ ZWEI

10.05.2015: 1. FCF bleibt nach 4:0 (2:0) gegen Guben dem Spitzenreiter Waltershausen auf den Fersen
Der 1. FCF bleibt weiter im Aufstiegsrennen der Brandenburgliga. Mit dem sicheren 4:0 (2:0)-Erfolg gegen den BSV Guben Nord landeten die Oderstädter den vierten Sieg in Folge und bieten dem erklärten Oberliga-Anwärter Waltershausen vier Runden vor Schluss im Fernduell die Stirn. Der 17. Saison-Triumpf war nach zeitiger Zwei-Tore-Führung ungefährdet und hochverdient. „Wir hatten eigentlich mit einer härteren Gegenwehr gerechnet, wurden jedoch nicht voll gefordert“, wunderte sich Frieder Andrich hinterher ein wenig. „Die frühen Treffer brachten Sicherheit“, urteilte der Coach. „So hatten wir es uns auch gewünscht.“
„Das 0:2 nach zwanzig Minuten hat uns das Genick gebrochen“, schätzte auf der anderen Seite Co-Trainer Heiko Löbl ein. Und war sich da einig mit Spielertrainer Franz-Aaron Ullrich, der zum 21. Mal in der Viererkette zum Einsatz kam. „Vielleicht war bei uns mit dem höchstwahrscheinlichen Verbleib in der Liga die Luft schon etwas raus“, mutmaßten beide. Nur in der etwas stärkeren zweiten Hälfte konnte sich der Gast einige Chancen erarbeiten. Vor allem der lang aufgeschossene Kahlkopf Daniel Münschke sorgte als Einwechsler für Belebung, traf einmal die Latte (70.) und scheiterte vier Minuten später an Zalengas Fußabwehr. „Insgesamt aber eine ganz schwache Vorstellung ohne große Leidenschaft“, monierte Löbl. Als ein Zeichen für mangelnden „Biss“ und Eifer darf man diesmal getrost die Gelbe-Karten-Bilanz aus Sicht der Breesener heranziehen: 0:3. Das 1:0 bereitete der stets anspielbereite Narciel Mbuku vor und vollendete zugleich schlitzohrig: rechts vorbei an Kevin Hauf und Schuss aus spitzem Winkel ins kurze Eck – der sechste Treffer des Winterpausen-Zugangs im elften Einsatz. Auch beim 2:0 war der Kongolese der Vorbereiter. Mariusz Karpinski konnte ihn im Strafraum nur mit Trikotbremse stoppen. Kapitän Fred Garling verwandelte seinen dritten „Elfer“ eiskalt und legte in der zweiten Hälfte aus dem Spiel heraus nach Nbuku-Vorlage zum 3:0 noch nach. Die Frankfurter agierten diesmal aus einer sicheren Abwehr heraus, suchten ihre freien Anspielpartner und minimierten Fehlpässe. Und sie glänzten auch mit einigen feinen Kombinationen. Zwar führten schnelle Kurzpass-Passagen nicht zum Ziel, aber hübsch anzuschauen waren sie allemal. Also auch dafür Beifall auf offener Szene vor wieder nur schmaler Kulisse – schade. Auf Gubener Seite verdiente sich lediglich der 19-jährige Mittelfeldakteur Erik Schack eine gute Note mit seinen beherzten Schussversuchen (23./89.). Bitterer Wermutstropfen: Florian Matthäs musste ohne große gegnerische Einwirkung zeitig vom Platz und zur Halbzeit per Krankenwagen ins Klinikum: Diagnoseverdacht von Dr. med. Andre Buchin (ASB), der die Erstversorgung im Stadion durchführte: wahrscheinlich Bänderschaden im linken Knie. Näheres müsse das MRT ergeben. Klar, Mutter Susanne Matthäs-Engel begleitete ihren Sohn fürsorglich. Felix Matthäs schickte seinem Zwillingsbruder mit dem gut herausgespielten 4:0 beste Wünsche hinterher.

1. FCF: Zalenga – Felix Matthäs, Hildebrandt, Richter, Huwe – Garling, Florian Matthäs (16. Begier) – Mbungu (58. Fiebig), Grothe (76. König), Georgi – Aniol. Trainer: Andrich.

BSV Guben: Loboda – Richter, Ullrich, Hauf, Karpinski – Schulz (52. Rodrigues), Schack, Schittlich, Prüfer (63. Münschke) – Waszkowiak, Wegner (63. Hähnel). Trainer: Ullrich.

Schiedsrichter: Nickusch (Berlin)
Zuschauer: 170
Tore: 1:0 Mbuku (6.), 2:0 Garling (21./Foulstrafstoß), 3:0 Garling (58.), 4:0 Felix Matthäs (77.)
GELBE KARTEN: Mbuku (53./F), Fiebig (66./M), Richter (79./F)
BESTE SPIELER: Garling, Richter – Schack
(Bericht: HANS EBERHARD)


II.MÄNNER - EINE HALBZEIT REICHT

10.05.2015: Kreisoberliga 1.FC Frankfurt II : Grün Weiß Lindenberg 7:0
Die FCF Reserve empfing am Samstag eine geschwächte Gastmannschaft aus Lindenberg. Das sah man schon an der Aufstellung des Gastes und spätestens nach dem Anpfiff. Aber auch ohne die Probleme des Gastes in Betracht zu setzen, war ein Heimsieg ganz klar von den Trainern gefordert worden. So legte der FCF II auch gleich konzentriert los und drängte die Gäste sofort in die Defensive. Angriff um Angriff lief auf das Lindenberger Tor zu und die Grün Weißen konnten sich bei ihrem Torhüter bedanken das sie nicht schon nach zehn Minuten hinten lagen. Doch dann gings in regelmäßigen Abständen los. Vadym Avetikian erziehlte in der 14. Minute das 1:0 für den FCF. Als dann Joe Jurchen (25.) und Christian Schneider (30.) auf 3:0 erhöhten lief nicht mehr viel zusammen bei den Lindenbergern. Der FCF stürmte weiter und konnte bis zur Pause die Torausbeute durch Merten, Kolax, Sauer und Jönson auf 7:0 ausbauen. Den Zuschauern schwante böses für Lindenberg in Halbzeit zwei. Aber weit gefehlt. Die Lindenberger wollten sich wohl nicht unbedingt komplett abschlachten lassen und begannen die zweite Halbzeit mit einem 8 Mann Abwehrriegel das dann auch aufging. Auch lief es streckenweise in den Reihen der Frankfurter nicht mehr ganz rund. Fehlabspiele und das Fehlen des letzten Einsatzes taten ihr übriges dazu. So konnte der Gast sogar zwei Mal gefährlich vor dem Tor von M. Kreutzer auftauchen, der jedoch diese Möglichkeiten vereitelte. Das Spiel plätscherte so vor sich hin ohne das der Gastgeber noch ein weiteres Tor schießen konnte. So blieb es beim 7:0. (F.S.)


1.MÄNNER AUSWÄRTSSIEG IN NEURUPPIN

01.05.2015: In einem gut klassigen aber auch kampfbetonten Spiel gewinnt der 1.FC Frankfurt das wichtige Auswärtsspiel gegen den MSV Neuruppin knapp aber nicht unverdient mit 1:0 und bleibt weiter auf Tuchfühlung zum Spitzenreiter der Brandenburgliga RSV Waltersdorf. Ein Spiel, bei dem sich vieles in den ersten Minuten zwischen beiden Strafräumen abspielte, weil keiner der beiden Mannschaften den Platz als Verlierer verlassen wollte. Fast wie in einem Pokalfight wollten beide Teams mit einem zeitigen Gegentreffer das vorzeitige K.o vermeiden. Nach einem zähen Beginn hatte dann der Gast von der Oder die besseren Möglichkeiten, um mit 1:0 in Führung zu gehen. Artur Aniol hatte in der (10.) Pech, als ihm nach Zuspiel von Marcel Georgi der Ball kurz vorm Einschuss weggelupft wurde. Einen weiteren 16 Meter Schuss von Robin Grothe (17.) konnte dann der Neuruppiner Schlussmann Wilke gerade so klären. Auch nach einem Freistoß von Narciel Mbuku ((27.) musste sich der Neuruppinien Schlussmann strecken, um den anschließenden Kopfball von Felix Mattäs zur Ecke zu klären. Trotz vieler Bemühungen der Platzherren blieben sie auf der anderen Seite relativ blass, weil die etwas neu formierte Defensive der Oderstädter wenig zuließ und die wenigen Möglichkeiten der Gastgeber schon im Ansatz im Keim erstickte. Die einzige Unaufmerksamkeit kurz vor dem Halbzeitpfiff (43.) hätte aber den Gastgeber sogar in Führung bringen können, wenn nicht Felix Henschel vor einem einschussbereitem Neuruppiner den Ball noch vor der Linie ins Aus geschlagen hätte. Nach einem kurzen Abtasten in Halbzeit zwei ergab sich im weiteren Spielverlauf die nächste Möglichkeit zu Gunsten der Gäste. Einen Kopfball aus 12 Metern durch Marcel Georgi nach Flanke über links von Narciel Mbuku (52.) wurde durch den Neuruppiner Schlussmann Wilke grandios zur Ecke geklärt. Mit dem Mut der Verzweiflung hatten die Neuruppiner in der (55.) eine gute Möglichkeit, die aber Felix Matthäs durch ein gutes Stellungsspiel zunichte machte. Einer der wenigen Chancen in der Folgezeit hatte wiederum der Gast aus Frankfurt, als nach einem Kopfball durch Marcel Georgi (64.) Artur Aniol der Ball anschließend knapp über den Scheitel rutschte. Und als dann nichts mehr Zwingendes passierte und sich alle schon auf das torlose Remis eingestellt haben, da schlug in der (89.) die Doppelspitze Georgi und Aniol zu. Nach einem mustergültigen Pass über rechts durch Marcel Georgi war Artur Aniol wieder einmal zur Stelle und erzielte aus Nahdistanz das entscheidende 1:0 und den Siegtreffer für den 1. FCF.

Frieder Andrich: Es war ein kampfbetontes Spiel, was aber nicht mit offenem Visier geführt wurde.
In der Abwehr haben wir wenig zugelassen und in der ersten Halbzeit auch die besseren Chancen gehabt.
Dieses Spiel hatte heute einen typischen Pokalcharakter, wer gewinnt der bleibt oben dran und der verliert, fällt etwas zurück.
Die Mannschaft hat heute Charakter gezeigt und in allen Mannschaftsteilen besser gespielt. Am Ende war es ein knapper aber nicht unverdienter Sieg meiner Mannschaft.

FC Frankfurt: Reschke, Henschel, Matthäs Felix, Richter(65.Begier), Georgi, Grothe, Garling, Aniol(90+3 Bernwald), Huwe(46.Fiebig), Mbuku, Matthäs Florian.
Schiedsrichter: Henry Müller (Cottbus)
Zuschauer: 209
Torfolge: 0:1 Aniol (89.)
(Spielbericht von Heiner Krafzik)


1.MÄNNER NACH HEIMSIEG DRITTER

27.04.2015: Mit dem klaren 4:1 (2:0) gegen TuS Sachsenhausen verbesserte sich der 1. FCF vor dem Top-Spiel am 1. Mai in Neuruppin auf den 3. Rang der Brandenburgliga. So einseitig allerdings, wie vom Ergebnis her anzunehmen ist, war der Vergleich der 24. Runde nicht. „Sommerfußball“ wurde in der ersten Viertelstunde geboten, geprägt von Fehlabspielen auf beiden Seiten und Konzentrationsschwächen. Ohne Tempo konnte man nichts Zwingendes in die Wege leiten. „Da hatten wir noch Blei an den Füßen“, monierte Trainer Frieder Andrich. Dann steigerten sich die Gastgeber, gingen durch Torjäger Artur Aniol nach Vorarbeit und genauem Querpass von Robin Grothe in Führung – sauber herausgespielt. Aniol markierte so seinen 19. Saisontreffer, führt die Liga-Liste allein an. Das 2:0 war ein Geschenk in einer eher harmlosen Situation: Robert Wiesner, Abwehrchef Thomas Boden und der Schlussmann konnten sich beim hohen Ball nicht einigen, Narciel Mbuku ging per Kopf als lachender Vierter hervor. Die Gäste hatten wegen der Sonnabend-Demo nach Polizei-Anweisungen eine kleine Irrfahrt hinnehmen müssen, konnten nicht auf direktem Wege das Stadion ansteuern. Sie zeigten sich auf dem Platz nur bei Freistößen ihres Sturm-Steuermanns Kim Schwager gefährlich, legten nach der Pause jedoch im Zug nach vorn einen Zahn zu. Ein aus Gästesicht strittiger Handelfmeter, verursacht von Philipp Pönisch und verwandelt von Kapitän Fred Garling, sorgte aber bald für die (Vor-)Entscheidung.
Nach dem Ehrentreffer von Andor Müller (18. Saisontor) hätte es kurzzeitig vielleicht noch einmal brenzlig werden können, doch nach Schwager-Eckball bekamen Müller und der aufgerückte Kapitän Boden das Leder aus Nahdistanz im Gewühl einfach nicht über die Linie (64.). Nachdem einige Soli von Marcel Georgi im Abschluss knapp gescheitert waren, bereitete er aus halbrechter Position mit präziser Flanke auf den eingewechselten Przemyslaw Begier das 4:1 vor. Das war clever. Ein klarer, ein vom Resultat her souveräner Sieg, der jedoch um ein Tor zu hoch ausfiel. So gut war der 1. FCF nicht, und so schlecht war TuS – im Hinspiel noch 3:1-Sieger - auch nicht.
Andrich: „Wir steigerten uns kämpferisch, spielten später die flachen, die genauen Pässe. Schade, dass unsere offensive Weise mit nun 61 Toren nicht durch mehr Zuschauer belohnt wird.“
TuS-Coach Frank Schwager: „Frankfurt spielte gut. Wir haben uns bemüht, aber es reichte nach schwacher erster Hälfte nicht. Vier Tore wollten wir nicht schlucken, wir waren ja nicht zum Betriebsausflug hier. Klar, einige Schiri-Entscheidungen schmeckten uns nicht, aber Glück und Pech gleichen sich über die Saison irgendwie aus.“ Da hat er Recht.
1. FCF: Reschke – Henschel, Hildebrandt, Felix Matthäs, Huwe – Garling, Florian Matthäs (88. Bernwald) – Mbuku, Grothe (69. Begier), Georgi – Aniol (83. Fiebig) Trainer: Andrich.
TuS: Steffen – Wolter (65. Lauter), Boden, Lorz, Wiesner – Fomin, Pönisch, Bieder, Ben-Abdallah – Kim Schwager, Müller. Trainer: Frank Schwager.
Schiedsrichter: Kunitz (Bad Liebenwerda)
Zuschauer: 175.
Tore: 1:0 Aniol (25.), 2:0 Mbuku (38.), 3:0 Garling (58./Handstrafstoß), 3:1 Müller (60.), 4:1 Begier (87.).


2.MÄNNER - INNEREN SCHWEINEHUND ÜBERWUNDEN

27.04.2015: In einer guten Kreisoberligapartie gewinnt der FCF II nach einer kleinen Durststrecke hochverdient gegen die Sportfreunde aus Wiesenau. Hochverdient einfach deshalb, weil die Mannschaft in diesem Spiel einfach mehr in Form von Einsatz und Siegeswillen in die Waagschale geworfen hat als der Gast. Den richtigen Mix von Spielern, hatten dabei die Trainer Seiring und Lingk ins Spiel geschickt. Mit Rocco Zalenga, Stefan Reich, Martin König und Kevin Richter gab es auch Unterstützung aus dem Kader der Ersten. Im Gegenzug haben sich die Mannschaft und das Trainerteam sehr über die Berufung von Felix Henschel in die erste Mannschaft gefreut, wo er auch von Anfang an gespielt hat und ein gutes Spiel absolvierte. Einen guten Tag, von dem man sich mehr wünscht erwischte auch Vadym Avetikian, der nach 18 Minuten den Wiesenauer Schlussmann mit einem Lupfer zum 1:0 überwand. Der FCF II, um kontrollierten Spielaufbau bemüht, die Gäste oft mit langen Bällen in die Spitze. Und als sich wieder einmal beim Gastgeber etwas Unkonzentriertheit einschlich, wurde das sofort von der SGW genutzt. Martin Greiner konnte unbedrängt von halbrechter Position aus gut 20 Metern aufs Tor schießen und es stand 1:1 (29.). Ein Weckruf zu rechter Zeit für den 1.FCF. Fortan wurde wieder offensiver Fußball gespielt, ohne dabei die Abwehrarbeit zu vernachlässigen. Lohn dafür war in der 42. Minute die erneute Führung, wieder durch Avetikian der sich gleich gegen zwei Wiesenauer behaupten konnte und Torwart Fricke keine Abwehrchance ließ. So ging es dann auch in die Pause. Wer nun dachte dass die Gäste mit mehr Power spielen werden sah sich getäuscht. Die Wiesenauer versuchten weiter ihren Torschützen vom Dienst Martin Greiner mit langen Bällen zu bedienen aber die FCF Abwehr war wach genug um dies zu unterbinden. Und als dann in der 58. Minute Joe Jurchen sich in einer beeindruckenden Manier einen Ball gegen einen Wiesenauer erkämpfte und aus spitzem Winkel das 3:1 markierte, dachten einige schon das Spiel wäre durch. Es dauerte gerade mal zwei Minuten bis sich die Wiesenauer wieder mit dem 3:2 durch Markus Birke im Spiel zurückmeldeten. Vorher hatten die Gäste auch den lange gesperrten Lars Fechner eingewechselt, der ja bekannt ist für entscheidende Tore. An diesem Tage jedoch war er bei der Abwehr des FCF in guten Händen und konnte nichts bewirken. Der Gastgeber spielte weiter sein Spiel auch wenn es nicht mehr ganz so gut wie in Halbzeit eins war. In der 79. Minute war es dann Michel Merten vorbehalten einen Ball, den Wiesenaus Torhüter nicht unter Kontrolle bringen konnte ins Tor zum umjubelten 4:2 zu bugsieren. Viel kam dann auch nicht mehr von Seiten des Gastes und was kam war Rocco Zalengas sichere Beute. Auf diese Leistung lässt sich für die kommenden Aufgaben sicherlich aufbauen. (F.S.)
Der FCF II spielte mit: R.Zalenga, M.König, J.Jurchen (88.C.Becker), K.Richter, A.Kolax, C.Schneider, M.Merten (79.J.Steigmiller), V.Avetikian, S.Reich, J.P.Sauer, S.Jönson.
Kader: M.Hemmerling, M.Bochow
Zuschauer: 62


AUSWÄRTSSIEG IN WERDER

19.04.2015: Mit einem 3:1 Auswärtssieg erfüllte der 1. FC Frankfurt gegen den Tabellenzehnten seine Pflichtaufgabe und zeigte zumindest vom Ergebnis her eine Reaktion auf das am vergangenen Wochenende etwas unglücklich verlorene Spitzenspiel gegen den RSV Waltersdorf. Nach einigen verletzungsbedingten Ausfällen tat sich dann die ersatzgeschwächte Defensive der Oderstädter aber schwer, um überhaupt ins Spiel zu kommen.
Alle Vorgaben des Trainers, aus einer leichten Konterstellung den Gegner unter Druck zu setzen, wurden dann im gesamten Spielverlauf nur zum Teil erfüllt. Zu viele Abspielfehler und teilweise schlechte Zuordnung prägten den gesamten Spielverlauf und ließen den Gegner zu oft gewähren.
An diesem Tag konnte sich die Mannschaft auch beim Schlussmann Philipp Reschke bedanken, der so manch brenzlige Situation entschärfen konnte und das Team im Spiel hielt. So auch in der (15.) und (17.), als er zunächst aus Nahdistanz hielt und den anschließenden 18 Meter Schuss zur Ecke klären konnte. Wie man allerdings effektiv Fußballspiele gewinnen kann, zeigten die Gäste in der (30.) Minute. Bei der einzigen Möglichkeit in Halbzeit eins, reichte eine Kopfballverlängerung von Narciel Mbuku in den Lauf von Artur Aniol, der ganz überlegt am Schlussmann Rauch vorbei, flach ins rechte untere Eck zum 1:0 zu Gunsten des Gastgebers abschloss. Mit einem Start nach Maß begann der zweite Spielabschnitt für den FCF und eine gewisse Vorentscheidung des Spiels. Nach einem Pass von Marcel Georgi (46.) war Artur Aniol wieder schneller als Werder Schlussmann Reich und schob den Ball zum 2:0 für den 1.FCF über die Linie. Trotz des 2:0 Führungstreffers kam aber keine Ruhe ins Spiel, weil man immer wieder zu weit vom Gegner weg stand und die Platzherren gewähren ließ. Da hatten die Gäste etwas Glück, als in der (49.) und (58.) Schlussmann Philipp Reschke wieder zwei Situationen zu Gunsten der Oderstädter entschärfen konnte. In der (70.) war er dann aber auch machtlos, als Patrick Habler völlig frei über rechts den 2:1 Anschlusstreffer für Werder erzielen konnte. Als dann in der Folgezeit nicht mehr viel Sehenswertes passierte, da entschied die effektive Spielweise der Gäste in der (88.) mit dem 3:1 das gesamte Spiel. Ein Pass von Marcel Georgi auf Robin Grothe konnte der Werder Spieler Tim Wolter nur noch ins eigene Tor befördern.
Zum nächsten Heimspiel bedarf da schon einer weiteren Steigerung, will man gegen TUS Sachsenhausen alle drei Punkte zu Hause behalten.
Trainer Frieder Andrich: Es war nicht das beste Spiel, was wir gezeigt haben. Nach Waltersdorf ging es darum, 3 Punkte wieder einzufahren. Es kommen auch noch Spiele, wo wir bei besseren Rasenverhältnissen mehr zeigen können. Das wir besser Fußball spiele können, das wissen wir. Auf den 3 Punkten lässt es sich aber weiter aufbauen. Gegen Sachsenhausen beim kommenden Heimspiel wartet wieder ein ganz anderes Kaliber auf uns, das es gilt zu bestehen.
1.FC Frankfurt: Reschke, Hildebrandt, Matthäs, Felix, Henschel, Georgi, Fiebig(70.Begier), Grothe, Aniol, Mbuku(83.Pawlowicz), Matthäs Florian, Bernwald(70.König).
Trainer: Andrich/Schröder

Schiedsrichter: Arwid Maron (Berlin)
Zuschauer: 98
Torfolge: 0:1 Aniol (30.) 0:2 Aniol (46.) 1:2 Habler (70.) 1:3 Wolter (88. Eigentor)
(Spielbericht von Heiner Krafzik)


AUF MESSERS SCHNEIDE

13.04.2015: In einem echtem, auf spielerisch hohem Niveau ausgetragenem Spitzenspiel unterlag der 1. FC am Ende etwas unglücklich mit 2: 3 gegen den neuen Spitzenreiter aus Waltersdorf. In den ersten Minuten konnte man deutlich sehen, dass die Frankfurter ein frühes Tor machen wollten. Sie waren schnell im Spiel und hatten in der 5. Minute durch Georgi und in der 7. Minute durch Florian Matthäs gute Möglichkeiten zur Führung. Wie aus dem Nichts fiel dann auf der Gegenseite aus stark abseitsverdächtiger Situation das 1: 0 für die Gäste aus Waltersdorf. Die Frankfurter waren geschockt und konnten sich die ganze erste Halbzeit kaum davon erholen. Die Waltersdorfer waren jetzt wesentlich präsenter auf dem Platz.
Folgerichtig fiel dann auch schnell das 2: 0 für die Gäste durch Gordan Griebsch, der mit schnellem Antritt am jungen Martin König vorbeizog und mit einem platziertem Schuss Rocco Zalenga im Frankfurter überwand. Waltersdorf hatte die Partie zu diesem Zeitpunkt im Griff. Bis zur Halbzeit passierte nicht mehr viel, man hatte auch nicht das Gefühl, dass den Frankfurtern etwas einfällt. Lediglich eine gute Szene in der 43. Minute durch den schnellen Narciel Mbuku, der auf der linken Seite im letzten Moment gestoppt wurde, konnte noch registriert werden.
Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit änderte sich die Partie schlagartig. Der 1. FCF kämpfte um jeden Ball und kam darüber hinaus auch zu tollen Kombinationen und Torchancen. Eine davon führte schnell zum 1 :2 Anschlusstreffer, als Narciel Mbuka links wunderschön freigespielt wurde und sicher vollendete. Jetzt bauten die Frankfurter richtig Druck auf. Artul Aniol hatte freistehend schon den Ausgleich auf dem linken Fuß. Diesen besorgte dann Robin Grothe mit einem Traumtor. Nach von der Mauer abgewehrten Fiebig- Freistoß hämmerte Robin Grothe den Ball volley aus knapp 30 Metern unter die Latte- Wahnsinn und standing ovations auf der gut gefüllten neuen Tribüne.
Jetzt spielte der FCF die Waltersdorfer mit guten und schnellen Kombinationen fast an die Wand und hatte in zwei Situationen durch Artur Aniol die Führung auf dem Fuß. Ab der 80. Minute war bei beiden Teams dann aber etwas die Luft raus. Alles pendelte sich auf ein Unentschieden ein, mit dem beide gut hätten leben können. Bis eben zur 86. Minute. Eine Flanke von Griebsch wurde abgefälscht und immer länger. Durch einen Rückzieher am Mann, mit dem Fuß auf Kopfhöhe von Kevin Richter, wurde der Ball durch von Humbeck in Richtung Frankfurter Tor befördert. Von Kevin Richter noch leicht abgefälscht, fiel der Ball dann über den verdutzten Zalenga ins Tor. Sicherlich hätte der Schiedsrichter hier auf gefährliches Spiel entscheiden können, er tat es aber nicht und das muss man dann akzeptieren. Herzlichen Glückwunsch nach Waltersdorf zum Sieg und zur Tabellenführung.
Respekt und Anerkennung an beide Teams für ein gutes Spiel. Die immerhin ca. 300 Zuschauer dankten es oft mit Szenenapplaus.
Die Frankfurter sind weiterhin in Lauerstellung und können ohne Druck auf die kommenden Spiele schauen. Mit dieser Einstellung und dem spielerischen Potenzial sollten auch in den kommenden Spielen viele Punkte gesammelt werden.


EINEN PUNKT GEHOLT - EINEN PLATZ VERLOREN

11.04.2015: Kreisoberliga – 1.FC Frankfurt : Grün Weiß Letschin 1:1 (1:1)
Gegen wen will man noch gewinnen wenn es nicht mal gegen den Tabellenletzten aus Letschin gelingt? Diese Frage müssen sich die Mannen unserer zweiten Mannschaft schon gefallen lassen. Alles begann richtig gut, bis zur 8.Minute. Denn da markierte Mario Bochow per Kopf das 1:0 für den FCF II. Man hatte den Eindruck dass alles in die richtige Richtung läuft. Aber weit gefehlt. Ab dann war es vorbei mit gutem Fußball. Der Gastgeber passte sich immer mehr dem schlechten spielerischen Niveau der Gäste aus Letschin an. Unnötige Ballverluste, nicht gut zu Ende gespielte Angriffe und auch ein paar unverständliche Entscheidungen des Unparteiischen trugen zu einem schlechten Spiel beider Teams bei. Und wieder mal bekam der FCF bei weit geschlagenen Bällen des Gastes ein paar Probleme die durchaus schlimmer hätten enden können. Schlechtes Abwehrverhalten führte dann auch in der 22. Minute zum Ausgleich durch Marco Poschitzki der einfach mal abzog. Die Frankfurter zwar bemüht aber zwingende Möglichkeiten gab es nicht, abgesehen von Vadym Avetikans Chance als er frei vor dem Torwart von Letschin stehend das Tor nicht traf. Bloß gut das die Letschiner in der zweiten Halbzeit mehrmals zeigten wie man es macht seine Möglichkeiten nicht zu nutzen. So blieb es bis zum Ende beim 1:1 das den Letschinern immer noch die Möglichkeit des Klassenerhalts offen lässt. Der 1.FCF II rutscht durch dieses unnötige Remis auf Platz 8 ab. (F.S.)
Der FCF II mit: Kreutzer, Jurchen, Dahlmann, Schneider, Steigmiller,(85.Kolax) Avetikan, Sauer, Bochow, Bonack,(57.Dorenburg) Jönson, Dochow.
Zuschauer: 68


DER SPITZE IMMER NÄHER

30.03.2015: Der 1. FC Frankfurt sorgt in der Fußball-Brandenburgliga weiter für Schlagzeilen. Mit dem 4:2 (3:1) bei Stahl Brandenburg untermauerten die Oderstädter ihren Ruf als bestes Rückrunden-Team und rückten den Spitzenreitern Neuruppin und Waltersdorf bis auf einen Punkt auf den Pelz.
Einen Grund zur Euphorie sieht Frieder Andrich dennoch nicht. "Wir denken von Spiel zu Spiel, wollen es oben spannend halten", sagt er. "In den verbleibenden neun Vergleichen kann noch viel passieren, Rückschläge nach guter Serie sind nicht auszuschließen", ahnt und warnt der Trainer vor zu zeitigen Aufstiegs-Ambitionen. Zumal die Frankfurter noch gegen Waltersdorf und in Neuruppin ran müssen. Und zumal heute noch keiner sagt, ob man denn das Wagnis überhaupt angehen will und kann. Auf Nachfrage hält sich auch Manager Heiner Krafzik hinsichtlich Aufstiegs-Spekulationen noch bedeckt, räumt aber ein: "Auf jeden Fall werden wir wie andere Spitzenvertretungen einen Antrag auf die Oberliga einreichen."
Mal ganz abgesehen von den finanziellen Belastungen: Rein sportlich könnte der Club in der Oberliga bestehen, "wenn alle Leistungsträger zur Stange halten", glaubt Andrich. Die Einschränkung folgt auf dem Fuß: "Wenn aber vier, fünf Stützen weggehen sollten ohne gleichwertigen Ersatz, wäre das Illusion, ein Abstiegs-Abenteuer von vornherein." Also darf man jetzt schon gespannt sein auf die Gespräche zur neuen Saison mit Spielern und Trainern, die laut Krafzik in der Woche nach Ostern (7. April) beginnen sollen.
Zurück zum 21. Spieltag im Stadion am Quenz. Der Gast verdiente sich den 13. Saisonsieg und den siebenten Auswärtserfolg dank einer starken ersten Halbzeit. Triebkräfte waren diesmal Florian Matthäs und Tobias Fiebig im offensiven Mittelfeld. Beim ersten Treffer war der steil angespielte Artur Aniol mit Querpass der Vorbereiter für Florian Matthäs. Narciel Mbuku sorgte nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich des Brasilianers Esteves Lima mit einem sauber abgeschlossenen Konter für die erneute Führung des 1. FCF, die Aniol mit seinem 16. Saisontor kurz vor der Pause noch ausbaute. "Dennoch hätten wir aufgrund der vielen Chancen viel klarer vorn liegen können, ja müssen", monierte Andrich einige unkontrollierte, unkonzentrierte Abschlussaktionen (Aniol).
Der Chefcoach zeigte sich etwas überrascht von der taktischen Marschroute der Gastgeber. "Brandenburg rückte weit auf, bot uns Räume an, und das spielte unserem Konterkonzept in die Karten." Zwar konnten die Frankfurter auf dem harten, holprigen Rasen keine großen Kombinationen zeigen, aber mit schnellen Gegenstößen nach langen Bällen waren sie erfolgreich.
Das änderte sich grundlegend in der zweiten, der schwächeren Hälfte. Obwohl die Gäste später sogar durch ein Eigentor von Stahl-Verteidiger Florian Wegner (Vorbereiter war Marcel Georgi) den Tore-Abstand noch erhöhten, waren sie 45 Minuten lang nicht mehr tonangebend, präsentierten sie sich ungeordnet, teilweise lasch. Da brannte es unter Dauerdruck öfter vor dem Kasten von Rocco Zalenga. Der junge Schlussmann musste bei einigen Abwehraktionen im wahrsten Sinne des Wortes Kopf und Kragen riskieren. Nach dem Zweikampf mit dem Brasilianer Carlos Martines Marques Pereira musste er sich länger behandeln lassen, war völlig benommen (80.). "Nach klarer Führung muss man klüger und disziplinierter agieren, darf man nicht die Ordnung und Zuordnung verlieren", urteilte Andrich. Er hatte wegen des kränkelnden Erik Huwe umstellen müssen: Kapitän Fred Garling rückte in die Viererkette, Alexander Bernwald ging an die Doppel-Sechs-Seite von Florian Matthäs. Trotz der Trainer-Kritik muss man dem 1. FCF eine starke Rückrunden-Form attestieren (5-1-0). Mit 52 erzielten Treffern ist das Team in dieser Offensiv-Wertung schon Spitzenreiter. Die vorige Saison hatte er als Sechster mit 47 Punkten beendet - jetzt sind es schon 42.

1. FCF: Zalenga - König, Felix Matthäs, Hildebrandt, Huwe (69. Bernwald) - Garling, Florian Matthäs - Mbuku (83. Grothe), Georgi, Fiebig - Aniol
Schiedsrichter: Kunitz (Bad Liebenwerda)
Zuschauer:
128


NIEDERLAGE DURCH FOULSTRAFSTOß

29.03.2015: SV Woltersdorf : 1.FC Frankfurt II 1:0
Es gibt Spiele, wo man der Mannschaft die verloren hat trotzdem ein gutes Spiel bescheinigt. Das war heute in Form des FCF II aber nicht der Fall. Auf dem ziemlich runtergehunsten Kunstrasen des SV Woltersdorf sahen sich die Frankfurter gleich ab der ersten Minute in die Defensive gedrängt. Kompromisslos, ohne großen Spielaufbau traten die Woltersdorfer die Bälle in Richtung FCF Strafraum. Damit hatten die Gäste sofort ihre Probleme und konnten sich schon nach 11 Minuten bei Ecki Kreutzer bedanken dass es nicht schon 3:0 stand. Seine Reflexe retteten die Mannschaft vor einem vorzeitigen KO. Erst als der Woltersdorfer Druck nach den ersten 15 Minuten etwas nachließ, kam der FCF etwas ins Spiel. So hatte Frankfurt dann auch kurz hintereinander zwei gute Möglichkeiten selbst in Führung zu gehen. (21./23.) Erst setzte Joe Jurchen eine von Percy Sauer geschlagene Flanke per Kopf knapp übers Tor, und kurz danach einen Ball aus 5 Metern darüber. Das war es dann aber auch mit erwähnenswerten Situationen von Seite der Frankfurter in der ersten Halbzeit. Die Woltersdorfer zwar ohne erkennbaren Spielaufbau aber eben sehr gefährlich mit den lang geschlagenen Bällen. Hauptsache weg vom eigenen Tor, und das ging auf. Keine zwei Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, da versuchte Flori Dahlmann etwas ungeschickt den Gegner vom Ball zu trennen. Leider versuchte er dies schon im Strafraum so dass der berechtigte Pfiff nicht ausblieb. 1:0. Nach diesem Treffer sah man für zehn Minuten eine sich aufbäumende FCF Elf. Aber eben nur zehn Minuten lang. Woltersdorf nach wie vor, weg den Ball nach vorn, einer wird ihn schon bekommen. Ecki konnte sich noch mehrmals auszeichnen und ließ keinen weiteren Treffer des SVW zu. Bis zum Ende ging es hin und her, meist zwischen den Strafräumen beider Mannschaften. Eine wirkliche gute Möglichkeit den Ausgleich zu machen ergab sich aber nicht. So musste der FCF II die Heimreise mit leeren Händen antreten. (F.S.)
FC Frankfurt: Kreutzer,Jurchen,Henschel,Sauer,Schneider,Steigmiller,Dochow,Boschow,Koch,Becker,Dahlmann.
Wechsel: Avetikian, Bonack.
Kader: Jönson, Kolax, Suhr, Hemmerling
Trainer: Seiring, Lingk. Teambetreuer: Noack
Zuschauer: 36


ANIOL MIT SPÄTEM GLÜCK

21.03.2015: . 4:0 (1:0) gegen Teltow: Der 1. FCF pirscht sich als beste Rückrunden-Mannschaft mit dem vierten Sieg im fünften Spiel so peu à peu an die etwas schwächelnden Spitzenteams der Brandenburgliga heran. Die Frankfurter haben den Winterpausen-Rückstand gegenüber Neuruppin von neun auf drei Zähler minimiert.
Der spielerisch dominierende Tabellendritte hatte beim zwölften Saisonerfolg allerdings eine Stunde lang hartnäckige Gegenwehr zu brechen. Der kampf- und defensivstarke Regionale Sportverein (RSV) Eintracht entpuppte sich wie schon in der Hinrunde als harte Nuss. Die zu knacken, fiel den Oderstädtern lange schwer. Hatten sie sich im Erstvergleich beim Aufsteiger mit dem 0:2 noch die Zähne ausgebissen, konnten sie sich nun mit viel Geduld revanchieren. Den Anfang machte Narciel Mbuku. „Rudi“, wie der Kongolese genannt wird, hatte dabei das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Nach gefühlvollem Georgi-Freistoß drückte die „schwarze Perle“ trotz Bedrängnis das Leder knapp über die Linie. Er gehörte, so lange Kondition und Konzentration reichten, mit seinen Flanken, Eckstößen und Finten zu den auffälligsten Akteuren auf dem strapazierten, etwas holprigem Rasen des großen Stadions, war mit seiner Schnelligkeit meist nur durch Foulspiel zu bremsen. Artur Aniol hatte anfangs wenig Glück mit seinen Versuchen (11./17./35.), traf später nach Mbuku-Eckball per Kopf nur den Pfosten (47.). Aber der Routinier bereitete nach Freistoß von Marcel Georgi nach einer Stunde das 2:0 vor. Sein Kopfball Richtung Tor konnte nur per Handspiel gestoppt werden. Sünder Franz Großmann sah dafür Gelb und holte sich wegen Reklamierens noch prompt den roten Karton dazu. Kapitän Fred Garling verwandelte den Strafstoß eiskalt. Kurz davor hatte Georgi mit einem Schuss aus dem Fußgelenk nur die Latte getroffen.
Aniol schlug dann doch noch zu. Zuerst nach feinem Lupfer von Florian Matthäs und drei Minuten später nach grobem Fehler von Carsten Busch. Der RSV-Torwart zögerte beim Abschlag vor dem Strafraum zu lange, die FCF-Sturmspitze preschte mit dem Rücken dazwischen – der 15. Saisontreffer des polnischen Maskenmannes, der seine Nasenbein-OP ohne psychisches Handicap überstanden hat und forsch in die Luftduelle geht. Trotz des klaren 4:0 machte Trainer Frieder Andrich den nie aufsteckenden Gästen, die eine halbe Stunde lang in Unterzahl um Schadensbegrenzung bemüht waren, ein Kompliment. „Die Eintrachtler zeigten sich hier im Gegensatz zum Hinspiel, wo sie hinten vollkommen dicht machten und Konter effektiv nutzten, spielerisch verbessert, mauerten sich nicht ein.“ Richtig, aber es blieb auch hier nur bei Ansätzen für gute Offensivaktionen mit klitzekleinen Möglichkeiten für Daniel Scheinig (7.), Marc-Robert Borowski (Abseitstor/78.) und Thomas Poznanski (80.) In der Durchschlagskraft hapert’s bei Teltow nach wie vor. Nur 20 Treffer in 20 Spielen sind für den abstiegsbedrohten Aufsteiger vielleicht zu wenig für diese Klasse.

1. FCF: Zalenga – Felix Matthäs, Richter, Hildebrandt, Huwe – Garling (80. König), Florian Matthäs – Mbuku (70. Grothe), Georgi, Fiebig (77. Begier) – Aniol. Trainer: Andrich.

Teltow: Busch – Ring, Bitzka, Maschmann, Großmann – Mayer (85. Schiller), Poznanski, Lenz, Hetzschold, Hannemann (71. De-Camp) – Scheinig (76. Borowski). Trainer: Walle.

Schiedsrichter: Heinze (Drebkau)

Zuschauer: 160.

Tore: 1:0 Mbuku (15.), 2:0 Garling (61./Handstrafstoß), 3:0, 4:0 Aniol (73./76.).

Gelbe Karten: Florian Matthäs (22./F) – Lenz (36./F), Hetzschold (38./M), Großmann (58./H), Hannemann (62./F).

Gelb-rote Karte: Großmann (58./M).

Beste Spieler: Hildebrandt, Georgi, Mbuku – Lenz.


VIER ROTE KARTEN

17.03.2015: Spitzenreiter Preußen Bad Saarow ist beim 1.FC Frankfurt II nicht über ein 2:2 (0:0) hinaus gekommen. Zudem verloren die Saarower drei Spieler durch Platzverweise. Dabei hatte die Partie für den Tabellenführer gut begonnen. Nach torloser erster Hälfte mit Torchancen auf beiden Seiten ging Preußen durch einen Doppelschlag von Max Suessenbach mit 2:0 in Führung (54., 57.). Nur vier Minuten später stand der 23-Jährige erneut im Mittelpunkt, als er wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot den Platz vorzeitig verlassen musste.
Die Gastgeber kamen nun besser ins Spiel und erzielten durch einen Doppelschlag von Miro Dorenburg den Ausgleich (66., 82.). Danach waren vor allem die Oderstädter am Drücker, doch Tore fielen keine mehr. Kurz vor dem Ende kam es dann zu tumultartigen Szenen auf dem Spielfeld: Zunächst umfasste Saarows Martin Bormann seinen Gegenspieler Joe-Percy Sauer in Ringermanier im Würgegriff. Daraufhin kam es zur Rudelbildung und Handgreiflichkeiten, in deren Folge der Frankfurter Martin Baumann sowie die Saarower Paul Zucker und Martin Bormann die Rote Karte sahen. Somit nahm ein spannendes Spiel ein unrühmliches Ende ohne Sieger.
1. FC Frankfurt II: Kreutzer, Baumann, Jurchen, Henschel (76. Steigmiller), Kolax, Schneider (83. Sauer), Merten, Dorenburg, Bochow (76. Jönson), Dahlmann, Dochow
Bad Saarow: Noack, Bormann, Maaß, Suessenbach, Hoppe, Zucker, Dobbrack, Rottenberg (32. Schneider), Dürre, Dutschmann, Czuch (90. Schneider)
Tore: 0:1, 0:2 Max Suessenbach (54., 57.), 1:2, 2:2 Miro Dorenburg (66., 82.)
Schiedsrichter: Jürgen Dewald (Ziltendorf) - Gelb-Rot: Max Suessenbach (61./Bad Saarow) - Rot: Martin Baumann (90+3./Frankfurt), Paul Zucker (90+3.), Martin Bormann (90+3./beide Bad Saarow)
Zuschauer: 40
(Bericht: moz.de)


VERDIENTER AUSWÄRTSSIEG IM DERBY

08.03.2015: Toller Rückrunden-Start für den 1. FCF: Mit dem 2:1 (1:0)-Derbysieg beim EFC Stahl landeten die Frankfurter den dritten „Dreier“ in Folge und revanchierten sich für das überraschende 4:7 im Hinspiel der Fußball-Brandenburgliga.
„Ja, das war für uns eine Genugtuung nach der Heimpleite vor sechs Monaten“, urteilte ein zufriedener Mirko Schröder (42), der am Freitagabend den grippekranken Frieder Andrich vertrat. „Kein schönes Spiel auf diesem holprigen Rasen, aber es hatte Rasse und Tempo“, so das Fazit des Trainer-Assistenten. Die Gäste verdienten sich den elften Saisonerfolg mit der technisch etwas feineren Klinge und mit dem besseren Nutzen ihrer Chancen vor allem durch den reaktionsschnellen Artur Aniol. Und sie nahmen den Kampf der einsatzstarken, robusten Gastgeber an, steckten in den Zweikämpfen nicht zurück. Mit überfallartigen Attacken suchte Stahl gleich zu Beginn den Torerfolg. Nach Flanke des aufgerückten Außenverteidigers Lukas Szywala verfehlte der Diagonalschuss von Rico Walter das Ziel (3.). Die Antwort kam prompt in Gestalt von Narciel Mbuku. Der Kongolese narrte zwei Gegenspieler, doch die Flanke wurde aus dem Torraum geschlagen. Frankfurts Winterpausen-Zugang gehörte als Lauf- und Dribbelwunder zu den auffälligsten Akteuren, so lange die Kraft reichte. „Eine Bereicherung“, frohlockte Schröder. „Aber ‚Rudi’ ist immer noch etwas zu verspielt, negiert oft den Nebenmann, er muss mannschaftsdienlicher agieren.“ Nach einigen Weitschussversuchen hüben wie drüben kam die Frankfurter Führung dann doch wie aus dem Nichts. Ein weiter Freistoß von Kevin Richter hoppelte als zweifacher Aufsetzer im Strafraum, Aniol schaltete am schnellsten mit langem Bein im Fallen.
Jetzt wurden die Zweikämpfe hitziger, verbissener, das Freitag-Duell bekam Derbycharakter.
Eine etwas strittige Szene kurz vor der Pause. Alexander Mauch fiel rechts im Strafraum, forderte wie der lautstarke EFC-Trainer Harry Rath einen „Elfer“. Den Strafstoß bekam er nach kurzem Zögern des Berliner Unparteiischen aber nicht, weil er zu ungeschickt vom Boden abgehoben hatte. Gute Szene von Aniol nach dem Seitenwechsel. Mit Flachpass in die Gasse bediente er Mbuku, doch der zirkelte den Ball knapp vorbei. Die Einwechslung von Denny Grünberg belebte die Offensive der Hüttenstädter. Zweimal musste der junge Schlussmann Rocco Zalenga zur Ecke klären (68./72.). Insgesamt litt die Torgefahr der Gastgeber erneut an Präzision. Zu viele weite Schläge kamen nicht an, Angriffe wurden meist überhastet abgeschlossen. Auf Dauer kann man eben nicht Gevatter Zufall bemühen, wenn sich der Spielpartner in der Abwehr keine groben Schnitzer leistet. Das tat die junge FCF-Viererkette einschlielich Zalenga (Durchschnittsalter 20 Jahre) nicht, ließ sich nicht zu Fehlern provozieren. Die (Vor-)Entscheidung leitete Marcel Georgi ein. Der offensive Mittelfeld-Techniker musste diesmal weitgehend blass bleiben, weil seine Kreise zeitig und energisch gleich von mehreren Stahl-Spielern gestört wurden. In jener 72. Minute aber entwischte er auf der rechten Seite den Attacken, bediente an der Torauslinie Aniol mit feinem Lupfer. Und der machte mit schnellem Kopfstoß sein zwölftes Saisontor. Diesmal hatte er nach Nasenbein-OP seine schwarze Plaste-Maske aufgrund von Trainings-Erfahrungen gegen eine weiße Mullbinde eingetauscht. Schlichte Begründung: Der alte Nasenschutz blendete unter Flutlicht, behinderte die Sicht.
Das letzte Aufbäumen mit viel Frust im Körper und in der Kehle brachte den Gastgebern nur „halbe“ Chancen für Robert Richter (80.) und Mauch (88.) ein – bis auf eine weitere strittige Szene in der Nachspielminute. Nach Wolbaum-Flanke von links gab’s Handelfmeter, Marcus Kerl verwandelte sicher. „Ich hatte aber die Hand an der Hosennaht“, beteuerte später „Sünder“ Erik Huwe. Sei’s drum. Nach dem achten sieglosen Vergleich in Folge muss der Aufsteiger EFC in der Tabelle nun noch mehr nach unten schielen. „Kämpferisch haben die Jungs alles gegeben“, analysierte Harry Rath (59), seit fast einem Vierteljahrhundert bei Stahl. „Das fehlende Selbstvertrauen im Abschluss müssen wir uns nun bei Stahl Brandenburg und dann zu Hause gegen Waltersdorf zurückholen.“

EFC: Dnuchowski – Richter, Liebe (40. Kerl), Hilgers, Szywala –Raddatz, Walter (59. Grünberg) – Kaiser, Mauch, Brülke – Wolbaum. Trainer: Rath.
1. FCF: Zalenga – Felix Matthäs, Hildebrandt, Richter, Huwe –Garling, Florian Matthäs – Fiebig (46. Grothe), Georgi, Mbuko (74. Bernwald) – Aniol (89. Begier). Trainer: i. V. Schröder.
Schiedsrichter: Weitzmann (Berlin)
Zuschauer: 224
Tore: 0:1 Aniol (34.), 0:2 Aniol (72.), 1:2 Kerl (Handstrafstoß/90+1).
Gelbe Karten: Walter, Kerl, Raddatz - Mbuku, K. Richter, Huwe


EIN DUELL AUF AUGENHÖHE

01.03.2015: 1. FC Frankfurt mit Kraftakt zum 10. Saisonsieg: 2:1 (1:1) gegen kampfstarke, dezimierte Seelower
In einem kampfbetonten und teilweise emotionsgeladenen Nachbarschaftsderby setzte sich der 1. FCF gegen Victoria Seelow knapp mit 2:1 (1:1) durch. Frankfurt festigte seinen 4. Rang in der Brandenburgliga, ist bis auf einen Punkt den Seelowern auf den Pelz gerückt. Während die Gastgeber den zehnten Saisonsieg bejubelten, musste Victoria nach dem Trainerwechsel die beeindruckende Serie von neun ungeschlagenen Vergleichen abreißen lassen. Wie schon zum Saisonstart haben die Oderstädter auch die Rückrunde mit zwei Siegen begonnen. Der jüngste Erfolg freilich war viel schwieriger zu bewerkstelligen als das 5:1 vor einem halben Jahr in der Kreisstadt – ein Kraftakt.
„Es war das erwartet enge Derby auf Augenhöhe“, urteilte denn auch Frieder Andrich. „Im Vergleich mit dem 2:0 gegen Oranienburg steigerten wir uns spielerisch etwas, machten uns das Leben durch den individuellen Fehler zum 1:1 aber selbst schwer“, zog der Trainer ein Fazit und musste anerkennen: „Die Lufthoheit gehörte den Gästen, wir verloren zu viele Kopfball-Duelle schon im Mittelfeld.“
Andrich und sein neues Gegenüber Robert Fröhlich kennen sich schon lange aus Müllroser Zeiten. Der Ex-FCV-er hatte hier als fünfjähriger Steppke unter Heinz Petrifke angefangen, spielte 13 Jahre im Nachwuchs, weilte zum Probetraining in Mönchengladbach, kickte für den FFC Viktoria, beim EFC Stahl und für Mallorca. Und nach dem Abpfiff am Sonnabend war der 35-Jährige gar nicht gut auf den Schiedsrichter zu sprechen. „Der hatte wohl seine gelben Karten vergessen“, entrüstete sich der gebürtige Frankfurter, der auch noch hier wohnt. Beim Platzverweis von Guben-Zugang Sebastian Lawrenz wegen eines Revanchefouls an Narciel Mbuku hätte er lieber den roten Karton für beide Hitzköpfe gesehen (70.) – wegen der Gerechtigkeit.
Aber der Reihe nach. Der 1. FCF zeigte sich schon von der Formation her angriffsorientiert, hatte mit Marcel Georgi als hängende Spitze hinter Artur Aniol und erstmals mit Mbuku von Anfang an im offensiven Mittelfeld gleich einige gute Szenen, in die sich auf der rechten Seite auch Außenverteidiger Felix Matthäs einschaltete. Nach Flanken ergaben sich so Möglichkeiten für Aniol (3.) und Georgi (7.).
Der „FCF-Fußballer des Jahres“ konnte dann auch seinen 12. Saisontreffer bejubeln – und was für einer! Rick Drews vertändelte auf holprigem Boden den Ball im Mittelfeld, Georgi schnappte sich die Kugel und schoss sie mit links aus 20 Metern Torentfernung in den Dreiangel. „Allein diese Aktion war das Eintrittsgeld von vier Euro wert“, schwärmte Andrich. Nebenbei bemerkt: Kapitän Drews gehörte fortan zu den Ankurblern der Gäste, bot eine starke Partie.
Nachdem Mbuku seine Chance etwas überhastet und unplatziert ausgelassen hatte, profitierte Seelow beim Ausgleich von einem groben Schnitzer in der zentralen Verteidigung. Kevin Richter drosch beim Abwehrversuch über den Ball. Der daneben startende Enrico Below hatte freie Bahn und vollendete kühl. Kurz vor der Pause versuchten sich Erik Huwe und Mbuku mit Torschüssen.
Ein im letzten Moment gestopptes Drews-Solo entlang der Strafraumgrenze läutete die zweite Hälfte und eine starke Victoria-Phase ein. Nach Flanke von Sebastian Janowski und Drews-Kopfball musste sich der junge Schlussmann Rocco Zalenga gewaltig strecken, um das Leder mit den Fingerspitzen noch an den Pfosten zu lenken (57.). Die Kreisstädter störten da zeitig die spielerischen Ansätze der Frankfurter, attackierten engagiert, körperbetont und mit Kopfballstärke. Das 2:1 durch Florian Matthäs mit Kopfball nach Georgi-Eckstoß und der bald folgende Platzverweis für Lawrenz ließen den Gast nicht resignieren – im Gegenteil. Das stachelte ihn in 20minütiger Unterzahl eher an zu wütenden Attacken um den Ausgleich. Den strammen Hinterhaltschuss von Simeon Apostolow lenkte Zalenga noch zur Ecke (71.). Stefan Thiemes Diagonalschuss ging daneben (88.). Die Frankfurter waren im eigenen Stadion zum Kontern gezwungen (Georgi/80., Begier/91.). Es blieb beim 2:1. Fröhlich, der auf Mielke (Urlaub), Schubert (verletzt) und Kruber (5. Gelb) verzichten musste, wollte freilich noch einen „Elfer“ reklamieren, als Zalenga in der Nachspielzeit Apostolow über die Torauslinie geschubst hatte. Den bekam der Neu-Coach, der mit Ex-Trainer Peter Flaig nach wie vor gut befreundet ist („Ein Superkerl“), aber nicht. „Ein Remis wäre gerecht gewesen“, urteilte ein gar nicht fröhlicher Fröhlich.
1. FCF: Zalenga – Felix Matthäs, Richter, Hildebrandt, Huwe – Garling, Florian Matthäs (87. Begier) – Mbuku, Georgi, Fiebig (76. Bernwald) – Aniol (62. Grothe). Trainer Andrich.
Seelow: Lopusiewicz – Nasser, D. Jankowski, Lawrenz, S. Apostolow – Klodawski (70. K. Apostolow), A. Alexandropoulos (80. Pflug), Drews, S. Jankowski (84. Thieme) – Below, Budzalek. Trainer: Fröhlich.

Schiedsrichter: Riemer (Eisenhüttenstadt)
Zuschauer: 270.
Tore: 1:0 Georgi (11.), 1:1 Below (36.), 2:1 Florian Matthäs (67.).
Rote Karte: Lawrenz (70./Tätlichkeit).
Beste Spieler: Georgi, Zalenga – Drews.


RUDI EINE ALTERNATIVE

12.02.2015: Im dritten und vorletzten Freiluft-Test hat sich Fußball-Brandenburgligist 1. FC Frankfurt am Dienstagabend auf dem heimischen Kunstrasen im Stadion der Freundschaft gegen den Landesligisten Blau-Weiß Briesen mühevoll mit 2:0 (1:0) durchgesetzt. Der Gastgeber hatte naturgemäß mehr vom Spiel, diktierte den Rhythmus. Aber die Gäste hielten bis zum Schluss respektlos dagegen und suchten bei Kontern den Torerfolg vor allem über den flinken Rechtsaußen Thomas Sabin und über Angreifer Manuel Hirt.
"Die machten richtig Ballett", freute sich Carsten Orlowski. "Wir zeigten gute, sogar sehr gute Ansätze, aber einige schnelle Gegenstöße hätten wir besser zum Abschluss bringen müssen", haderte der Briesener Co-Trainer. Und hatte da die Chance von Hirt im Blick. Briesens bester Schütze scheiterte früh am Frankfurter Torwart Rocco Zalenga, der mit Fußabwehr klären konnte (12.). Später verzog Sabin in aussichtsreicher Position (63.). Dazwischen deutete Spielertrainer Mathias Klein beim satten 22-Meter-Freistoß seine Schussqualität an (17.).
Klar, die Frankfurter verdienten sich den Sieg. Sie hatten aber neben den Torschützen Alexander Bernwald (14.) und Kapitän Fred Garling (Strafstoß/80.) nur noch wenige echte Treffer-Möglichkeiten durch Robin Grothe (31.), Marcel Georgi (48.) und Florian Matthäs per Kopfstoß nach Eckball (70.).
Das war dann doch etwas dünn. Ungenauigkeiten im Zuspiel stoppten die Offensiv-Mühen. Zu lange hielten die Frankfurter den Ball in der eigenen Viererkette, zu zögerlich wurde oft das Mittelfeld überbrückt. Der öffnende Pass kam zu selten. Die "Schneller, schneller"-Zurufe von außen stießen meist auf taube Ohren. "Das war unter dem Strich nur ein ordentliches Übungsspiel mit einem engagierten Partner", bilanzierte denn auch der Frankfurter Trainer Frieder Andrich. Er musste dieses Mal wieder auf Artur Aniol (verletzt), Dennis Hildebrandt (Studium) und Kevin Richter (Job) verzichten.
"Wir können es besser", weiß der Cheftrainer. Etwas Gutes hatte er dennoch entdeckt: "Die Abwehr stand diesmal besser, ließ nicht viel zu." Und dabei hatte Frieder Andrich wohl gegen die Landesklasse-Vertreter das 7:2 gegen Markendorf und das 3:4 gegen Müllrose im Hinterkopf.
Der Frankfurter Winterzugang Narciel Mbuku durfte als "Zuspätkommer" erst nach der Pause ran, hatte da aber bessere Szenen als die Anfangsspitze Tobias Fiebig. Wie die meisten Afrikaner ist "Rudi" noch zu verspielt, versucht es meist allein gegen zwei, drei Mann, anstatt die Kugel einfach zum freien Nebenmann abzulegen. Aber engagiert und kampfkräftig ist er, schnell, scheut keine langen Wege - eine echte Alternative für Sturmspitze Aniol oder für das offensive Mittelfeld.
Ach ja, man kennt sich in Frankfurt und Briesen. Da hilft man sich in der Testspiel-Not auch personell. Der FV Blau-Weiß ist im Landesliga-Abstiegskampf gerade auf der Torhüter-Position derzeit in argen Schwierigkeiten. Nach dem schier unverwüstlichen Reno Ballhorn (43 Jahre) und den verletzten Sirko Galisch hat es jetzt auch noch den Zugang aus Frankfurt erwischt: Steven Giese. Der 21-jährige Schlussmann hatte sich im Slubice-Test gegen den FC Union Frankfurt (3:0) einen Augenhöhlenbruch zugezogen, muss zwangspausieren. Klar, der 1. FCF half Dienstagabend aus, stellte den Briesen-Rückkehrer Philipp Reschke ins gegnerische Gäste-Tor. Auch der hatte einige "Schuld" daran, dass den Oderstädtern nicht mehr als zwei Treffer gelangen.
Für den letzten Test vor der Brandenburgliga-Rückrunde (21. Februar gegen Oranienburg) erwartet der 1. FCF am Sonnabend ab 13 Uhr Landesligist 1. FC Guben.
1. FC Frankfurt: Zalenga - Reich (Kieschnick), Florian Matthäs, Felix Matthäs (Steigmiller), Huwe - Begier (Pawlowicz), Garling - Georgi, Bernwald, Grothe (König) - Fiebig (Mbuku) - Trainer: Andrich.
Briesen: Reschke - Meissner, Genetzke, Weiß-Motz, Gottschalk (Roeck) - Sabin, Klein, Schier (Bauch), Tews (Anke) - Schübler (Jahnke), Hirt - Spielertrainer: Klein
Tore: 1:0 Bernwald (14.), 2:0 Garling (Foulelfmeter/80.)
Schiedsrichter: Hannes Hähnel (Frankfurt)
(Bericht: Hans Eberhardt; Bild: Michael Benk)


DEBÜTANT MBUKO IST SCHLICHT "RUDI"

02.02.2015: Nach drei Hallenturnier-Siegen hat Brandenburgligist 1. FC Frankfurt auch den ersten Test im Freien gewonnen. Gegen den konditionell nachlassenden Landesklasse-Vertreter Blau-Weiss Markendorf gab es am Ende einen auch in der Höhe verdienten 7:2 (1:0)-Erfolg.
Ein gutes Debüt kann man Winterpausen-Zugang Narciel Mbuku (24) bescheinigen. Bis vor einem Jahr spielte er in der Oberliga für TuS Erndtebrück (NRW). Technisch und taktisch hat der gebürtige Kongolese in Deutschland einiges gelernt, zeigte sich läuferisch wie spielerisch fit und besticht durch seine Schnelligkeit. Wegen seines zungenzerbrechenden Namens hat ihn die Mannschaft schlicht "Rudi" getauft. "Manchmal ist er noch etwas zu verspielt, aber er kann durchaus eine echte Alternative zu Artur Aniol sein", urteilte Trainer Frieder Andrich. Der polnische Stürmer fehlte diesmal wegen einer Nasenbein-OP, ebenso die Sportschüler Florian und Felix Matthäs, Robin Grothe sowie Fred Garling (alle im Winterurlaub). Linksbeiner Mbuku eröffnete auf Kunstrasen zeitig den Torreigen. Doch die knappe Führung konnte bis zur Pause nicht weiter ausgebaut werden, weil Markendorf ordentlich verteidigte und der Favorit einiges an Chancen liegen ließ (Jönson/5., Mbuku/29., Begier/32.). Und Blau-Weiss hatte und hat in Piotr Dmuchowski einen ausgezeichneten Schlussmann auf der Schlüsselposition. Der 29-jährige Torwart konnte sich mehrfach mit glänzenden Paraden und gutem Stellungsspiel auszeichnen. Der 1. FCF schoss ihn nicht nur warm am nasskalten Freitagabend unter Flutlicht, sondern sogar heiß. Phänomenal seine akrobatische Übung, als er beim Georgi-Schuss den Ball mit dem linken Fuß in der Luft abwehrte (31.). Auf der anderen Seite musste sich der junge Rocco Zalenga mangels Beschäftigung mit gymnastischen Übungen selbst warm halten. Markendorf konnte nur Nadelstiche in Form von Kontern setzen. Nach einem schnellen Gegenstoß über die rechte Seite traf Florian Krause nur den Außenpfosten (19.). Dieses erste Achtungszeichen blieb lange das einzige. Nach der nur fünfminütigen Halbzeit-Pause auf dem Kunstrasen mussten die Gäste dem permanenten Druck mit schnellen und variantenreichen Angriffsaktionen ihren Tribut zollen. Konzentration und Kraft schwanden zusehends.
Zwar konnte Torjäger Michael Lange noch einmal zum 1:2 verkürzen, aber nach einer Stunde brach es über die aufstiegsambitionierten Markendorfer herein. Da machte sich das Fehlen von routinierten Stammkräften wie Björn Keller (Hand-OP), Jan Mutschler oder Manuel Trebbin bemerkbar. Andrich zeigte sich hinterher mit der Ausbeute zufrieden. "Eine gute und auch faire Trainingseinheit." Und feixte beim Handschlag mit seinem Gegenüber Holger Segger: "Ihr macht vier Angriffe und zwei Tore - 50 Prozent Effektivität." Der Blau-Weiss-Coach seinerseits war unzufrieden, grummelte noch lange über die hohe Tordifferenz. "Wir haben konditionell abgebaut, müssen da zulegen. In den gewünschten Tests gegen spielerisch überlegene, höherklassige Teams wollen wir uns die Grundlagen schaffen."
1. FC Frankfurt: Zalenga - Reich, Hildebrandt, Steigmiller (Kieschnick), Huwe - Begier, König (Fiebig) - Georgi, Bernwald, Richter (Jönson) - Mbuku - Trainer: Andrich.
Markendorf: Dmuchowski - S. Segger - Pohlmann, Woite, Herbrich (Härtel) - Krause, Gülec, Olaf Neumann (Harnisch), Ossowski - Danowski, Lange - Trainer: H. Segger.
Tore: 1:0 Mbuku (8.), 2:0 Georgi (50.), 2:1 Lange (52.), 3:1 Georgi (65.), 4:1 Richter (69.), 5:1 Begier (70.), 6:1 Mbuku (73.), 7:1 Fiebig (85.), 7:2 Krause (87.)
Schiedsrichter: Patryk Mettke (Eisenhüttenstadt)


DRAMATISCHES FINALE GEGEN SEELOW

18.01.2015: 1. FC Frankfurt gewinnt die Premiere des Markendorfer Neujahrsturniers in der Brandenburghalle.
Bei seinem vierten Hallenstart in der Winterpause ist der 1. FCF zum dritten Mal Turniersieger geworden. Der Brandenburgliga-Fünfte setzte sich am Sonnabend im dramatischen Finale des 1. Markendorfer Neujahrsturniers gegen den besser platzierten Liga-Rivalen Victoria Seelow nach Verlängerung (4:4) im Siebenmeterschießen (2:1) durch.
Dabei hätten die Frankfurter eigentlich alles in den regulären zwölf Spielminuten klar machen können. Nach Treffern des aufgerückten Torwarts Rocco Zalenga, von Felix Matthäs und Kevin Richter führten sie 3:0, mussten dann aber in Unterzahl (Zeitstrafe für Narciel Mbuku) den Anschlusstreffer von Dawid Jankowski hinnehmen. Als Neuzugang Mbuku auf 4:1 erhöhte, schienen die Messen in der Brandenburghalle gesungen. Aber denkste! Philipp Pflug und Sebastian Lawrenz brachten Seelow auf 3:4 heran. Und in Unterzahl (Zeitstrafe für Lawrenz) schafften die Kreisstädter durch den Ex-Frankfurter Enrico Below Sekunden vor der Sirene sogar noch den Ausgleich.

Nach der torlosen Verlängerung musste die Entscheidung „vom Punkt“ aus her. Und da trafen Richter und Felix Matthäs für den 1. FCF, nur Below für Victoria. Die Siebenmeterschüsse von Lawrenz und Jankowski parierte der gerade 18 Jahre jung gewordene Zalenga großartig. Lohn für die Hallenfüchse: der Volvo-Schweden-Cup und 300 Euro Siegprämie.

Das spielerisch beste Team setzte sich also verdientermaßen erneut durch. Dem 3:1 im Gruppenspiel gegen Landesligist Briesen ließ der Favorit ein 5:0 gegen die Junioren-Truppe von Slubice folgen. Dabei erzielte Tobias Fiebig allein drei Treffer: zwei aus dem Hinterhalt und ein „Schlitzohr-Tor“ als direkt verwandelter Eckstoß. Im Halbfinale fertigte der 1. FCF den Veranstalter Blau-Weiss Markendorf mit 5:2 ab. Aber Verlängerung und 7-m-Entscheid im Finale waren völlig unnötig - wie auch einige Nickligkeiten zwischen den Akteuren. „Da fehlt es der jungen Truppe noch an Souveränität“, sah sich Chefcoach Frieder Andrich in der kritischen Analyse der Liga-Hinrunde bestätigt. Er hatte am Dienstag zum Trainingsstart gerufen. Am Sonnabendvormittag wurde auch geübt. Seine „Hallenfüchse“ kamen als Dreimal-Turniersieger also nicht aus dem Kalten auf’s Hallenparkett – im Gegensatz zum Landesklasse-Vertreter Markendorf.

„Wir sind noch in der Winterpause und hier zum Turnier das erste Mal als Mannschaft zusammen“, urteilte Holger Segger. Der Trainer zeigte sich insgesamt zufrieden, kam man doch ungeschlagen ins Halbfinale. „Gegen den hohen Favoriten 1. FCF hatten wir anfangs zuviel Respekt, schlugen uns aber achtbar.“ Wieder herausragend und als „Nummer 1“ von den sechs Mannschaften gewählt: Schlussmann Piotr Dmuchowski. Gegen Seelow erzielte er von der Mittellinie beide Treffer zum 2:2 gegen Seelow.

Segger kann schon jetzt zwei „Neue“ präsentieren: Rückkehrer Jerome Kindler und den echten Zugang Lucas Herrmann (Victoria Seelow). Im schweren Vorbereitungsprogramm gegen Brandenburgligisten will Blau-Weiss gefordert werden mit Blick auf den avisierten Aufstieg in die Landesliga.

Zufrieden mit der Premiere des Neujahrsturniers zeigte sich auch Peter Thiele. „Ansonsten hielten wir uns aus solchen Wettbewerben meist raus“, so der Blau-Weiss-Vorsitzende. „Aber bei unserem eigenen Turnier müssen wir natürlich vertreten sein. Die Wettbewerbe der C-Junioren, der zweiten Männer-Vertretungen und das regionale Hauptturnier an einem Tag vor 350 Zuschauern hatten Niveau, waren attraktiv. Unsere unterklassigen Männer waren keine Statisten.“
Gruppe A: Victoria Seelow – Dynamo Eisenhüttenstadt 2:1, - Blau-Weiss Markendorf 2:2, Markendorf – Eisenhüttenstadt 1:1.
Gruppe B: 1. FC Frankfurt – Blau-Weiß Briesen 3:1, - SK Polonia Slubice 5:0, Briesen – Slubice 6:0.

1. Halbfinale: Seelow – Briesen 3:2, 2. Halbfinale: 1. FCF – Markendorf 5:2. Um 5. Platz: Eisenhüttenstadt – Slubice 4:3. Um 3. Platz: Briesen – Markendorf 3:0.

Finale: 1. FCF – Seelow 4:4 n. V., Siebenmeterschießen 2:1.

Bester Torwart: Piotr Dmuchowski (Markendorf). Bester Schütze: Mathias Klein (Briesen/5 Tore).
1. FCF: Rocco Zalenga – Felix und Florian Matthäs, Kevin Richter, Tobias Fiebig, Marcel Georgi, Vadim Avetikian, Narciel Mbuku.
Markendorf: Piotr Dmuchowski – Jan Mutschler, Selcuk Gülec, Denny Danowski, Thomas Woite, Florian Krause, Maciej Ossowski, Jerome Kindler, Björn Keller.
Schiedsrichter: Hannes Hähnel, Oliver Dzewior (beide Frankfurt)
(Bericht: HANS EBERHARDT)


HOFFNUNG AUF EINEN SPITZENPLATZ

31.12.2014: Der 1. FC Frankfurt als Nachfolger des FFC Viktoria ist auf einem guten Weg, den jahrelangen Ruf als "graue Mittelfeld-Maus" loszuwerden. Als Tabellenfünfter steuert er bei Halbzeit der Saison die beste Platzierung in Brandenburgs höchster Fußball-Spielklasse seit fast einem Jahrzehnt an.
Im Gegensatz zu vergangenen Serien kam der Frankfurter Fußball-Brandenburgligist diesmal wesentlich besser aus den Startlöchern. Dem glatten 5:0 in Oranienburg ließen die Oderstädter ein ebenso bemerkenswertes 5:1 in Seelow folgen - Spitzenplatz.
Frieder Andrich nennt den Grund: "Wir hatten angesichts unguter Erfahrungen diesmal die Vorbereitung anders gestaltet. Statt Grundlagen und Ausdauer zu bolzen, setzten wir auf Schnelligkeit, Spritzigkeit." Das klappte in der Anfangsphase auch hervorragend, nur hinten raus ging dem 1. FCF etwas die Luft aus. "Da hatten wir nichts mehr zum Zusetzen", so der Cheftrainer. Drei sieglose Partien zum Halbserien-Ende waren die Quittung: in Eberswalde 1:1, gegen Falkensee 0:1 und eine für Frankfurter Verhältnisse ungewohnte Nullnummer daheim gegen Miersdorf.
Nach dem gelungenen Auftakt kam dann jedoch die Ernüchterung mit dem denkwürdigen 4:7 nach 3:2-Führung gegen den EFC Stahl vor 950 Besuchern zur Eröffnung des neuen Tribünen-Sozialtraktes im Weingärtner-Sportpark. Trotz solcher Rückschläge - eingeschlossen das ärgerliche, ja enttäuschende 0:2 in Teltow - behaupteten sich die Oderstädter in der Tabelle nie schlechter als auf dem 5. Rang. "Wir sind nicht unzufrieden", so Andrichs Fazit.
Stabilität über 15 Runden konnte nicht garantiert werden. Das hatte eine Ursache in dem noch nicht ausgeglichenem Kader. "Wenn wir die gewünschte Formation nicht beisammen hatten, bekamen wir unsere Probleme", urteilt der Coach. "Nachrücker konnten und können den Stamm nicht gleichwertig ersetzen." Der zweite Anzug passt also nicht - noch nicht.
In der Defensivarbeit hat der Club die größten Reserven, angefangen bei den Torhütern. Tony Schnürer und Philipp Reschke konnten keine durchgängig guten Leistungen zeigen. Da wurde einiges probiert, viel rochiert. "Auf dieser Schlüsselposition haben wir keinen Stefan Demuth", beklagen Andrich (66) und sein Co-Trainer Mirko Schröder (42). Und meinen damit den Schlussmann, der Falkensee so manchen Sieg rettete und Punkte garantierte - auch das 1:0 an der Oder. Einen Torwart-Trainer kann sich der 1. FCF nicht leisten.
Der kopfballstarke Verteidiger Erik Huwe (21) war lange verletzt. Und Dennis Hildebrandt (22), der Aufsteiger der vorigen Saison, kann als Student nur am abschließenden Freitag-Training teilnehmen. "Das macht sich bemerkbar", urteilt der Fußball-Lehrer und verlangt: "Nicht nur in der engeren Abwehr, in der gesamten Defensive müssen wir zulegen, disziplinierter, stabiler werden."
Eine andere Erkenntnis und ein Ansatzpunkt: "Vorn machen wir zu wenige Kopfball-Tore, hinten fressen wir zu viele per Kopf." Eine weitere Forderung: "Wir müssen noch viel lernen. Wenn wir in Rückstand geraten, ist keiner da, der voranmarschiert und auch lautstark noch den Sieg der Mannschaft will."
Prunkstück ist nach wie vor die Offensivabteilung mit dem antrittsschnellen Artur Aniol und Techniker Marcel Georgi. Beide haben jetzt schon mit zehn bzw. elf Toren ihre gesamte Trefferzahl der vorigen Saison erreicht.
Unbestritten lobenswert ist die gute technische und taktische Ausbildung der jungen Leute an der Sportschule. Davon profitiert der Club seit Jahrzehnten. Bisher allerdings meist ohne Langzeitwirkung bei den Männern. Zu viele (Unzufriedene) wandern noch ab in die Region. "Wünschenswert wäre, dass die Besten, die es durch die gute Ausbildung leichter als andere haben, sich wenigstens zwei, drei Jahre in der Brandenburgliga entwickeln und behaupten", so Andrich. Wohl wissend, dass dies vor Studium und Berufsausbildung kein Wunschkonzert ist. Froh ist er deshalb über die Ankündigung der talentierten 19-jährigen Matthäs-Zwillinge, wahrscheinlich erst nach der Saison 2015/16 mit dem Studium zu beginnen.
Nicht zufrieden ist der Cheftrainer mit der Zuschauerresonanz. Die hat sich zwar verbessert, aber: "Wir spielen attraktiven, offensiven Fußball, gehören technisch mit zu den besten Teams. In dieser Beziehung haben wir viel investiert. Deshalb ist bei uns immer was los, wir rühren nicht Beton für ein 0:0 an - egal auf welchem Platz. Das wird jedoch noch nicht entsprechend honoriert."
Die 2. Halbserie nach der Winterpause mit der spannenden Vereinswechsel-Frist 31. Januar beginnt am 21. Februar mit dem "gedrehten" Heimauftritt gegen Oranienburg und endet am 13. Juni zu Hause gegen Miersdorf. Die Frankfurter - eventuell mit zwei neuen "Probespielern" - haben in neun Vergleichen vor heimischer Kulisse (nur sechs auswärts) genügend Möglichkeiten, die bisher magere Heimbilanz wesentlich zu verbessern.
Ob das Gastgeber-Recht aber ein Vorteil ist? Im Stadion der Freundschaft tat sich der 1. FCF meist schwer gegen defensiv orientierte Teams. Da muss man das Spiel gestalten, Ideen entwickeln. Das fällt nicht nur den Oderstädtern schwerer, als auswärts auf erfolgreiche Konter über die schnellen Aniol und Georgi zu setzen. Man darf also gespannt sein.
Statistik:
Heim: 3-0-3/9 Punkte/15:15 Tore - Auswärts: 5-2-2/17 Punkte/20:11 Tore.
Höchster Sieg: 5:0 in Oranienburg (1. Sp.) - Höchste Niederlage: 0:4 gegen Neuruppin (10. Runde) - Beste Serie: 3 Siege (6. - 8. Rd.), ohne Sieg: 13. - 15. SPT (0-2-1).
24 eingesetzte Spieler/Tore: Felix Matthäs 15/1, Aniol 15/10, Begier 15/4, Georgi 14/11, Hildebrandt 14/2, Garling 13/1, Grothe 13/1, Fiebig 13/1, Richter 12/1, Bernwald 11, Florian Matthäs 10, Reich 10, Pawlowicz 10, Schnürer 8, Haussler 7, Reschke 6, Kieschnick 6, Jäkel 5, Steigmiller 3, Jönson 2, Kreutzer 1, Zalenga 1, Huwe 1, König 1
Zuschauerbilanz: In sechs Heimspielen im Schnitt 283 Besucher - 2. Platz hinter Sachsenhausen (366) und vor Seelow (271) - Fair-Play: 29 Gelbe Karten, dreimal Gelb-Rot (6. Platz)
Die Torjäger der BB-Liga: Andor Müller (Sachsenhausen) 14, Marcel Weckwerth (Neuruppin) 13, Marcel Georgi (1. FC Frankfurt) 11, Robert Budzalek (Seelow) 11, Soheil Gouhari (Falkensee) 11, Artur Aniol (1. FC Frankfurt) 10
(Bericht: www.moz.de)


1. FCF gewinnt 25. Benefiz-Turnier

Mit dem verdienten Erfolg der gastgebenden Männer vom 1. FCF endete das 25. Benefiz-Turnier in der Sabinushalle. Der Frankfurter Brandenburgligist blieb ungeschlagen und bezwang im Finale den FSV Union Fürstenwalde mit 4:1. Dritter im Achterfeld wurde das Old-Star-Team vor Union Booßen. Der Turniersieger zelebrierte den technisch anspruchvollsten Hallenfußball und stellte mit dem 19-jährigen Florian Matthäs den besten Spieler und zugleich den besten Torschützen. Mit seinem Zwillingsbruder Felix bereitete er die meisten der 16 Treffer vor und vollendete selbst sechsmal. „Die beiden verstehen sich eben blind“, lobte denn auch Mirko Schröder. Der Co-Trainer vertrat den im Urlaub weilenden Chefcoach Frieder Andrich und hatte an dem Auftreten seiner jungen „Hallenfüchse“ kaum etwas auszusetzen. „Pflicht erfüllt“, meinte er denn nur.
Nach den Gruppen-Stationen SV Waßmannsdorf (6:0) und Blau-Weiss Marlendorf (3:1) musste man sich beim taktisch geprägten Schlussvergleich mit einem torlosen Unentschieden gegen die Old-Stars begnügen. Das reichte den beiden für die Spitzenpositionen. Im Halbfinale wurde Union Booßen 3:1 bezwungen.
In der anderen Staffel gab es die gleiche Konstellation. Union Fürstenwalde gab gegen Briesen (4:0), Booßen (2:1) und den 1. FCF II (1:1) nur einen Punkt ab. Im Halbfinale hatte die gemischte Mannschaft aus Oberliga und Ostbrandenburgliga nach dem 1:1 gegen die Old-Stars das Neun-Meter-Glück auf seiner Seite (3:1).
Die Spreestädter hatten zwischenzeitlich ein Handicap zu verkraften. Beim Unentschieden gegen Frankfurts „Zweite“ verletzte sich Schlussmann Kevin Schulz am Oberschenkel. Glücklicherweise war ein zuschauender Torwart dabei und bereit, einzuspringen: Johannes Follert vom EFC. Und der Große machte seine Sache auf dem Parkett nicht schlecht. Überhaupt: Die Torhüter, vor allem die mitspielenden wie Tony Schnürer und Philipp Reschke, forderten vor 410 Zuschauern mehrmals den Applaus auf offener Szene heraus.
Die Old-Stars hatten den Namen eigentlich nicht verdient. Bis auf den 38-jährigen Lars Philipp, der nach 262 Einsätzen für den FFC Viktoria nun für die SG Bornim in der Potsdamer Landesklasse kickt, und Björn Keller (37/297 Einsätze) war die von „Halbzeit“-Chef Mathias „Matze“ Duden zusammengestellte Truppe wesentlich jünger. Jung-Star-Team oder Ex-Frankfurter Stadtauswahl mit Leipziger und Seelower Gegenwart wäre treffender angesichts solcher Namen wie Schnürer, Hanne, Bitzka, Beckmann, Nasser, Alexandropoulos, Geisler und Drews. So gesehen gab es nach Weihnachten und vor dem Jahreswechsel ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Mit Florian Bitzka beispielsweise. Der 26-jährige Innenverteidiger war vor sechs Jahren wegen des Jobs zum Oberligisten Luckenwalde gewechselt. Jetzt spielt er eine Klasse tiefer beim 1. FCF-Kontrahenten Teltow. „Ich bin Pfleger im Potsdamer Krankenhaus. Wegen des Drei-Schicht-Systems konnte ich zuletzt wenig trainieren unde musste mir mein rechtes Knie das fünfte Mal operieren lassen. Da muss man mal kürzer treten - sagt auch mein Vater.“ Weihnachten war er zu Hause in Güldendorf.
Übrigens: In Luckenwalde hat Florian Bitzka die Kapitänsbinde an Marcel Hadel weitergereicht. Auch ein ehemaliger FCF-Akteur, mit dem sich Florian Bitzka immer noch die Zimmer in der Potsdamer Wohngemeinschaft teilt.

Etwas geteilt für gute Zwecke wird auch der Spendenerlös der 25. Benefiz-Auflage. 600 Euro gehen an die Frankfurter Jugendfeuerwehr, 150 Euro erhält die Klasse 4 b der Lenneschule.

Männer-Platzierung: 1. 1. FCF, 2. Union Fürstenwalde, 3. Old-Stars, 4. Union Booßen, 5. Markendorf, 6. Briesen, 7. SV Waßmannsdorf, 8. 1. FCF II.
Das Siegerteam 1. FCF: Philipp Reschke – Felix und Florian Matthäs, Tobias Fiebig, Erik Huwe, Norbert Pawlowicz, Vadim Aretikian.
Bester Spieler und bester Torschütze: Florian Matthäs (1. FCF/6 Treffer).
Bester Torwart: Tony Schnürer (Old-Stars).
Union Fürstenwalde: Kevin Schulz, Johannes Follert – Robert Weinert, Michael Braune, Philipp Sellmann, Stafan Vrazilov, Christoph Hanke, Christian Mlynarczyk.
Old-Stars: Tony Schnürer – Björn Keller, Christian Hanne, Nabil Nasser, Lars Philipp, Anastasios Alexandropoulos, Erik Beckmann, Pierre Geisler, Florian Bitzka, Rick Drews.
(Bericht: HANS EBERHARD)


MIT UNENTSCHIEDEN IN DIE WINTERPAUSE

22.12.2014: SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen – 1. FC Frankfurt 0 : 0
Das torlose Remis zwischen dem Zwölften und dem Fünften war genau so trübe wie das Wetter und riss keinen der wenigen Zuschauer von den kalten Sitzen.
In einem an Höhepunkten armen Partie schlugen die Frankfurter die technisch feinere Klinge. Sie setzten mit einem Freistoß von Georgi, der nur knapp über den Querbalken strich, auch das erste Achtungszeichen (10.). Die Antwort der kämpferisch überzeugenden Gastgeber folgte durch einen abgeschlossenen schnellen Angriff über Grothe und Wolter, den Reischert nur knapp neben das Tor setzte, bald (13.). Das war es dann aber auch schon fast in den ersten 45 Minuten. Das Geschehen spielte sich nur zwischen den Strafräumen ab, die Fehlpassquote nahm zu je näher das jeweilige Team Richtung gegnerisches Gehäuse kam. So entsprang die größte und einzige Frankfurter Chance auch dem Zufall als sich zwei Verteidiger nicht einig waren. Frankfurts Spitze Aniol vermochte es aber nicht die Kugel aus gut drei Metern über die Linie zu bugsieren (37.).
Etwas besser wurde es Sicht der Gastgeber in der zweiten Halbzeit. Keine fünf Minuten waren gespielt als Wolter alleine aufs Tor zustürmte. Er zögerte jedoch den einen Moment zu lange so dass Reschke im Tor noch per Fußabwehr klären konnte. Diese Chance zeigte aber auf wie die Gästeabwehr zu knacken sein könnte: Mit langen Bällen auf die Spitzen Grothe und Wolter sowie den nachrückenden Reischert. Letztgenannter hätte zum Matchwinner werden können. Allein aufs Tor zustrebend brachte die Kugel zwar am Keeper vorbei, doch der linke Pfosten verhinderte den Einschlag (68.). Pech hatte zudem Wolter, der ebenso alleine den Ball über den herausstürzenden Torhüter aber auch über das Tor bugsierte (73.). So reichte es aber zumindest zum ersten Punktgewinn in der Geschichte gegen die Frankfurter.
„Manchmal muss auch mit einem Punkt zufrieden sein!“ befand Frankfurts Trainer Andrich nach dem Spiel. „In der zweiten Halbzeit hätten wir auch verlieren können.“

MIERSDORF: Lindner – Tauchmann (85. Hass), Pälchen, Klatt, Speiler – Alisch, Schmidt, Wolpert, Reischert – Wolter, N. Grothe (70. Röhle)
FRANKFURT: Reschke – Florian Matthäs, Hildebrandt, Richter, Felix Matthäs – Georgi, Begier (65. Kieschnick), Garling, Fiebig (77. Bernwald) – R. Grothe - Aniol
SCHIEDSRICHTER: Stefan Richter (Lübbenau)
ZUSCHAUER: 115
GELBE KARTEN: Speiler, Tauchmann, Klatt – Hildebnrandt (alle F)
BESTE SPIELER: Reischert, Wolter – Florian Matthäs, Garling


MIT FORTUNA NICHT IM BUNDE

14.12.2014: 1. FCF unterliegt Falkensee 0:1 (0:1)
Trotz Dauerdrucks und vieler Tormöglichkeiten in der 2. Halbzeit konnte der 1. FCF den 0:1-Rückstand gegen Falkensee-Finkenkrug nicht mehr wettmachen. Mit der 5. Saison-Niederlage rutschten die Frankfurter in der Brandenburgliga hinter dem punktgleichen Kontrahenten auf den 5. Rang ab. Obwohl der Stachel der dritten Heimpleite noch tief saß, gratulierte Trainer Frieder Andrich (66) anständig seinem Gegenüber Frank Rohde (54) mit einem Plastebecher Tee. Beide, der ehemalige FCV-Mittelfeldstratege und der Ex-Profi vom HSV und von Hertha BSC, hatten sich noch einiges zu erzählen.
Andrichs Analyse: „Wir haben die erste halbe Stunde gut gespielt, haben dann nachgelassen. Uns fiel auch nicht viel Gescheites ein, um die gut stehende Verteidigung auszumanövrieren. In unserer druckvollen zweiten Hälfte lieferten die Gäste eine grandiose Abwehrschlacht.“
Rohde gab artig, aber aufrichtig ein Kompliment zurück: „Der FCF war die spielerisch beste Mannschaft, mit der wir es in dieser Saison zu tun hatten.“ Und lobte dann sein neu zusammengewürfeltes Team – zu Recht: „Wir mussten heute ein halbes Dutzend an Stammkräften ersetzen. Wie die Jungs sich da reingekniet haben – alle Achtung! Unser Torhüter hielt wieder einmal sensationell, rettete uns den Sieg.“
Für die Zuschauer war es anfangs ein intensiver und bewegter, ein abwechslungsreicher Vergleich zweier offensiv ausgerichteter Teams mit den etwas besseren Chancen auf dem Kunstrasen für die Gastgeber. Marcel Georgi scheiterte gleich zweimal am Schlussmann (7./11.). Die Distanzschüsse und ein guter Freistoß von Robin Grothe (15./20./27.) verfehlten nur knapp das Ziel. Dem hatten die Gäste nur einen leicht abgefälschten Versuch von Soheil Gouhari entgegen zu setzen (19.). Und einen durchaus berechtigten „Elfer“, nachdem Felix Matthäs im Strafraum den wendigen, technisch beschlagenen Gouhari von den Beinen geholt hatte. Der Gefoulte trat selbst an den Exekutionspunkt, drosch die Kugel aber weit über das Gehäuse (21.) – Glück für die Oderstädter. Den Treffer holte Falkensee jedoch wenig später nach, als sich Sascha Lorke links gegen zwei Verteidiger durchsetzte und auch Tony Schnürer im Herauslaufen keine Abwehrmöglichkeit ließ. Der Torwart bewahrte seine Mannschaft vor der Pause mit toller Parade gegen den konterstarken Gerischer Valentim vor einem größeren Rückstand. Nach dem Seitenwechsel verstärkte der 1. FCF seinen Druck, spielte und kämpfte um den Ausgleich. Doch bei Georgis Möglichkeiten (48./51.52.), beim Freistoß von Przemyslaw Begier (55.), bei drei Kopfbällen von Florian Matthäs, der sich immer mehr in die Offensive einschaltete, hatten die Oderstädter entweder kein Glück oder scheiterten wie Artur Aniol (68.) an einem überragenden Stefan Demuth. Der 30-jährige Schlussmann, einst im Nachwuchs und der „Zweiten“ von Borussia Dortmund zur stattlichen 1.93-Meter-Größe herangewachsen, ist u. a. nach fast 100 Oberliga-Einsätzen (Havelse, Bonner SC) seit vier Jahren wieder eine echte Hausnummer in Falkensee. Der Flugmanager bei einem Berliner Luftverkehrs-Unternehmen kann bei Abwehrparaden nicht nur gut fliegen, sondern besticht durch abgeklärte Ruhe, Übersicht und gutes Stellungsspiel Die FF-Defensive mit dem starken Demuth-Rückhalt wankte bei den vielen Befreiungsschlägen, aber sie fiel nicht. Einer der wenigen Entlastungs-Konter hätte beinahe noch das 2:0 für die Rohde-Schützlinge gebracht, doch Patrick Lenz verzog (70.).
Andrichs Fazit: „Glück und Pech gleichen sich in einer Saison irgendwie immer aus. Heute hatten wir das Glück nicht gepachtet.“ Vielleicht wieder zum Halbserien-Schluss kommenden Sonnabend in Miersdorf?

1. FCF: Schnürer – Kieschnick, Hildebrandt, Richter, Felix Matthäs – Garling, Florian Matthäs – Georgi, Begier (72. Fiebig), Grothe – Aniol. Trainer: Andrich.
Falkensee: Demuth – Krug, Vogler, Kracht, Wegmeier – Lenz, Däbel (83. Kostian), Yilmaz, Gouhari, Lorke – Valentim (90. Pavkovic). Trainer: Rohde.
Schiedsrichter: Bauer (Joachimsthal)
Zuschauer: 81
(Bericht: HANS EBERHARD)


PLATZ ZWEI IST NUR EINE MOMENTAUFNAHME

24.10.2014: Der gegenwärtige 1. FC Frankfurt mit einem technisch starken und torhungrigen Marcel Georgi weckt ein wenig Neid und Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen. Und der 2. Rang in der Brandenburgliga-Tabelle lässt einige der Fans schon mal wieder vom Oberliga-Aufstieg träumen. Genährt wird der Wunsch nach höheren Fußball-Regionen durch gute bis sehr gute Leistungen vor allem auswärts - und durch mutiges Offensivspiel. Das alles ist am Sonnabend in der Heimpartie gegen den Werderaner FC (Anstoß 14 Uhr) neu zu beweisen, inklusive einer hoffentlich stabiler gewordenen Defensivabteilung. Die Oberliga wird allerdings ein Traum bleiben - vorerst. Das macht der Fußballclub, der zu Saisonanfang schlichtweg "oben mitspielen" als Ziel nannte und immer noch nennt, auf neue Nachfrage deutlich. Schließlich sei die gegenwärtige Tabelle nach nur einem Viertel der Saison lediglich eine Momentaufnahme. Und nach den Havelstädtern aus Werder kommen die "Brocken" Sachsenhausen (A/derzeit Fünfter) und Spitzenreiter Neuruppin (H). "An der Spitze bleibt es eng, kann man mit einer Niederlage schon mal fünf Plätze verlieren", skizziert Manager Heiner Krafzik die Lage.
Sportlich gesehen könnten die Frankfurter mit einigen Verstärkungen sicher in der Oberliga bestehen, doch wirtschaftlich ist das nach der Insolvenz des Hauptsponsors getgoods im November 2013 mit breiter finanzieller Auswirkung derzeit nicht zu stemmen.
"Die Rahmenbedingungen dafür stimmen nicht", urteilt auch Frieder Andrich. "Da müsste viel geändert, investiert werden", ahnt der Cheftrainer.
Wie Krafzik bestätigte, wird der Platz am Mittelweg zum Jahresende abgegeben. Da trainieren gegenwärtig noch die zweite Herren-Mannschaft und die Frauen. "Stück für Stück" ziehen jetzt beide Teams in den neuen Sozialtrakt im Stadion um. "Da werden jetzt alle etwas enger zusammen rücken müssen", fordert der Sportliche Leiter. Das habe jedoch nichts mit finanzieller Notlage zu tun, sondern: "Gewiss ist das auch eine Kostenfrage von mehreren tausend Euro im Jahr, aber wir wollen in erster Linie Kräfte und Mittel zweckmäßig bündeln." Einsparpotenziale müsse man vernünftigerweise nutzen.
Hinsichtlich der Trainingszeiten im großen Stadion, auf dem Flutlicht-Kunstrasen oder auf dem beleuchteten Hartplatz am Buschmühlenweg hat Vorstandsmitglied Maik Winkel die Planung und Organisation übernommen, koordiniert die Übungs- und Spielzeiten.
(Bericht: www.moz.de; Foto: Michael Benk)


AUSGEKONTERT IM EIGENEN STADION

14.12.2014: 1.FC Frankfurt II : FC Concordia Buckow/Waldsieversdorf 2:3 (1:1)
In einem Spiel auf Augenhöhe verliert der FCF II auf Grund mangelndernder Chancenverwertung und einer schläfrigen Einstellung bei Kontern des Gastes sein letztes Heimspiel in der Hinrunde mit 2:3. Beide Teams begannen mit hohem Tempo wobei der FC Frankfurt schon gleich zu Anfang zwei Möglichkeiten hatte Tore zu erzielen. (9. Sauer, 12. Jurchen) Immer wieder wurden schnelle Angriffe vorgetragen ohne das etwas Zählbares heraus kam. Dann endlich, nach 21 Minuten konnte Joe Jurchen eine flache Eingabe mit einem schönen Hacketor veredeln. Nur zwei Minuten später kämpfte sich Nils Dochow im Strafraum gleich an drei Gegenspielern durch. Seine Eingabe konnte Christian Schneider leider nicht verwerten. Den ersten kollektiven Tiefschlaf der Frankfurter nutzte dann Buckow sofort in Form eines Konters (26.) durch M.Pilz aus und schon stand es 1:1. Zumindest war die FCF Mannschaft nicht sehr beeindruckt vom Ausgleich und erspielte sich bis zur Pause weitere Möglichkeiten (Jurchen, Sauer) die aber auch nicht zum Torerfolg führten da ein Buckower Feldspieler seine Mannschaft vor einem erneuten Rückstand bewahrte nach dem sein Torwart schon geschlagen war.
Beginnend mit der zweiten Halbzeit gab es vorerst keine nennenswerten Vorteile für irgendein Team. Viele Fehlpässe beiderseits prägten die ersten 15 Minuten. Die Frankfurter immer bemüht das Spiel schnell zu machen, die Buckower immer auf Konter lauernd. Und genau so einen Konter nutzte der Gast dann wieder, als die Abwehr des FCF II zu weit aufgerückt war und spielte schnell und gekonnt über vier Stationen einen sauberen Ball und M.Pilz stand wieder an der richtigen Stelle und netzte zum 1:2 ein.(61.) Trainer V.Seiring musste sich zum zweiten Mal die Haare raufen. Ziemlich verunsichert gaben die Frankfurter zwar nicht auf aber die Fehlabspiele häuften sich. Weiter wurde versucht mutig nach vorn zu spielen aber die Buckower waren hellwach und hatten auch noch das Auge wo ihre Stürmer stehen. So wie in der 70. Minute als man den Ball nicht einfach nur aus den eigenen Strafraum raus drosch, sondern seinen eigenen Sturm bediente, der wieder die jetzt weit aufgerückten Frankfurter überraschte und M.Pilz seinen dritten Treffer an diesem Tage markieren konnte. Der FCF versuchte jetzt alles, natürlich spielte man jetzt noch offener. Zwei Mal hatte Joe Jurchen in der 74. Die Chance auf den Anschlusstreffer, aber der Gegner stand immer im Wege. So konnte der FC Frankfurt an diesem Tage leider nur noch einen Freistoß in der 89. Minute durch Joe Jurchen zum 2:3 Anschlusstreffer nutzen. Mehr war nicht drin. Durch diese möglicherweise vermeidbare Niederlage rutsch der FCF II vorerst auf Platz fünf der Liga ab. Diesen Platz wird das Team von V.Seiring und A.Lingk auf alle Fälle mit in die Winterpause nehmen. Jetzt gilt es am kommenden Wochenende bei der starken Reserve des FC Strausberg zu bestehen. Vielleicht ist ja sogar noch eine Verbesserung des fünften Tabellenplatzes möglich. (Bericht: F.S.)
Der FCF II spielte mit: M.Kreutzer,J.Jurchen,F.Henschel,F.F.Dahlmann,J.P.Sauer,C.Schneider,J.Steigmiller,N.J. Pawlowicz,E.Huwe,S.Jönson,N.Dochow. Einwechselungen: M.Fröhlich,K.Suhr,M.Bochow. Kader:A.Kolax
Zuschauer: 42


UNENTSCHIEDEN IM FRANKFURTER DERBY

09.12.2014: FC Union Frankfurt - 1. FC Frankfurt II 1:1 (1:0)
Beide Mannschaften gingen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in dieses Spiel. Während die Unioner zum wiederholten Male personell arg gebeutelt auf Unterstützung der Ü-35-Spieler Gunnar Schulz und David Heidel angewiesen waren, konnte der 1. FC Frankfurt II aus dem Vollen schöpfen und die angeschlagenen Michel Merten und Miro Dorenburg schonen. Auf dem witterungsbedingt schwer zu bespielenden Boden entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, das aber nie unfair wurde. Die Gäste waren spielerisch überlegen. In der 18. Minute dann die Führung für die Unioner, als Florian Schmidt den Ball nach einer Eingabe von der linken Seite über die Linie drückte. Die Gäste spielten daraufhin druckvoller und besaßen in der 30. Minute die Riesenchance zum Ausgleich. Sie vergaben aus zwei Metern. Fünf Minuten vor der Halbzeit-Pause Elfmeter für den 1. FCF II. Union-Torwart Dennis Gesche parierte. Im zweiten Abschnitt bemühte sich die Reserve-Elf um den Ausgleich, Union suchte aus einer massierten Abwehr per Konter den Erfolg. Viel Glück für Union zwischen der 70. und der 90. Minute, als die Gäste fahrlässig mit ihren Chancen umgingen oder die Latte im Weg stand. Die Nachspielzeit hatte es in sich. Erst hätte sich der Unioner Florian Gahr, im gegnerischen Strafraum vom Gegner getroffen, nur fallen lassen brauchen und es hätte sicherlich Strafstoß gegeben. Dann der vermeintliche Ausgleich, jedoch setzte sich Nils Dochow vor der Hereingabe zum Tor gegen seinen Gegenspieler Enrico Kosterra per Foul durch. Mit dem Schlusspfiff in der 94. Minute dann doch noch der verdiente Ausgleich für den 1. FCF II. Union brachte einen Freistoß nicht weit genug aus der eigenen Hälfte heraus, die Gäste schalten schnell und spielten den Ball auf die verwaiste rechte Seite, von der aus Joe Jurchen das 1:1 erzielte.

FC Union: Gesche - Milster, Kosterra, Sebastian Scholz (66. Heidel), Streckert, Bänsch (74. Gahr), Schulz, Laube, Schmidt, Genz, Ben Fredj
Frankfurt II: Kreutzer,- Jurchen, Henschel, Dahlmann, Sauer, Schneider (62. Schutty), Neumann, Bochow (70. Seifert), Huwe (70. Kolax), Jönson, Dochow - Tore: 1:0 Florian Maximilian Schmidt (18.), 1:1 Joe Jurchen (90+4.)
Schiedsrichter: Bernd Gericke (Tauche)
Zuschauer:
106
(Bericht: www.moz.de)


EIN KATZ- UND MAUS SPIEL

29.11.2014: 1. FCF mit 3:0-Pflichtsieg gegen Schlusslicht Hennigsdorf / Fünf Aluminium-Treffer
Der 1. FCF hat die undankbare Aufgabe gegen das noch sieglose Schlusslicht Hennigsdorf mit einem 3:0 (1:0)-Pflichterfolg erfüllt und den 2. Rang in der Brandenburgliga etwas gefestigt – mehr aber auch nicht.
Es war das aus Frankfurter Sicht erwartete und befürchtete Geduldsspiel gegen einen Partner, der auf Schadensbegrenzung aus war nach dem Motto: Hinten dicht, und vorn hilft vielleicht Gevatter Zufall. Diese Konzeption ging schon im ersten Teil früh in die Binsen durch den neunten Saisontreffer von Artur Aniol, vorbereitet von Tobias Fiebig und Marcel Georgi. Teil zwei konnte nicht verwirklicht werden, weil man vorn zu harmlos war, nur mit weiten Schlägen die einsame Spitze (Ian Traffehn) suchte. Bis auf dessen etwas überhasteten Schussversuch (11.) und das kurzzeitige Aufbegehren um den Ehrentreffer in der Schlussphase zeigte der Gast erneut eine Offensiv-Nullnummer. 9:37 Tore in 13 Vergleichen – zu wenig Qualität, zu wenig Niveau für diese Liga. Bei kaltem Wind und Minustemperaturen konnten die Frankfurter in der ersten Halbzeit beinahe nach Belieben schalten und walten. Sie dominierten im Mittelfeld deutlich, banden mit druckvollem Spiel und Kombinationen die Hennigsdorfer in deren Hälfte fest und erarbeiteten sich jede Menge Tormöglichkeiten. Dem Weitversuch von Robin Grothe (6.) ließ Geburtstagskind Johannes Steigmiller (wurde 24) nach Georgi-Eckstoß einen Kopfball über die Latte folgen (17.). Nach einer Fiebig-Chance (18.) vergab Aniol mit einem Heber über den Schlussmann das 2:0 (20.). Eine Minute später traf der polnische Stürmer nur den Innenpfosten. Sein kluger Rückpass auf Kapitän Fred Garling fand nicht den Lohn: Lattentreffer (28.). Auch der tollen Einzelaktion von Technicus Georgi, der rechts zwei Verteidiger aussteigen ließ, blieb aus spitzem Winkel die Krönung versagt (31.). Danach dezimierte sich der FC 98 selbst. Nach Sören Schuberts Grätsche am Mittelkreis von hinten in Georgis Beine sah der Unparteiische keine andere Möglichkeit als den roten Karton. Eine vielleicht etwas zu harte Entscheidung. Kaum also hat der Kapitän seine Gelbsperre abgesessen, muss er erneut und länger pausieren.
Noch dreimal gab es Aluminium-Treffer zu notieren: Erst drosch ein Verteidiger nach Matthäs-Flanke den Ball ans eigene Lattenkreuz (43.), später traf Fiebig den Pfosten (86.). Auf der anderen Seite sah sich Falko König bei seinem Lattenroller im Pech (77.). Trotz der beiden Treffer in der 2. Hälfte zum 3:0 verflachte die Partie. Der „Platzhirsch“ spielte nicht mehr das Katz- und Maus-Spiel mit den Randberlinern, verwaltete nur noch den Pflichtsieg.

Frieder Andrich ärgerte sich über die miserable Torausbeute. „Da ging es im Abschluss oft zu lasch zu“, kritisierte der Gastgeber-Trainer. „Alle anderen Mannschaften werden uns solche Möglichkeiten nicht bieten.“
Sein Gegenüber Falk Franke ist Realist genug, diese Liga-Saison abzuhaken, will sie aber anständig zu Ende bringen. „Das Konzept, Berliner Akteure anzuheuern, geht nicht auf. Wir müssen mit unseren A-Junioren einen Neuanfang wagen.“

1. FCF: Schnürer – Kieschnick, Hildebrandt, Felix Matthäs, Steigmiller (66. Bernwald) – Begier, Garling – Georgi, Grothe (78. Pawlowicz), Fiebig – Aniol. Trainer: Andrich.
Hennigsdorf: Bobermin – Vergin, Schubert, Jose, Safi (67. Salcinnovic) – Schmidt, Frenz, Kimmel, Simon, König – Traffehn. Trainer: Franke.

Schiedsrichter: Hagemann (Stahnsdorf)
Zuschauer: 105
Tore: 1:0 Aniol (4.), 2:0 Garling (60./Foulstrafstoß), 3:0 Begier (71.)
Gelbe Karte: Safi (52.)
Rote Karte: Schubert (36./grobes Foul)
Beste Spieler: Georgi, Kieschnick, Grothe – König
(Bericht: Hans Eberhardt)


16 Mär 2014

SV Victoria Seelow – 1. FC Frankfurt 1 : 3 (0:0)

Verdient mit 3:1 hatte soeben der 1. FC Frankfurt bei der gastgebenden Victoria gewonnen und damit erfolgreich Revanche für die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel genommen.
„Die hat mich doch ziemlich gewurmt!“, gab Trainer Frieder Andrich unumwunden zu.
„Wir haben hier etwas gutzumachen!“ forderte er deshalb von seinen Mannen vor dem Anpfiff. Zumindest in der ersten Viertelstunde sah es nicht danach aus. Der Gastgeber bestimmte die Szenerie. Die Frankfurter hatten Probleme mit den lang geschlagenen Bällen der Victoria. Einen dieser Bälle erlief sich Robert Budzalek auf der rechten Seite. Seinem Schuss konnte Torhüter Schnürer nur hinterherschauen und hatte Glück dass er vom Innenpfosten in seine Arme sprang (8.). Zudem rettete er gegen Sebastian Jankowski in letzter Sekunde (15.). Doch so langsam kippte das Spiel in Richtung der Frankfurter. In einem hektischen und zerfahrenen Spiel lief zwar noch nicht soviel zusammen – was übrigens für beide Seiten galt – doch die Gäste schafften es den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten. Um so mehr sich er Pausenpfiff näherte um so dichter kamen sie auch dem gegnerischen Gehäuse. Das größte Pech hatte der junge Maximilian Will. Sein Distanzschuss prallte nur gegen den Querbalken (28.). Der quirlige Angreifer Artur Aniol fand zudem in Torhüter Rafal Lopusiewicz seinen Meister (39.).
Die zweiten 45 Minuten standen dann ganz im Zeichen der Frankfurter. Nun lief vieles über den überragenden Marcel Georgi auf der rechten Außenbahn, war dort nie zu stellen. Auch der für den sich beim Aufwärmen verletzenden Stefan Reich ins Team rückende Enrico Begier steigerte sich nun. Perfekt sein Pass genau in die Schnittstelle der Abwehr auf den startenden Tobias Fiebig. Dieser hob die Kugel über den weit aus dem Tor herausstürzenden Keeper ins leere Tor zur vielumjubelten Führung. Seelow war nun gefordert, wirkte aber wie paralysiert. Spätestens als Aniol eine Hereingabe des jungen Georgi knapp über der Grasnarbe per Kopf über die Linie in den Dreiangel (!) beförderte war die Niederlage des Gastgebers nicht mehr zu verhindern. Als dann Georgi seine starke Leistung mit einem technisch perfekten Schlenzer über den Torhüter ins lange Eck krönte drohte der Victoria ein Debakel. Die gefährlichste Aktion der Gastgeber bis dahin: Ein verunglückter Querschläger des Frankfurters Kevin Richter Richtung eigenes Tor (78.).
Für das Ehrentor der Seelower musste schließlich ein Elfmeter herhalten, verursacht von Dennis Hildebrandt an Philipp Pflug. Aufregung gab es nur über den dazugehörigen Feldverweis. Selten waren sich Zuschauer, Aktive sowie beide Trainer einig: „Elfmeter ja, aber keine rote Karte!“
Frankfurts Trainer Andrich war trotz des ersten Gegentores der Rückrunde zufrieden. „Wir haben wieder fast zu Null gespielt. Das war unser großes Problem in der Hinrunde und hat uns viele Punkte gekostet.“
SV Victoria Seelow: Lopusiewicz – Herrmann, D. Jankowski, Schubert, Apostolow – Wojciak (62. Klodawski), Drews, S. Jankowski, Nasser – Budzalek, Kruber (75. Pflug) – Trainer: Peter Flaig
1. FC Frankfurt: Schnürer – Will, Hildebrandt, Richter, Huwe (70. Mucha) – Begier, Haußler – Georgi, Jäkel, Fiebig – Aniol – Trainer: Frieder Andrich
Schiedsrichter: Ronald Wille (Cumlosen) – Zuschauer: 550
Rote Karte: Hildebrandt (83./Foulspiel)
Tore: 0:1 Fiebig (55.), 0:2 Aniol (66.), 0:3 Georgi (69.), 1:3 S. Jankowski (84. Foulstrafstoß)
(...von Uwe Zühlsdorf)


DIE II. GEWINNT IN LINDENBERG

24.11.2014: Grün Weiß Lindenberg : 1.FC Frankfurt II 1:3 (1:1)
Der 1.FC Frankfurt II meisterte auch die nicht einfache Auswärtshürde in Lindenberg und festigte seinen Tabellenplatz. Nach einem kurzen Abtasten hatten beide Teams gute Chancen ein Tor zu erzielen. Besonders der Gast aus Frankfurt sündigte beim Auslassen der Tormöglichkeiten. In der 40. Minute fand der Ball endlich sein Ziel und Tommy Neumann erzielte per Kopf die 0:1 Führung. Statt dem 0:2 für den FCF fiel dann mit ordentlicher Mithilfe der Hintermannschaft des 1. FC Frankfurt das 1:1 im Nachsetzen durch Stefan Russig. Die zweite Halbzeit war 3. Minuten gespielt und Tommy Neumann traf nach einem gelungenen Angriff über die rechte Seite zum 1:2. Die Frankfurter blieben am Drücker und besonders der eingewechselte Michel Merten machte auf sich aufmerksam. Viele Aktionen liefen über ihn und er erzielte auch das 1:3, was aber fälschlicherweise nicht gegeben wurde. Mitte der zweiten Hälfte kam GW Lindenberg wieder besser ins Spiel und drängte auf das 2:2. Die Frankfurter hatten nun viele gute Konterchancen, die aber leichtfertig vergeben wurden. In der 87. Minute war es dann endlich so weit und Joe Jurchen erzielte mit seinem Treffer die Vorentscheidung und damit den verdienten 1:3 Endstand. (A.Lingk)

Torfolge: 0:1 T. Neumann (40min.), 1:1 S. Russig (44min.), 1:2 T. Neumann (48min.), 1:3 J. Jurchen (87min.)
1.FC Frankfurt: Reschke - Seifert (ab 87min. Fröhlich), Jurchen, Henschel, Sauer, Dahlmann (52min. Merten), Schneider, Neumann, Bochow (67min. Bonack), Steigmiller, Dochow, Trainer: A. Lingk/V. Seiring
Schiedsrrichter: M. Herrgoß (Schönfließ)


NÄCHSTE RUNDE ERREICHT

16.11.2014: 1.FC Frankfurt II – Union Booßen 2:1 n.v (0:1) (1:1)
Mit einem mühevollen aber nicht unverdienten 2:1 Erfolg gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn in der Ostbrandenburgliga Union Booßen zieht die Reserve des 1.FC Frankfurt in das Viertelfinale des Kreispokals ein. Schon nach der knappen 1:0 Punktspielniederlage zum Beginn der Saison gegen den Ortsrivalen aus Booßen sollte es für die 130 zahlenden Zuschauer vor allem vom Ergebnis her ein spannendes Match werden. Dies bestätigte sich dann auch, als dieser Pokalfight einer Verlängerung bedurfte, bis der Sieger nach 120 Minuten feststand. Doch zunächst brauchten die Zuschauer viele warme Getränke bei dem nasskalten Wetter, um sich von der schwachen und torarmen ersten Halbzeit auf beiden Seiten etwas zu erwärmen. Trotz leichter optischer Überlegenheit des Gastgebers waren dann Torchancen auf beiden Seiten Mangelware, weil ein zu schleppender Spielaufbau und viele Fehlpässe dieses Spiel prägten. So plätscherte diese Partie vor sich hin, bis der Unparteiische in der (35.) zu Gunsten der Gäste ein Erbarmen hatte und nach einem angeblichem Foul durch Schlussmann Philipp Reschke auf den Strafstoßpunkt zeigte. Dieses Geschenk nahm Denny Heinze dankend an und verwandelte mit dem bis dahin ersten Schuss auf das gegnerische Tor sicher zur 1:0 Führung für die Gäste. Ein Schussversuch durch Andre Radtke (44.) beendete dann diese Not der ersten Spielhälfte. Ohne großes Aufbegehren quälten sich beide Mannschaften weiter, um das Fortbestehen des Pokalspiels zu rechtfertigen. Dies fiel dann zu Gunsten des Gastgebers aus, weil ein platzierter Freistoß über rechts durch Schneider und der anschließende Kopfball durch Joe-Percy Sauer (67.) den 1:1 Ausgleichstreffer brachte. Fortan wurde der Gastgeber besser, druckvoller und erspielte sich die besseren Torchancen, um das Pokalfight noch in der regulären Spielzeit zu entscheiden. In der (70.) hätte der eingewechselte Miro Dorenburg gleich nachlegen können, fand aber in Schlussmann Nico Drusst seinen Sieger, der den Ball gerade noch von der Linie kratzen konnte. Florian Dahlmann per Kopf übers Tor /72.) und Martin König frei aus 5 Metern über den Querbalken (85.) hätten da schon die Entscheidung bringen können. Da auf der anderen Seite hinsichtlich Torgefährlichkeit nicht viel zu sehen war, musste die anschließende Verlängerung oder sogar das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Kaum waren die ersten 3 Minuten der Verlängerung abgelaufen, das setzte sich der erfahrene Joe-Jurchen im Strafraum durch und wurde regelwidrig zu Fall gebracht. Miro Dorenburg schnappte sich die Kugel und verwandelte diesen Strafstoßpunkt sicher zur 2:1 Führung für die FCF Reserve. Booßen mühte sich noch um den Ausgleichstreffer aber ohne zählbaren Erfolg, hatte dabei in der (116.) noch Pech, als eine undurchsichtige Aktion zwischen Schlussmann Philipp Reschke und einem Booßener Spieler, ihnen ein möglicher Strafstoß durch den Unparteiischen versagt blieb. Am Ende waren sich alle einig, dass es ein knapper aber auf Grund der besseren Möglichkeiten in der Endphase des Spiels nicht unverdienter Pokalsieg des Gastgebers war. Zudem bescherten sie Geburtstagskind Trainer Andre Lingk ein schönes und etwas nervenaufreibendes Geburtstagsgeschenk.

1.FC Frankfurt: Reschke, Jurche, Henschel, Dahlmann, Sauer, Garling, König(83. Bochow), Steigmiller, Jönso(52. Schneider), Dochow, Radtke(59.Dorenburg) Trainer: Lingk/Seiring
Union Booßen: N.Drusst, Zehle, Köpnick(103.U.Drusst), Spirius, Genetzke, Heinze, Bosse, Würfel, Fenger, Genz(101.Przybylski), Ramelow(96.Emmerich).
Trainer: Thomas Liersch
Schiedsrichter: Jens Assmann (Siehdichum)
Zuschauer: 130
Torfolge: 0:1 Heinze Strafstoß (35.) 1:1 Sauer (67.) 2:1 Dorenburg Strafstoß (93.)
(Bericht: Heiner Krafzik)


HOHER SIEG DER ZWEITEN

10.11.2014: 1.FC Frankfurt II : SG Hangelsberg 8:1 (2:1)
Die Jungs vom 1.FCF II haben sich nach der Niederlage gegen Wiesenau wohl gegen Hangelsberg den Frust von der Seele geschossen und scheinen für das Pokalspiel am Samstag gegen den SV Union Booßen gut gerüstet zu sein. Mit 8:1 fiel der Sieg gegen die SGH, die nur mit 11 Spielern antraten fast so hoch wie im Vorjahr aus. (9:1) Dabei fing es gar nicht gut für den FCF an. Schon nach 10 Minuten gab es nach einer Notbremse vom Torwart Matthias Kreutzer einen Elfmeter und die rote Karte für ihn. Jetzt war guter Rat teuer. Wer geht ins Tor? Früher gab’s die schnellste Lösung immer mit dem Vermerk: Der größte geht ins Tor. Diesmal nicht. Mit Martin König stellte sich von der Körpergröße jetzt einer der kleinsten ins FCF Tor. Eins vorweg: Den fälligen Elfmeter konnte er nicht halten, aber alles andere danach war sichere Beute von ihm. Überhaupt nicht beeindruckt von diesem Rückstand begann dann die Dauerbelagerung des Hangelsberger Tores. Das der Gastgeber in Unterzahl war fiel nicht auf. Michel Merten (22.) und Tommy Neumann (33.) wandelten noch vor der Pause den Rückstand in eine 2:1 Pausenführung um. Auch nach der Pause das gleiche Bild. Der FCF im Vorwärtsgang, die 11 wackeren Hangelsberger versuchten alles um dagegen zu halten. Aber als erstes dezimierte sich der Gast in der 48. Minute nach wiederholtem Foulspiel. Numerisch war damit die Spieleranzahl auf 10 gegen 10 hergestellt. Kaum zehn Minuten später erzielte M.Merten den 3:1 Treffer für den FCF. Als dann Joe Jurchen in der 62. Minute auf 4:1 erhöhte war das Spiel aus Hangelsberger Sicht gelaufen. Sie gaben zwar nicht auf aber der letzte Wille auf eine Resultatsverbesserung war wohl endgültig verflogen. So ergaben sich zwangsläufig etliche Möglichkeiten für den Gastgeber die durch J.Jurchen (71.), J.P.Sauer (78.), M.Dorenburg (82.), und wieder J.Jurchen (90.) das Ergebnis auf 8:1 hochschnellen ließen. Ein guter Auftritt des Teams wo wir alle hoffen dass man sein Pulver nicht ganz verschossen hat und sich noch etwas für das Pokalspiel aufgehoben hat. Die Booßener werden ein anderer Prüfstein sein und sie kommen sicherlich noch mit gehörig Wut im Bauch ins Stadion denn sie verloren ihr Heim- Punktspiel zuletzt nach 1:0 Führung noch hoch mit 3:7 gegen Concordia Buckow/Waldsieversdorf.
Zuschauer: 72


ZU VIELE GASTGEBER GESCHENKE

09.11.2014: 1. FCF verliert sang- und klanglos gegen den Spitzenreiter MSV Neuruppin 0:4 (0:1)
Der 1. FCF hat sich im Top-Vergleich der 10. Brandenburgliga-Runde vom Spitzenreiter geradezu demütigen lassen. Die Frankfurter verloren gegen den MSV Neuruppin zu Hause ohne große Gegenwehr in der Schlussphase glatt mit 0:4 (0:1) und rutschten in der Tabelle hinter Seelow auf den 4. Platz ab.
„Man kann gegen den Tabellenführer auch daheim knapp verlieren, aber 0:4 – das geht gar nicht!“ zeigte sich Frieder Andrich noch lange nach dem Schlusspfiff „angefressen“. Der Trainer legte nach: „Wenn wir wegen mangelnder Torgefährlichkeit schon nicht gewinnen können, muss man hinten dicht machen, darf man nicht resignieren und so viele elende Konter fressen.“ Die Oderstädter haben sich die derbste Saison-Niederlage selbst zuzuschreiben. Die vorher zu Recht gepriesene Sturm-Offensive erwies sich diesmal nur als laues Lüftchen. Eine gute Möglichkeit für Artur Aniol vereitelte der reaktionsschnelle Daniel Fraufarth (44.), und ein Kopfball von Marcel Georgi strich knapp über die Latte (83.). Ein gleich doppelter Querpass zwischen Aniol und Georgi wurde im letzten Moment abgeblockt (10.). Damit hatten sich die eigenen Chancen schon erschöpft – viel zu wenig. Was vorn nicht lief, setzte sich hinten fort. Bei weiten MSV-Schlägen aus der eigenen Abwehr zeigte sich die FCF-Defensive anfällig, hatte Riesenprobleme, den quirligen Marcel Weckwerth zu stoppen. Gleich dreimal musste Tony Schnürer gegen den Torjäger retten (31./34./49.). Beim 25-Meter-Knaller von Vadims Logins kurz vor der Pause schien er machtlos.
Aber nicht die immer wieder langten Bälle und Flanken beispielsweise vom brandgefährlichen Vorbereiter Benjamin Brandt kauften den Gastgebern den Schneid ab, sondern eigene Geschenke in Form von ungenauen Zuspielen und Fehlpässen schon im Mittelfeld. In die spritzten die motivierten und immer hellwachen Ruppiner: energisch, laufstark, clever. Schnürer, beim 0:2 etwas unschlüssig im Herauslaufen, konnte einem schon etwas leid tun. Nicht nur die eigenen Unzulänglichkeiten machten diesmal den Unterschied aus. Nur eine halbe Stunde lang konnten die Oderstädter den Vergleich einigermaßen offen und unterhaltsam gestalten. Dann diktierten und kontrollierten die Bletsch-Schützlinge die Szenerie fast nach Belieben. Sie erwiesen sich insgesamt kompakter, präziser im Zuspiel und kopfballstärker. Und machten so ihrem Ruf als konterstarkes Team alle Ehre: fünf Auswärtsspiele, fünf Siege mit 14:1 Volltreffern – bärenstark!
Die Vorstellung bei der Präsentation des neuen Frankfurter Trikotsponsors „East Gate Terminal“ ging also tüchtig ins Hemd. Andrich nennt angesichts von fünf ausgefallenen Stammkräften eine weitere Ursache für die beinahe peinliche Heimschlappe: „Qualitätsunterschiede zur ersten Wahl sind deutlich. Nachrücker können die Lücken nicht schließen, nutzen ihre Chance nicht.“
Vom Ausfall-Quintett Fred Garling (Job), Robin Grothe (Achillessehnenprobleme), Jackson Haußler (kehrt heute in seine australische Heimat zurück), Florian Matthäs (gesperrt) und Paul Jäkel (Kreuzband-OP) stoßen jetzt nur Garling und Grothe zur Mannschaft. Sie müssen sich in den nächsten Tagen über das Landespokal-Viertelfinale (ohne Frankfurter und Neuruppiner Beteiligung) hinaus auf ein schärferes Training einstellen. Der Chefcoach: „Wir haben vieles aufzuarbeiten – anders geht es nicht“.
1. FCF: Schnürer – Fiebig, Hildebrandt, Richter, Felix Matthäs – Steigmiller (63. Pawlowicz), Reich – Georgi, Bernwald, Begier (63. Jönson) – Aniol. Trainer: Andrich.
Neuruppin: Fraunfarth – F. Riehl, Dombrowski, Zielasko, A. Riehl – Lemke, Logins (83. Japs) – Michaelis (83. Huber), Skupke, Brandt (80. Koop) – Weckwerth. Trainer: Bletsch.
Schiedsrichter: Kunitz (Bad Liebenwerda)
Zuschauer: 152.
Tore: 0:1 Logins (45.), 0:2, 0:3 Weckwerth (65./74.), 0:4 Lemke (80.).
GELBE KARTEN: Hildebrandt (62./F), Richter (68./F), Fiebig (73./F) – A. Riehl (41./F)
(Bericht: Hans Eberhard)


MIT GEDULD UND KÖPFCHEN

25.10.2014: Mit einem jederzeit verdienten 3:0 (2:0)-Sieg gegen den Werderaner FC Viktoria hat der 1. FCF seinen 2. Rang in der Brandenburgliga gefestigt. Anfangs freilich gestattete man den Gästen noch ein verteiltes Spiel, „weil das geplante Forechecking nicht klappte“, wie Frieder Andrich bemängelte. Da passte sich die Partie aus Frankfurter Sicht mangels Höhepunkten dem kalten, tristen Wetter an. Aber mit Geduld und „Köpfchen“ bereitete man die Treffer vor. Den Anfang machte Jackson Haußler, der sich rechts durchsetzte, von der Grundlinie mit präzisem Rückpass Przemyslaw Begier bediente. Der Pole, als zweite „verdeckte“ Spitze hinter seinem Landsmann Artur Aniol aufgeboten, ließ sich diese Chance nicht entgehen. Nach einer halben Stunde kamen die großen Sekunden des leichtfüßigen Marcel Georgi. Mit tollem Antritt und technischer Raffinesse ließ der 22-jährige Mittelfeldmotor im Zentrum gleich zwei Verteidiger aussteigen und vollendete noch im Fallen am Schlussmann vorbei – sein neuntes Saisontor im 7. Einsatz.
„Danach allerdings schalteten wir einen Gang zurück, spielten geradezu schlampig“, kritisierte der Cheftrainer. Das änderte sich in der zweiten Hälfte. Die Oderstädter erhöhten das Tempo, machten Druck über die Flügel, versuchten sich in Weitschüssen und fanden sich öfter zum beklatschten Kombinationsspiel. Das 3:0 bereitete Georgi allerdings per Standard vor. Der Ersatzkapitän für den gesperrten Fred Garling schlug einen 25-Meter-Freistoß hoch in den Strafraum, und der lange Verteidiger Dennis Hildebrandt netzte mit herrlichem Flugkopfball ein.
Das war’s dann gegen die in der Offensive harmlosen Havelstädter, die zu den Lanzeitverletzten diesmal auch noch angeschlagene Stammkräfte wie Torwart Sebastian Rauch und Sturm-As Enrico Eichstädt ersetzen mussten. Trainer Thomas Leek anerkannte den „verdienten Erfolg der konterstarken Gastgeber“, kündigte zugleich mit Blick auf den Unparteiischen ein „Nachspiel“ an. Steffen Seifert soll vor dem Anpfiff gegenüber Spielern unfaire Bemerkungen in seine Richtung gemacht haben.
1. FCF: Reschke – Fiebig, Hildebrandt, Florian Matthäs, Felix Matthäs – Reich, Haußler – Georgi, Begier (64. Bernwald), Grothe (64. Pawlowicz) – Aniol (75. Richter). Trainer: Andrich.
Werder: Henze – Arndt, Eichhorn, Wolter, Fuchs – Neuschäfer-Rube, Schultz – A. Schmidt (82. Fricke), Blondzik (65. Schellhase), Habler – Thoss (46. Schulze). Trainer: Leek.

Schiedsrichter: Seifert (Zinnitz)
Zuschauer: 170
Tore: 1:0 Begier (23.), 2:0 Georgi (29.), 3:0 Hildebrandt (60.).
Gelbe Karte: Neuschäfer-Rube (72./F).
BESTE SPIELER: Georgi, Hildebrandt, Haußler – Eichhorn.
(Bericht: HANS EBERHARDT)


IN DER ZWEITEN HALBZEIT ÜBERZEUGT

25.10.2014: 1.FC Frankfurt II : Wacker Herzfelde 4:1 (0:0)
Nach einer eher mittelmäßigen Partie gegen den bereits in der unteren Tabellenhälfte stehenden Wacker Herzfelde gewinnt die Reserve des 1.FCF deutlich mit 4:1 und schiebt sich damit bis auf den 4. Platz in der Tabelle der Kreisoberliga. Verwöhnt durch den Kreispokalsieg gegen den eine Klasse höher spielenden Müllroser SV wurde die Messlatte von den anwesenden Zuschauern relativ hoch gelegt. Das dann am Ende trotz des klaren Sieges eine durchschnittliche Leistung heraus kam, lag vor allem am krankheitsbedingtem Fehlen einiger Stammspieler. Dieser sogenannte Spielfluss der letzten Spieltage war dann nur ansatzweise zu sehen, weil man generell zu weit vom Gegner weg stand und sich dann auch zu wenig bewegte. So fehlte trotz optischer Überlegenheit immer der entscheidende Pass, um das erste Tor zu erzielen. Viele gute Möglichkeiten von Joe Jurchen (15.) Miro Dorenburg (17.) Johannes Steigmiller (28.), und Axel Kolax (30.) verfehlten dann nur knapp das Tor des Gegners oder landeten bei Wacker Schlussmann Daniel Zipper. Auf der anderen Seite hatten die Platzherren dann auch noch Glück, als der Gast nach einem Konter in der (39.) frei vor Schlussmann Matthias Kreutzer auftauchte und in ihm den Sieger fand. Stöven Jönsons Schuss aus 14 Metern (42.) beendete dann die torlose erste Halbzeit des Spiels. Wenn auch in der Fortsetzung des Spiels diese spielerische Linie etwas fehlte, so muss man der Mannschaft bescheinigen, dass kämpferisch alles versucht wurde, um dieses Spiel für sich zu entscheiden. Die Randberliner nach vorn zu harmlos brauchten da schon die Unterstützung des Gastgebers, um mal ein Tor zu erzielen. Da half eben mal der eingewechselte Martin Baumann und fälschte unglücklich einen der harmlosen Angriffe der Gäste in der (53.) ins eigene Tor zum 1:0 für Herzfelde ab. Unbeeindruckt vom Gegentreffer erspielte sich der Gastgeber weitere gute Möglichkeiten und wurde dann auch mit späten Toren belohnt. Den Anfang machte Miro Dorenburg, als er in der (61.) zum 1:1 Ausgleichstreffer abstaubte. Axel Kolax folgte ihm in der (72.) und brachte mit einem Strafstoss zum 2:1 die FCF Reserve in Führung. Das 3:1 durch Stöven Jönson (81.) und 4:1 durch Joe Jurchen zum (86.) war dann der Abschluss eines nicht schönen aber erfolgreichen Punktspiels des Kreisoberligisten.

1:FC Frankfurt: Kreutzer, Seifert, Jurchen, Henschel, Steigmiller, Kolax, Schneider (73. Suhr), Dorenburg, Koch(49. Baumann), Jönson Radtke.
Trainer: Seiring/Voigt
Schiedsrichter: Frank Poschitzki (Märkische Höhe)
Zuschauer: 53
Torfolge: 0:1 Baumann (53. Eigentor), 1:1 Dorenburg (61.), Kolax 2:1 (72. Strafstoß), 3:1 Jönson (81.) Jurchen (86.)


2.MÄNNER - AUSWÄRTSSIEG IN LETSCHIN

20.10.2014: Nach dem sensationellen Pokalwochenende gegen Müllrose stand mit GW Letschin der Tabellenletzte auf dem Punktspielplan. Für jede Mannschaft, die als Favorit ins Spiel geht, ein schweres Unterfangen. Es kam auch so und der Gastgeber machte es dem 1. FC Frankfurt II nicht einfach und hielt dagegen. Trotzdem startete der 1. FC Frankfurt bestimmend und erzielte bereits nach 4. Minuten durch Michel Merten nach einem Eckball die 0:1 Führung. Danach hätten Nils Dochow und wiederum Michel Merten den Sack zu binden können, aber vergaben knapp ihre Möglichkeiten.
In der 12. Minute herrschte kurz Uneinigkeit in der Abwehr und Tony Linke besorgte das 1:1. Frankfurt blieb aber spielbestimmend und erzielte in der 21. Minute durch Joe Jurchen das 2:1. Wer nun dachte es wird ein Selbstläufer, sah sich getäuscht. Es wurden weitere gute Torchancen nicht genutzt und die Passgenauigkeit und das Zweikampfverhalten war nicht das Beste am heutigen Tag. Nach der Pause versuchte es kurz Letschin mit etwas mehr Druck, aber hatte keine zwingenden Aktionen. Frankfurt verstärkte wieder das Offensivspiel und hatte Erfolg damit. In der 58. Minute dezimierte sich Letschin durch eine Notbremse von Rene Dohrmann, aber Frankfurt konnte zunächst keinen Nutzen daraus ziehen. Erst in der 75. Minute zahlte sich die Überlegenheit aus und Joe Jurchen traf zum 1:3. Die Vorentscheidung war gefallen und Miro Dorenburg schloss in der 85. Minute einen guten Konter souverän zum 1:4 ab.
Zwei aufregende Dinge gab es doch noch in der Schlussphase der Partie. Bei einem Freistoß für Frankfurt stellte sich Mario Bochow in die Mauer. Ein Abwehrspieler trat auf seinen Fuß und er befreite sich und plötzlich ging die Fahne vom Linienrichter nach Beeinflussung der Außenstehenden hoch. Der Schiedsrichter zog die rote Karte wegen einer Tätlichkeit, die nie stattgefunden hat. Lächerlich und Unfassbar!
In der gleichen Minute kam Christian Schneider nach einem Kreuzbandriss zu seinem ersten Einsatz in dieser Saison. Nach einem Foul im Strafraum entschied der gute Schiedsrichter auf Elfmeter. Christian Schneider verwandelte mit seinem ersten Ballkontakt clever zum 1:5. Der 1. FC Frankfurt tat sich schwer gegen den Tabellenletzten, aber löste die Aufgabe am Ende recht souverän. Den 15 mitgereisten Anhängern hat`s gefallen.

Letschin: Wegener - Plümecke,Dohrmann(Rote Karte), Redlich,Linke, Stange(Böttcher), Notdurft, Müller(Jahn), Jarke D., Jarke K., Gretschichin (Grunzke)
Trainer: Enrico Synold

Frankfurt: Kreutzer - Henschel, Koch, Seifert, Dochow(87min Schneider), Bochow(Rote Karte), Kolax(47min Steigmiller), Merten, Jönson(73 min Dorenburg) Jurchen, NeumannTrainer: Andre Lingk/Veit Seiring

Schiedsrichter: P. Gerlach (Fürstenwalde)
Zuschauer: 100
Bes. Vorkommnisse: Dohrmann (Notbremse) Rote Karte, Bochow (Tätlichkeit) Rote Karte
(Bericht: ali)


AUSWÄRTSSIEG UND GELB/ROT

19.10.2014: RSV Waltersdorf 1909 – 1. FC Frankfurt 1 : 2 ( 0 : 1 )
Der 1. FC Frankfurt hat sicher schon bessere Spiele gemacht. „Wir haben nach den vielen Gegentoren in den letzten Spielen unser Augenmerk erst mal auf eine geordnete Defensive gesetzt.“, sah es ein gut gelaunter Trainer Frieder Andrich nach dem Spiel ebenso. Seine lächelnde Miene war verständlich, schließlich hatten seine Mannen soeben mit 2:1 beim RSV Waltersdorf gewonnen.
Auf dem Platz passierte in den ersten zwanzig Minuten chancenmäßig so gut wie nichts. Dennoch war es nicht langweilig, weil beide Parteien mit großem Einsatz in die Partie gingen. Waltersdorf versuchte eher mit langen diagonalen Bällen zum Erfolg zu kommen, der FC eher mit Kombinationsfußball. Spätestens am Strafraum war aber Endstation. So dauerte es bis zur 24. Minute bis zum ersten Torschuss der Partie. Den Schuss des Ex-Frankfurters André Thomas war aber leichte Beute für Frankfurts Torhüter Philipp Reschke. Bei den Versuchen von Marcus Uher (29.) und Markus Goede (32.) stand dem Keeper zudem das Glück zur Seite. Beide Torschüsse strichen nur knapp am Pfosten vorbei. Von Frankfurts Offensive war bis dahin nichts zu sehen. Erst nach diesen Möglichkeiten konnte der 1. FC den ersten vielversprechenden Konter starten. Nach Pass von Artur Aniol konnte der einschussbereite Marcel Georgi nur auf Kosten eines Freistoßes gestoppt werden. Die Ausführung dieses Standards war dann allein schon das Eintrittsgeld wert. Über die Mauer gezirkelt landete die Kugel am sich vergeblich streckenden Torhüter genau im oberen rechten Toreck.
Auf dieses Führungstor wussten die Gastgeber lange Zeit keine Antwort. Ihre optische Überlegenheit wie in der ersten Halbzeit war unübersehbar, der Ballbesitz besaß gefühlte 80 Prozent. Torchancen: Nicht eine bis zur 77. (!) Minute. Bis zu diesem Zeitpunkt war schon einiges passiert. Zum einen eine Riesenchance von Aniol unmittelbar nach Wiederanpfiff, zum anderen die Dezimierung der Frankfurter nach einer doch fragwürdigen gelb/roten Karte gegen den Kapitän Fred Garling. Das Wichtigste aber: Die Frankfurter erhöhten in Unterzahl die Führung. Aniol, der viele weite Wege ging um den Ball zu halten und die Uhr herunterlaufen zu lassen, spritzte in einen missglückten Rückpass, bediente im richtigen Moment den mitgelaufenen Marcel Georgi, der noch den Torhüter umspielte und eiskalt vollendete. Erst jetzt, mit nachlassender Kraft der Frankfurter, boten sich den Gästen Chancen. Reschke im Tor erwies sich nun als großer Rückhalt. Gegen den Kopfball von Paul van Humbeeck war schließlich aber machtlos. Allerdings fiel der Anschlusstreffer für ein großes Zittern um den Sieg aber zu spät.
Als verdient aufgrund der Konter sah den Sieg im Anschluss auf der Pressekonferenz Frankfurts Trainer Andrich: „Spielerisch können wir es besser. Heute haben wir mit Kampfkraft überzeugt.“ Ganz anders sein Gegenüber Volker Löbenberg: „Die Abseitstore waren keine, das Handspiel im Strafraum wurde auch nicht geahndet.“ Nur am Schiedsrichter wollte er die Niederlage nicht festmachen. „Wir sind an einer gnadenlos effektiven Frankfurter Mannschaft gescheitert.“

RSV Waltersdorf: Rahden – Krotzeck, Loder, Goede, Cocaj – Krüger (68. Rummert), van Humbeeck, Franke, Thomas (62- Lindenberg) – Uher (83. Bünsow), Samanci – Trainer: Volker Löbenburg

1. FC Frankfurt: Reschke – Fiebig, Hildebrandt, Florian Matthäs, Felix Matthäs (86. Pawlowicz) – Georgi, Haußler, Garling, Grothe (69. Bernwald) – Begier (75. Reich), Aniol – Trainer: Frieder Andrich

Schiedsrichter: Toni Bauer (Joachimsthal)
Zuschauer:
76
Tore: 0:1, 0:2 Georgi (37., 74.), 1:2 van Humbeeck (89.)
Gelb/Rot: Garling (72./Foulspiel)

(Bericht: Uwe Zühlsdorf)


DIE ZWEITE IST EINE RUNDE WEITER

12.10.2014: 1.FC Frankfurt II - Müllroser SV 3:0 (1:0)
Nach einem etwas überraschenden 3:0 Erfolg gegen den aktuellen Tabellenzweiten der Landesklasse Ost, dem Müllroser SV, zieht der 1.FC Frankfurt II in die nächste Runde des Kreispokals ein. Mit so einem klaren Ergebnis haben dann am Ende selbst die knapp 100 Zuschauer nicht gerechnet, wurden aber wieder mal des Besseren belehrt, dass ein Pokalspiel eben seine eigenen Gesetze hat. Und vor allem die Freude des Trainergespanns Veit Seiring und Andre Lingk nach dem Spiel war riesengroß, weil sie alles richtig gemacht haben und eine kompakte Truppe mit einem großen Teamgeist aufs Spielfeld geschickt haben. Die sich vor allem nicht hinten rein stellte, sondern nach dem Motto einer für alle und alle für einen, ein munteres Spielchen absolvierte und den Gegner mit vielen Nadelstichen unter Druck setzte. Die beiden torgefährlichsten Brüder Paul und Max Herrmann beim Müllroser SV, wurden durch die Defensivabteilung des FCF weitestgehend abgemeldet, um selbst durch viele gute Spielzüge torgefährlich zu werden.
Nach einer sehr guten Kopfballmöglichkeit durch Tommy Neumann (14.) hatte aber auch der eine Klasse höher spielende Gegner seine erste Möglichkeit in der (20.), diese wurde aber völlig freistehend kläglich vergeben. Über weite Strecken bestimmte dann sogar die FCF Reserve das Spielniveau und scheiterte zunächst mit einem 18 Meter Schuss durch Tommy Neumann (25.) sowie Joe Jurchen aus Nahdistanz (36.) am Schlussmann Stefan Ammer. Dies machte es Michel Merten in der gleichen Minute besser und vollendete mit einem klassischen Abstauber aus Nahdistanz zum 1:0 Führungstreffer für den Gastgeber.
Da bis zur Halbzeitpause nichts Wesentliches mehr passierte, wurden bei diesem Stand so die Seiten gewechselt.
Wer jetzt nach dem Seitenwechsel ein Aufbegehren des Müllroser SV erwartete, der sah sich gewaltig getäuscht. Nicht die Gäste bestimmten fortan das Spielgeschehen sondern der eine Klasse tiefer spielende Gastgeber. Joe Jurchen mit einem 16 Meter Schuss (49.) und Michel Merten aus 18 Metern (52.) setzten wieder die ersten Achtungszeichen. Tommy Neumann legte weiter nach und bediente Joe Jurchen in der (65.), der aus 16 Metern Schlussmann Stefan Ammer keine Chance ließ und zum verdienten 2:0 für die Platzherren vollendete. Ohne große Gegenwehr der Gäste erspielte sich die FCF Reserve noch weitere gute Möglichkeiten, die aber ungenutzt blieben. Als alle bereits mit diesem Endergebnis gerechnet hatten, schlug nach einem wunderbaren Zuspiel durch Michel Merten auf den eingewechselten Miro Dorenburg (88.) die Offensive des FCF noch mal gnadenlos zu, die aus Nahdistanz zum 3:0 Entstand vollendete.
Mit diesem Erfolg bestätigte die FCF Reserve die bereits ansteigende Leistung der vergangenen Punktspiele und kann mit breiter Brust auf die kommenden Aufgaben schauen.

1.FC Frankfurt II: Kreutzer, Seifert, Jurchen (76.Dorenburg), Henschel, Dahlmann, Kolax, Merten, Neumann, Sauer, Jönson (90.Bochow), Dochow.
Trainer: Lingk/Seiring

Müllroser SV : Ammer, Karge, Ponta, Berg (46.Apel), Berger (90.Kampioni), Kirchhoff, Sellin (74.Chmiela), Koch, M. Herrmann, P. Herrmann, Sagert.
Trainer: Ronny Schulze

Schiedsrichter: Thomas Reipen Frankfurt Oder
Zuschauer: 90
Torfolge: 1:0 Merten (36.), 2:0 Jurchen (65.), 3:0 Dorenburg (88.)


OHNE SPANNUNG GEHT ES NICHT

05.10.2014: 1. FCF schlägt Stahl Brandenburg mit 5:3 (3:1)
Was für ein verrücktes Spiel! Der 1. FCF machte es im zweiten Heimspiel wieder torreich. Nach dem 4:7 gegen den EFC Stahl gelang diesmal ein 5:3 (3:1) gegen Stahl Brandenburg. Die Frankfurter sind jetzt Dritter der Brandenburgliga hinter Neuruppin und Eisenhüttenstadt.
Manch einer der Zuschauer hatte bei Kaiserwetter noch gar nicht richtig Platz genommen, da stand es schon 1:0. Robin Grothe nutzte die Unordnung in der Gästeabwehr aus dem Gewühl heraus rigoros aus. Als sich sechs Minuten später der technisch starke Marcel Georgi gegen Alexander Tarnow und Ray Kollewe durchsetzte und überlegt vollendete, liebäugelte so mancher mit einem hohen Heimsieg. Bis dahin hatten die Gastgeber die Partie und den Partner voll im Griff: Sie waren gedanklich einfach schneller und kombinationssicherer, offenbarten später jedoch erhebliche Schwächen in der diesmal weiter verjüngten Defensivabteilung.
Den Gästen drohte ein Debakel. Die aber fingen sich, bauten um (Meyer für Wegner) und hatten nach gutem Konter über Martins Marques Pereira Erfolg, weil sein anderer Landsmann sich gegen Kevin Richter durchsetzte und mit feinem Schlenzer auch Matthias Kreutzer (Ersatz für die verletzten Schnürer und Reschke) keine Chance ließ: der lang aufgeschossene Brasilianer mit der großen Übersetzung und dem wohlklingenden Namen Jose Raimundo Silva Magalhaes.
Während sich im Rücken des Referees Verteidiger Richter und Stürmer Jeff Salpeter beknufften und drei Stahl-Fans die obere Plattform des maroden Flutlichtmasten links neben der neuen Tribüne „besetzten“, verschaffte sich Artur Aniol auf der linken Seite den Platz für ein unwiderstehliches Solo zum Pausen-3:1.
Doch die Freude über den wieder eroberten Zwei-Tore-Vorsprung währte nicht all zu lange, denn nach Eckstoß hämmerte Tarnow im dritten Versuch den Ball unter die Latte. Der flinke Aniol jedoch konnte nach Grundlinienpass von Grothe den alten Abstand bald wieder herstellen und hatte noch weitere „Riesen“ auf dem Fuß (62./73./80.) Der FC Stahl schlug jedoch in Gestalt von Pereira erneut zurück. Da wurde es noch einmal kribblig auf den Rängen, hektisch und etwas ungemütlich auf dem Rasen des großen Stadions mit Nickligkeiten und fruchtlosen Diskussionen mit dem unparteiischen Trio. Nach dem abgefälschten Freistoß-Knaller von Grothe an die Latte (87.) brachte Felix Matthäs mit trockenem 25-Meter-Schuss und Fangfehler des ansonsten stark haltenden Christoph Böhm die Erlösung für die Oderstädter.
„Hinten stimmt der Laden nicht, da machen wir zu viele Fehler“, monierte Frieder Andrich die drei Gegentreffer. „Das 2:0 und 3:1 brachte keine Sicherheit, eigentlich unverständlich“, so der Coach.
Auch sein Gegenüber stöhnte: „Wir machen auswärts drei Tore, schaffen aber nicht mal ein Unentschieden“, ärgerte sich Andreas Koch. „Auch der Wechsel von der Viererkette zur Dreier-Abwehr bleibt problematisch. Wir agieren zu wackling, hinten herrscht keine Ordnung.“

1. FCF: Kreutzer – Fiebig (59. Reich), Richter, Florian Matthäs, Felix Matthäs – Bernwald, Garling – Georgi (80. Pawlowicz), Begier, Grothe (87. Jönson) – Aniol. Trainer: Andrich.
Brandenburg: Böhm – Jordanov, Schimpf, Fricke – Kollewe (66. Kräuter), Esteves, Silva Magalhaes, Tarnow, M. Pereira, Wegner (22. Meyer) – Salpeter. Trainer: Koch.
Schiedsrichter: Stein (Brieselang)
Zuschauer: 240.
Tore: 1:0 Grothe (1.), 2:0 Georgi (7.), 2:1 Silva Magalhaes (28.), 3:1 Aniol (45.), 3:2 Tarnow (52.), 4:2 Aniol (58.), 4:3 M. Pereira (77.), 5:3 Felix Matthäs (90 + 3).
Gelbe Karten: Begier (U/82.), Reich (F/90 + 2) – Tarnow (F/27.), Kollewe (F/56.).
(Bericht: HANS EBERHARD)

Video zum Spiel


BITTERE PLEITE IM ERSTEN HEIMSPIEL

15.09.2014: Brandenburgliga-Aufsteiger EFC Stahl hat beim Spitzenreiter 1. FC Frankfurt mit 7:4 (4:3) gewonnen. In einer Partie mit vielen Torraumszenen spielten die Gäste ihre Konterchancen effektiv aus. Ein ungewöhnliches Spiel, dass vor geschätzten 950 Zuschauern zur Eröffnung des Sport- und Freizeitparks Hermann-Weingärtner und der Übergabe des für drei Millionen Euro errichteten Funktionsgebäudes mit neuer Tribüne an den Hauptnutzer 1. FC Frankfurt passte. Nur für viele Besucher mit dem falschen Ausgang.
"Ich habe schon viel erlebt, doch solch ein Spiel noch nie, mit vielen Fehlern im Abwehrverhalten, doch auch mit zahlreichen gut herausgespielten Toren", urteilt EFC-Trainer Harry Rath. Ähnlicher Ansicht ist der der Frankfurter Trainer Frieder Andrich: "Ein Spiel, dass man so schnell nicht vergisst. In der Offensive waren wir nicht schlecht, aber in der Defensive. Da muss die Mannschaft noch erheblich zulegen. Torwart Tony Schnürer hatte nicht seinen besten Tag."
Zwar besaßen die Eisenhüttenstädter in den ersten Minuten ein leichtes Übergewicht, doch zunehmend wies die junge Frankfurter Mannschaft ihre höhere spielerische Klasse nach. Stahl spielte abwartend, suchte jedoch entschlossen seine Konterchancen. So gingen die Gäste in der 8. Minute in Führung, als Danny Grünberg auf der linken Seite durchspurtete, mit einem Haken noch zwei Gegenspieler vernaschte und freie Schussbahn hatte. Frankfurt drückte die Gäste in deren Hälfte, doch Stahl hatte mit Kapitän Johannes Follert einen großen Rückhalt im Tor. In der 13. Minute hatte er allerdings Glück, als ein Schuss von Marcel Georgi aus etwa 14 Metern erst an den Pfosten und dann von Follerts Rücken ins Aus prallte. So führte die zweite Chance der Gäste gleich zum 0:2. Jens Brüllke verwertete per Flugkopfball eine Flanke des links durchgelaufenen Mariusz Wolbaum (22.). Es war sein erster Pflichtspiel-Treffer für die Erste.
Marcel Georgi brachte die weiter unverdrossen anrennenden Gastgeber wenig später mit zwei Treffern ins Spiel zurück. Erst per Nachschuss aus Nahdistanz (27.), nachdem er unmittelbar zuvor noch an Follert gescheitert war (27.) und dann per Dribbling in den Strafraum (30.). Der EFC setzte durch Tony Jaekel (25.) und Wolbaum (35.) weiterhin Nadelstiche, doch torgefährlicher waren in dieser Phase die Gastgeber. So gingen sie in der 37. Minute zum ersten Mal in Führung, als Przemyslaw Begier aus 18 Metern einen Abpraller nach einem Freistoß verwertete. Doch die Gäste ließen nicht nach. Erst glitt Schlussmann Tony Schnürer nach einem überraschenden 20-Meter-Schuss von Robert Richter der Ball noch durch die Hände (43.) und dann verwandelte Grünberg einen Freistoß aus 25 Metern direkt oben in den Dreiangel (45.+1).
Doch damit war der Torhunger der beiden Mannschaften keineswegs gestillt. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff hatten die Gastgeber erneut ausgeglichen. Tom Liebe foulte Georgi im Strafraum, Kevin Richter verwandelte den Elfmeter. Doch letztlich setzten sich die Gäste mit ihrem schnörkellosen Konterspiel durch, wobei die Frankfurter Abwehr um den unsicheren Schlussmann Tony Schnürer Pate stand. Erst nutzte Carsten Hilgers per Kopf einen Eckball von Wolbaum von der rechten Seite zum 5:4 (62.) und dann foulte Schnürer den energisch in den Strafraum ziehenden Stürmer Marcus Kerl (74.). Beide zogen sich dabei am rechten Fuß eine Knöchelverletzung zu und mussten ausgewechselt werden. Tony Raddatz verwandelte den Elfmeter. Schließlich verwertete Alexander Mauch einen von Wolbaum fast von der linken Außenlinie in den Strafraum gezirkelten Freistoß per Kopf zum überraschenden 7:4 des Aufsteigers beim bisherigen Spitzenreiter (89.). Übrigens mussten die Gäste gleich dreimal verletzungsbedingt wechseln.
Andrich: "Wir wussten, dass der EFC über den Zusammenhalt und Kampf kommt. Bei einigen meiner Spieler habe ich den Eindruck, dass sie im Gegensatz zu Stahl nicht das Letzte gegeben haben und noch recht frisch vom Platz gehen."

FC Frankfurt: Schnürer (76. Zalenga) - Haußler, Hildebrandt, Richter, Felix Matthäs - Begier (81. Bernwald), Garling - Georgi, Florian Matthäs, Grothe (72. Jäkel) - Aniol - Trainer: Andrich
EFC Stahl: Follert - Jaeckel (83. Kubein), Hilgers (68. Teuber), Liebe, Richter - Brüllke, Szywala, Raddatz, Wolbaum - Grünberg, Kerl (75. Mauch) - Trainer: Rath
Schiedsrichter: Nickusch (Cottbus)
Zuschauer: 950 (geschätzt)

(Bericht: Hans Eberhardt, www.moz.de)


AUSWÄRTSSIEG IN SEELOW

01.09.2014: SV Victoria Seelow – 1. FC Frankfurt 1 : 5 ( 0 : 0 )
Was für ein Paukenschlag des 1. FCF! Geradezu sensationell hoch mit 5:1 siegten die Frankfurter im Derby beim SV Victoria Seelow. Doch abheben wollte danach keiner. „Das sind auch nur drei Punkte.“ stellte Kapitän Fred Garling von den 90 Minuten noch gezeichnet unmittelbar nach dem Abpfiff fest. Ebenso sah es sein Trainer Frieder Andrich: „Wir werden das Ergebnis nicht überbewerten und bleiben mit beiden Beinen auf dem Boden. Wir dürfen auch nicht vergessen dass uns der Gegner mit seiner Spielweise gerade in der zweiten Hälfte entgegenkam.“
Zumindest in der ersten Halbzeit sah es nach einem solchen klaren Ergebnis gar nicht aus. In einem guten Brandenburgligaspiel neutralisierten sich beide Teams über weite Strecken. Beide Mannschaften hatten ihr Augenmerk auf der Defensive. Die Zuschauer bekamen so zwar wenig Torchancen, dafür aber viele hart umkämpfte, aber faire Derbyzweikämpfe im Mittelfeld zu sehen.
Dies sollte sich in er zweiten Hälfte grundlegend ändern. Faktisch mit der ersten zielgerichteten Aktion setzte sich Marcel Georgi bis zur Grundlinie durch. Seine Eingabe in den Rückraum bugsierte Przemyslaw Begier von der Strafraumgrenze zwar nicht scharf, aber dermaßen platziert flach in die äußerste linke Torecke, so dass dem Keeper keine Abwehrmöglichkeit blieb. Beim nächsten Angriff drückte Artur Aniol eine Freistoßflanke per Kopf in die Maschen – 0:2 nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff. Der Fehdehandschuh war mehr als geworfen und der Gastgeber nun gefordert – und versagte. Im Bemühen um den Anschlusstreffer warfen sie alles nach vorne. Eine ideale Spielwiese für den FFC um seinen an diesem Tage überragenden Georgi. Seine Kopfballverlängerung war es auch die Aniol freie Bahn aufs Tor gab. Der Routinier ließ sich diese Chance nicht entgehen und erhöhte auf 3:0 aus Sicht des 1. FC eine Viertelstunde vor Spielende. Dass jedes kleine Nachlassen Folgen hat zeigte kurz darauf der Gastgeber. Bis dahin nur durch Distanzschüsse aktiv nutzten sie die erste Chance der zweiten Halbzeit nur zwei Minuten später per Kopf zum 1:3. Im Bemühen um eine Resultatsverbesserung boten sie dann aber den Frankfurtern dermaßen große Räume, dass diese gar nicht umhin kamen diese noch mit zwei Treffern für sich zu nutzen. Eine Augenweide dabei das 4:1. Nach einem Solo über den halben Platz an der Außenlinie besaß Georgi noch das Auge für den besser stehende Paul Jäkel der nur noch einschieben musste.
Ganz Sportsmann stellte sich Seelows Trainer Peter Flaig im Anschluss an die Partie den wartenden Journalisten. Dabei ließ er aber kaum ein gutes Haar an seiner Mannschaft: „Wir waren sowohl im Zweikampfverhalten als auch läuferisch unterlegen und dem Gegner nicht im Ansatz ebenbürtig. Nach der ersten Halbzeit war es kein Spiel mehr auf Augenhöhe.“

SV Victoria Seelow: Lopusiewicz – Nasser, D. Jankowski, Lawrenz (69. Pflug), S. Apostolow – Wojciak (60. K. Apostolow), Drews, Mielke, S. Jankowski – Budzalek, Kruber– Trainer: Peter Flaig

1. FC Frankfurt: Schnürer – Haußler, Hildebrandt (71. Steigmiller), Richter (88. Reich), Felix Matthäs – Garling, Begier – Georgi, Jäkel, Grothe (60. Fiebig) – Aniol – Trainer: Frieder Andrich

Schiedsrichter: Stefan Lüth (Ludwigsfelde) – Zuschauer: 565
Tore: 0:1 Begier (48.), 0:2, 0:3 Aniol (51., 76.), 1:3 Budzalek (77.), 1:4 Jäkel (89.), 1:5 Fiebig (90.)


BITTERE NIEDERLAGE

24.08.2014: Zum Punktspielauftakt der neuen Kreisoberliga empfing der 1.FC Frankfurt II die Mannschaft von Union Booßen. Beide Mannschaften hatten ihr Konzept und wollten den Zuschauern einen guten Fußball bieten, hatten aber das schwache Schiedsrichtergespann nicht auf dem Plan. Eine absolut desolate Leistung führte dazu, dass die beiden Mannschaften kaum Chancen hatten ein vernünftiges Spiel zu zeigen. Der Hauptschiedsrichter ließ keinen Spielfluss zu, weil er ständig die Partie unterbrach. Fußball ist ein Kampfsport und lebt vom Einsatz. Normale Zweikämpfe wurden abgepfiffen und mit einer gelben Karte bestraft. Nach 25 Minuten hatte er schon fünfmal wegen harmloser Zweikämpfe den gelben Karton gezogen. Dazu kamen Uneinigkeiten im Dreiergespann, die zu einigen Fehlentscheidungen führten. Absichtliches Handspiel wurde einfach ignoriert, bei Eckbällen der Linienrichter überstimmt und der Höhepunkt war ein völlig unberechtigter Foulelfmeter. Fußball wurde leider zur Nebensache, aber trotzdem gespielt. Der Gastgeber begann nervös, aber auch engagiert und hatte mehr vom Spiel. Zunächst versuchte der 1. FC Frankfurt II mit einigen Torschüssen aus dem Hinterhalt, aber alle Akteure verfehlten nur knapp das Gehäuse. In der 25. Minute setze sich Joe Percy Sauer auf dem rechten Flügel durch und bediente Kevin Suhr. Leider war sein Kopfball aus Nahdistanz zu unplatziert und der Booßener Torhüter parierte den Ball. Danach hatte Joe Percy Sauer selber die hundertprozentige Torchance, aber scheiterte aus zehn Metern am Keeper. Danach war plötzlich ein Bruch im Frankfurter Spiel und man ließ Booßen besser ins Spiel kommen. Zwingende Torchancen gab es aber auch nicht. Ein Tor wurde wegen einer berechtigten Abseitsstellung nicht gegeben und die angesprochene Handszene von Denny Heinze, wo er absichtlich nicht den Kopf benutzte, was eindeutig die gelbe Karte bedeutete und damit Platzverweis...? Mit Beginn der zweiten Halbzeit stand der Schiedsrichter gleich wieder im Mittelpunkt. Innerhalb von fünfzehn Minuten zog er wieder fünfmal die gelbe Karte, wovon nur eine berechtigt war. Der Höhepunkt war natürlich sein Elfmeterpfiff in der 53. Minute. Der Booßener Tino Fröscher wollte sich im Strafraum durchsetzen, legte sich aber den Ball zu weit vor, so dass der ins Toraus ging. Dabei trat er Joe Percy Sauer in die Hacken und viel hin. Daraufhin gab es Geschrei oder Gelächter auf der Booßener Bank und der Schiedsrichter sah sich beeinflusst und zeigte plötzlich auf den Elfmeterpunkt. Der eigentlich nicht mehr auf dem platzstehende Torjäger Denny Heinze verwandelte sicher zum 0:1. Trotz dieser hemmenden Fehlentscheidungen versuchte der 1. FC Frankfurt II wieder ins Spiel zu kommen und bestimmte auch das Spielgeschehen. Zwingende Torchancen blieben aber Mangelware. Einige Freistöße aus guter Position wurden vergeben. Die beste Torchance aus dem Spiel heraus, ergab sich für Miro Dorenburg. Statt den Ball direkt im Tor zu versenken, nahm er den Ball an und verpasste dadurch die Torchance. Zum Ende der Partie hatte Booßen noch zwei gute Konterchancen, aber es blieb beim sehr fragwürdigem 0:1. Es ist leider eine Tatsachenendscheidung, aber trotzdem sollten sich die Schiedsrichteransetzer hinterfragen. Ob es bei einem Ortsderby richtig ist: Schiedsrichter aus der Umgebung anzusetzen und vor allen Dingen ein Trio zu wählen, welches in der Kreisliga schon seine großen Probleme hatte!!!

Torfolge: 0:1 Heinze (53min) Elfmeter

1.FC Frankfurt II: Kreutzer - Koch, Seifert, Henschel, Sauer, Jurchen, Dahlmann(46min Fröhlich), Dochow, Bochow, Suhr (70min Radtke), Dorenburg, Trainer: A. Lingk
Union Booßen: N. Drusst - Zehle, Joost, Horn(59min Emmrich), Heinze(53min Ramelow), Bosse, Würfel, Fenger, Hempel, Genz, Fröscher (92min Spitzel)
Trainer: Th. Liersch
Zuschauer: 57
Schiedsrichter: Th. Haase (Frankfurt (O.), J. Bretschneider (Frankfurt/O.), D. Wegener (Frankfurt/O.)


1.MÄNNER GEWINNEN DEN SOMMERCUP 2014

12.08.2014: Sommer und Sonne satt, dazu der 1. Sommercup. Und diesen Gelitschke-Wanderpokal sicherte sich am Sonntag im großen Stadion der Freundschaft der gastgebende 1. FCF im Sechserfeld vor Landesligist Blau-Weiß Briesen und Landesklasse-Vertreter Müllroser SV.
Nach etwas zähem Beginn mit dem 0:0 gegen Müllrose steigerte sich der Favorit und gewann die weiteren vier Partien: gegen Markendorf und Briesen je 1:0, gegen seine zweite Vertretung 2:0. Zum Schluss feierte der Brandenburgligist gegen den nach dem Zwangsabstieg in die 5. Liga verbannten und im Neuaufbau befindlichen MKS Polonia Slubice sogar ein 6:0-Schützenfest.
15 Vergleiche zu je 20 Minuten auf dem Großfeld-Rasen ergaben ein über sechsstündiges Mammut-Turnier mit 29 Toren - aber nur 185 zahlenden Zwei-Euro-Zuschauern. "Dennoch ein guter Auftakt zu einer Tradition und eine ordentliche Testmöglichkeit für Frankfurter und regionale Teams unmittelbar vor dem Punktspielstart", urteilte Heiner Krafzik. Der FCF-Manager bedauerte zugleich die Absage des FC Union.
Analyse von Frieder Andrich: "Nach etwas holprigem Beginn kamen wir besser in Tritt, spielten technische Vorzüge aus und blieben ohne Gegentreffer. Wir sind, glaube ich, jetzt in der Vorbereitung ein kleines Stückchen weiter." Der Trainer des 1. FCF hatte schon vom Aufgebot her ein dickes Plus auf seiner Seite. 17 Mann standen ihm erstmals in der Testphase zur Verfügung. Da konnte er - bis auf den verletzten Erik Huwe - also nahezu aus dem Vollen schöpfen, konnte alle sehen. Und setzte alle ein. "Jetzt geht es um die Stammplätze", heizt er den Konkurrenzkampf an. "Hier habe ich einige Schlüsse ziehen können, habe aber auch einige Wackelpositionen ausgemacht." Freilich, Ross und Reiter will er nicht nennen - jetzt noch nicht.
Andere sind zu diesem Zeitpunkt nicht so gut besattelt. Markendorf hatte zwar auch 15 Mann auf dem Papier, aber eben nur da. Stützen wie Björn Keller, Michael Lange, Florian Krause oder Selcuk Gülec fehlten - "berufsbedingt oder aus privaten Gründen" (Coach Holger Segger). Etwas kurios: Briesen und Müllrose waren am Ende punkt- und torgleich. Da musste der direkte Vergleich den Ausschlag geben. Und da hatte der Landesligist das Glück auf seiner Seite, denn er gewann das Abschluss-Spiel mit 3:1 gegen die Schützlinge von Ronny Schulze mit einem wieder gut aufgelegten und extra ausgezeichneten Schlussmann Stefan Ammer. Ein positives Fazit zog daher der Müllroser Trainer: "Mit Platz drei bin ich sehr zufrieden. Mehr war nicht drin. Es war ein guter Test in der Vorbereitung, nur das Turnier dauerte mir von 9 bis 16 Uhr etwas zu lange. Die Neuzugänge wie Dustin Berger und Christopher Krüger haben gut eingeschlagen. Nur war es schwer, nach 80 Minuten Pause im letzten Spiel noch einmal richtig in die Gänge zu kommen."

Ergebnisse:
1. FCF I - Müllrose 0:0, - Markendorf 1:0, 1. FCF II 2:0, - Briesen 1:0, - Slubice 6:0; Briesen - 1. FCF II 1:0, - Slubice 1:0, - Markendorf 1:1, - Müllrose 3:1; Müllrose - 1. FCF II 1:0, - Slubice 3:0, - Markendorf 1:0; Markendorf - 1. FCF II 0:0, - Slubice 2:0; 1. FCF II - Slubice 3:1.

Endstand:
1. 1. FCF (13 Punkte/10:0 Tore), 2. Briesen (10/6:3 Tore), 3. Müllrose (10/6:3), 4. Markendorf (5/3:3), 5. 1. FCF II (4/3:5), 6. Slubice (0/1:15)
Bester Spieler: Marcel Georgi (1. FCF)
Bester Torschütze: Kevin Schübler (Briesen) 5 Treffer
Bester Torwart: Stefan Ammer (Müllrose)
Schiedsrichter: Hannes Hähnel, Sven Hennig, Max Köhler (alle Frankfurt), Pascal Reisner und Marcel Riemer (beide Eisenhüttenstadt)
Cup-Gewinner 1. FCF: Schnürer, Reschke - Haußler, Richter, Hildebrandt, Felix Matthäs, Steigmiller, Reich, Pawlowicz, Florian Matthäs, Garling, Begier, Georgi, Grothe, Fiebig, Jäkel, Aniol, Trainer: Andrich/Schröder
(Bericht: Hans Eberhardt, www.moz.de)


16 Jun 2014

3:0 ZUM ABSCHIED AUS DER KREISLIGA

Mit dem letzten Spiel in der Kreisligasaison 2013/14 gegen BW Ziltendorf endete zugleich auch die Ära der dritten Mannschaft des 1. FC Frankfurt auf dem Mittelweg. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wurde der letzte Sieg zum Saisonausklang gefeiert.
Obwohl es für beide Mannschaften um nichts mehr ging, war eine gewisse Brisanz im Spiel. Angeheizt durch die mitgereisten Ziltendorfer Zuschauer kam in der ersten Hälfte eine unnötige Härte und Hektik in die Partie. Erst als sich die FCF Ordner direkt bei den Gästezuschauern postierten beruhigten diese sich auf einen normalen, sportlichen Modus. Beide Mannschaften spielten von Beginn an auf den Erfolg und hatten ihre Torchancen. Der Gastgeber erwies sich hier effektiver und erzielte bereits in der 9. Minute durch Christian Henschel die 1:0 Führung. Nur 10 Minuten später wurde Benjamin Falk unsanft im Strafraum von den Beinen geholt. Florian Dahlmann versenkte das Spielgerät sicher zum 2:0 und erzielte seinen zehnten Saisontreffer. Auch die Ziltendorfer hatten ihre Chancen, aber ein hervorragend haltender Steven Giese erwies sich als uneinnehmbare Festung.
Mit der zweiten Halbzeit wurde es ruhiger und der 1. FC Frankfurt wartete auf Konter. Viele gute Situationen wurden nicht gut zu Ende gespielt und leichtsinnig vergeben. In der 86. Minute fiel dann endlich das erlösende Tor. Nico von Knoblauch, in seinem letzten Spiel für den 1. FC Frankfurt, legte für David Birkholtz auf und der traf per Direktabnahme zum 3:0 Endstand.
Mit einer gelungenen Abschlussfeier, Auszeichnungen und dem häufig hörenden Traditionsspruch: " Ab durch die Mitte, nur die Dritte!" wurde das Kapitel 1. FC Frankfurt III würdig beendet.
In der neuen Saison 2014/15 werden wir als „neue“ Zweite zusammen mit den ehemaligen Spielern der FCF Landesklassemannschaft versuchen, eine schlagkräftige Kreisoberligamannschaft auf die Beine zu stellen.

Aufstellung: Giese - Fröhlich (58min Treitzschke), Dahlmann, Tesch, Bonack, Suhr, von Knoblauch, Bochow, Falk, Radtke, Henschel (63min Birkholtz)
Trainer: A.Lingk, V. Seiring, C.Voigt

Schiedsrichter: Thomas Haase (Ffo.), Ralf Lange(Ffo.), R. Heise(Ffo.)
(Bericht: A.L.)


18 Mai 2014

BOLLWERK SPÄT GEKNACKT

1. FC Frankfurt gewinnt Geduldsspiel gegen FC Hennigsdorf 3:1 (0:0)
In einem wahren Geduldsspiel besiegte der 1. FCF den abstiegsbedrohten FC Hennigsdorf mit 3:1 (0:0). Die Frankfurter blieben in starker Rückrunde im siebenten Vergleich in Serie ungeschlagen und bestätigten den 5. Rang in der Brandenburgliga.
Es war allerdings eine schwere (Zangen-)Geburt bis zum 12. Saisonerfolg. „Wir machten uns das Leben gegen die defensiv eingestellten Gäste selbst zu schwer“, urteilte Trainer Frieder Andrich. „Erst die späten Tore lockerten das Abwehr-Bollwerk.“
Bis auf Jackson Haußler, der nach Windpocken-Krankheit erst jetzt wieder trainieren kann, konnten die Oderstädter mit voller Kapelle antreten. Doch im Musikensemble – um im Bild zu bleiben – gab es viele Disharmonien im Mühen um guten Klang.
In Strafraumnähe kam der finale Pass zu ungenau und landete so meist in der vielbeinigen Verteidigung der Havelstädter. Und aus Standards wurde zu wenig Torgefahr produziert. Artur Aniol köpfte nach Eckstößen zweimal drüber (20./30.). Und als er nach Pass von Marcel Georgi freie Bahn hatte, versagte der Pole abermals (34.).
Hennigsdorf störte erst ab der Mittellinie die Aufbaukreise des 1. FCF und suchte mit rigoros aus der Abwehr herausgeschlagenen langen Bällen die Kontermöglichkeit. So musste Schlussmann Tony Schnürer einmal in letzter Not gegen den schnellen Steven Nowark retten (32.). Eine an Höhepunkten arme erste Hälfte also – auch, weil den Gastgebern auf Kunstrasen nicht viel Gescheites gegen die massierte Defensive einfiel.
Das kalte Pausengetränk von Betreuer Dieter Schulz muss bei einigen wohl Konzentrationsschwächen und Schläfrigkeit potenziert haben, denn gleich der erste Konter saß: Hohe Eingabe von der linken Seite zum halbrechts völlig frei stehenden Nowark – Schuss – Tor. Die bis dahin dominierenden Oderstädter mussten völlig überraschend einem Rückstand hinterherlaufen.
Dieser kleine, aber flinke Nowark hatte wenig später nach Vorlage von Emanuel Schaumburg sogar das 2:0 auf dem Fuß, doch da verzog er knapp.
Nachdem Enrico Below mit einem etwas eigensinnigen Heber-Versuch und Georgi am Tormann gescheitert waren, führte ein Standard doch noch zum Treffer. Huwes weit geschlagenen Eckball von rechts nickte Below ins Netz ein. Einwechsler Paul Jäkel versiuchte sich zweimal mit entschlossenen Schüssen von der Strafraumgrenze. Andererseits musste sich Schnürer gegen den steil geschickten Stephan Arndt im Herauslaufen behaupten (75.). Die späte Führung schließlich bereitete Außenverteidiger Maximilian Will mit weitem Flugball von der rechten Seite vor. Aniol vollendete diesmal per Kopf und später noch einmal nach schneller Attacke.
Es geht also noch was nach vielen Fehlversuchen – nicht nur bei Artur Aniol, sondern bei der Mannschaft. Hat sie einen guten Lauf, klappt es auch mit den Toren spät, aber nicht zu spät. Wie zuvor in Eberswalde.

1. FCF: Schnürer – Will, Hildebrandt, Richter, Huwe – Begier (63. Matthäs), Garling – Georgi (87. Fiebig), Below, Bernwald (63. Jäkel) – Aniol. Trainer: Andrich.

Hennigsdorf: Schlesing – P. Heilmann, Schaumburg, Schubert (84. Traffehn), Jose – Turkoska, Freudenberg – Nowark (63. Tokes), Frenz, Arndt – König. Trainer: Franke.

Schiedsrichter: Wedemeyer (Falkensee). Zuschauer: 130.
Tore: 0:1 Nowark (46.), 1:1 Below (63.), 2:1, 3:1 Aniol (80./88.).
Gelbe Karte: Huwe (82./U).
(Bericht: HANS EBERHARD)


18 Mai 2014

UNSERE ZWEITE MIT HEIMSIEG

1.FC Frankfurt II - Storkower SC 4:2 (3:1)
Mit einem 4:2 Sieg der Moral gegen den Storkower SC gelingt der FCF Reserve nach einer überzeugenden Leistung die 10:1 Schlappe aus der Hinrunde wieder weg zu machen und die Abschiedstournee aus der Landesklasse noch etwas positiver zu gestalten.
Ein Spiel bei dem die wenigen Zuschauer sehen konnten, dass die Reserve des FCF noch lebt. Auf einem Landesklasse tauglichem Niveau war von Anfang an zu sehen, dass der Sieg von der Mannschaft dieses mal auch gewollt war. Wenn auch nicht immer alles hundertprozentig lief und der Gastgeber in der einen und anderen Situation auch etwas Glück hatte, so war zumindest der Wille erkennbar, dieses Spiel für sich zu entscheiden. Und kaum hatte der Unparteiische diese Partie des 26. Spieltages frei gegeben, da stand es auch schon 1:0 für den Gastgeber. Nach einem Pass von Michel Merten vollendete Chrostopher Krüger in der (2.) zum Führungstreffer für die Platzherren.
Ein munteres Spielchen, bei dem es in der Folgezeit auf und ab ging und dann die Gäste an der Reihe waren. Zunächst trafen die Storkower in der (5.) das leere Tor nicht und hatten dann etwas Pech, als Schlussmann Kreutzer (15.) einen 16 Meter Freistoß gerade so zur Ecke klären konnte. Auf der anderen Seite spielten die Oderstädter einen geradlinigen und gefälligen Ball nach vorn, nutzten dabei einen Aussetzer vom Storkower Schlussmann Fiedler, um per Abstauber durch Nils Dochow in der (22.) mit 2:0 in Führung zu gehen. Als die FCF Defensive in der (34.) eine kleine Pause einlegte, nutzte diese der Gast nach einem Freistoß über rechts um durch Anders Martin den 2:1 Anschlusstreffer zu erzielen. Pech wiederum für Storkow, als Schlussmann Kreutzer einen 18 Meter Schuss der Gäste (37.) gerade so zu Ecke klären konnte und nur eine Minute später aus drei Metern den Ball noch über den Querbalken jagte. Nach einem schnellen Umkehrspiel fast mit dem Halbzeitpfiff (45.) und dem schönsten Spielzug des Tages bediente Christopher Krüger über rechts den mitgelaufenen Felix Matthäs, diese nutzte diese Möglichkeit und vollendete sicher zum 3:1 Halbzeitstand für den FCF. Gleich mit Beginn des zweiten Spielabschnitts war der Gastgeber wieder präsenter auf dem Platz und bestrafte die schlechte Zuordnung der Storkower Defensive mit dem 4:1 durch Michel Merten (49.) In der (59.) hätte Nils Dochow zum nächsten Treffer nachlegen können, scheiterte aber im letzten Moment am Storkower Schlussmann Florian Fiedler. Wie aus einem nichts erzielte der Gast aus Storkow in der (70.) den 4:2 Anschlusstreffer.
Eine eher harmlose Flanke senkte sich urplötzlich vom eingewechseltem Lucas Habermann hinter Schlussmann Kreutzer und landete im Tor des Gastgebers.
Zwei weitere gute Möglichkeiten (81.86.) auf der Seite des Gastgebers durch den eingewechselten Mariusz Guraj, die aber nichts mehr Zählbares einbrachten, beendeten dann diese ordentliche Partie auf beiden Seiten. Auf Grund der effektiveren Spielweise hatte dann der Gastgeber am Ende die Nase vorn und hat vom Spielverlauf her nicht einmal unverdient gewonnen.

1.FC Frankfurt II : Kreutzer, Matthäs. Felix, Jurchen (86.Baumann), Dochow, Reich, Henschel (78.Guraj), Steigmiller, Merten, Krüger, Berger(69.Becker, Jönson.
Trainer: Mirko Reusch

Storkower SC : Fiedeler, Preusker, Bergunde, Leopold, Buley, Grossmann, Anders, Wieczorek, Tinius, Neubert (65.Habermann), Mummert.
Trainer: Andreas Lübbehusen

Schiedsrichter: Michael Thrun (Halbe)
Zuschauer: 25
Torfolge: 1: Krüger (2.), 2:0 Dochow (22.), 2:1 Anders 34.), 3:1 Matthäs (45.) 4:1 Merten (49.), 4:2 Habermann (70.)
(Bericht: Heiner Krafzik)


10 Mai 2014

HEIMPLEITE DES 1.FCF III

1.FC Frankfurt III : EFC Stahl Eisenhüttenstadt II 3:5
Bereits am Freitagabend eröffneten der 1. FC Frankfurt III und der EFC Stahl II den Kreisligaspieltag. In einer spannenden Partie siegte am Ende die Stahlelf.
Von Beginn an spielten beide Mannschaften auf den Führungstreffer und die besseren Chancen hatte der Gastgeber. Mario Bochow und Andre' Radtke standen frei vor dem Tor, aber vergaben ihre Möglichkeiten. Ein unnötiges Tor stellte dann den Spielverlauf auf den Kopf. Dreimal hatten die Frankfurter die Chance den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern, aber jedes Mal wurde ein Spieler angeschossen. Plötzlich lag das Spielobjekt bei Enrico Stensky und der erzielte ohne Probleme das 0:1. Leider hatte Altmeister Volker Podlawski nicht seinen besten Tag erwischt. In der 20. Minute konnte er einen Torschuss nicht festhalten und Enrico Stensky staubte zum 0:2 ab. Kurz darauf ergab sich nach einer Ecke die riesige Chance für Steffan Tesch, aber er köpfte knapp über das Tor. In der 30. Minute verhalf die leicht überforderte Schiedsrichterin dem EFC Stahl zu einem Handelfmeter. Aus kurzer Distanz wurde der Ball Steffan Tesch an den Unterarm geschossen. Christian Teichert nahm das Geschenk an und versenkte den Ball sicher zum 0:3. Die Frankfurter ließen sich nicht hängen und erzielten durch Andre' Radtke postwendend das 1:3. Leider hielt die Freude nicht lange. Volker Podlawski unterschätzte einen Flugball und Christian Teichert bedankte sich abermals und schob locker zum 1:4 ein. Auch in der zweiten Halbzeit blieb der 1. FC Frankfurt engagiert und ließ sich vom Spielstand nicht beirren. Die Gäste kamen jetzt nicht mehr so ins Spiel und Frankfurt wollte unbedingt die Ergebnisverbesserung. Benjamin Falk erzielte auch einen Treffer, aber der wurde wegen Abseitsstellung eines anderen Mitspielers nicht gegeben. Leider fiel in dieser Phase wieder ein vermeidbares Tor. Ein harmloser Freistoß landete im Frankfurter Tor. Sonst eine sichere Beute von Volker Podlawski, aber am heutigen Tag nicht. Solche Tage gibt es und er hat uns schon häufig die Punkte gerettet. Trotzdem hatten viele das Gefühl, dass das noch nicht die Entscheidung war. Zunächst hatte aber Mutter "Natur" etwas dagegen und das Spiel musste in der 75. Minute wegen Gewitter abgebrochen werden. Beide Mannschaften waren für eine Fortsetzung des Spiels und der Gastgeber kam danach mit der Unterbrechung besser klar. In der 78. Minute lief Matthias Schutty alleine auf das Tor zu, aber scheiterte am Keeper. Nur zwei Minuten später marschierte Andre' Radtke Richtung Eisenhüttenstädter Tor und wurde am Trikot gehalten, spielte fair weiter, aber er war aus dem Tritt und verzog. Der fällige Elfmeterpfiff blieb leider aus. In der 88. Minute setzte sich Nico von Knoblauch auf der rechten Seite durch und traf mit platziertem Torschuss ins lange Eck zum 2:5. In der 90. Minute das gleiche Spiel auf der linken Seite von Andre' Radtke und er hämmerte den Ball mit Hilfe von Unterlatte und Pfosten in die Maschen. Schade, dass der 1. FC Frankfurt heute zu viele Gastgeschenke verteilte und seine Chancen nicht nutzte!

Torfolge: 0:1 Stensky (15.min), 0:2 Stensky (20.min), 0:3 Ch. Teichert (30.min) Handelfmeter, 1:3 Radtke (32.min), 1:4 Ch. Teichert (35.min), 1:5 S. Teichert (72.min), 2:5 von Knoblauch (88.min), 3:5 Radtke (90.min)

Aufstellungen:
Frankfurt: Podlawski - Tesch, Fröhlich, Treitzschke, Bonack, von Knoblauch, Michel (66.min Schutty), Suhr (66.min Falk), Baumann (46.min Koch), Bochow, Radtke, Trainer: Lingk/Seiring/Voigt
EFC Stahl II: Schulze - Teichert Ch., Liebe, Richter (46.min Methfessel), Beuthel, Thiele, Christen, Teichert S., Drömert (59.min Luckner), Lichtner, Stensky, Trainer: Geiger
Schiedsrichter: Dana Hähnel (Ffo.). Thomas Haase (Ffo.), Jean Bretschneider (Ffo.)
Zuschauer: 32
(Bericht ali)


06 Mai 2014

OFFENSIVGEIST WIRD BELOHNT (UPDATE)

Das Video zum Spiel ist jetzt in unserer Mediathek verfügbar. Danke an die Märkische Oderzeitung.

1. FCF mit verdientem 5. Sieg in Folge: 4:1 gegen Oranienburg

Der 1. FCF scheint in der Rückrunde der Brandenburgliga kaum zu stoppen. Das 4:1 gegen Oranienburg ist bereits der fünfte Sieg in Serie für den Tabellenvierten. Langsam wird’s manchem unheimlich mit dem Blick nach noch weiter oben ...
Frieder Andrich freilich dämpft jede Euphorie. „Wenn die Abwehr steht, können wir an der Spitze mitschnuppern, aber noch sind wir es nicht.“ Der Trainer hatte da die mangelnde Konzentration und fehlende Routine des jungen Verteidigers Maximilian Will im Blick, der den Gästen nach der Pause den Ehrentreffer zum 1:3 ermöglichte.
Ansonsten aber demonstrierten seine Schützlinge wieder den anspruchsvollen Offensivfußball, erarbeiteten und erspielten sich viele Torchancen. Kein Wunder eigentlich, dass der erneut seine Topform unterstreichende Marcel Georgi das 1:0 machte: halblinks vorbei am US-Boy Noah Leland Eubanks und unhaltbarer Abschluss bei freier Bahn.
Auch Artur („der Engel“) Aniol tat als schnelle Spitze seine Schuldigkeit, traf binnen zwei Minuten gleich doppelt: Erst bestrafte der Pole rigoros einen OFC-Rückspielfehler aus dem Mittelfeld, dann markierte er aus eigentlich unmöglichem spitzem Winkel sein neuntes Saisontor. Das 3:0 zur Pause nach flottem Spiel, in dem die Frankfurter den Ball und den Gegner laufen ließen, war hoch verdient.
In der zweiten Hälfte stellten die Randberliner mit zwei Einwechslern und der Rücknahme von Eric Stephan in die Abwehr einiges um. Kai Bremer belebte mit seinem Treffer kurzzeitig die Szenerie beim abstiegsbedrohten Gast, musste aber bald verletzt wieder raus.
Obwohl die Frankfurter da etwas die Zügel schleifen ließen, nicht mehr so bissig und konzentriert nach vorn agierten, hatten sie doch die wesentlich besseren Möglichkeiten durch Georgi (51.), Jäkel (53.), Aniol (66.) und Garling (78.).
Nur einmal hatten die Eintrachtler aus ihrer Sicht Grund zum lautstarken Protest: beim 4:1 nach Freistoß von Erik Huwe und Männer-Premieren-Tor von Florian Matthäs. „Das war kein Foul, das einen Freistoß verdient gehabt hätte“, empörte sich nicht nur Hans Oertwig. „Im Absstiegskampf könnte ja noch das Torverhältnis eine entscheidende Rolle spielen.“ Dennoch war der OFC mit dem 1:4 bei der „Torfabrik“ FCF gut bedient ...

1. FCF: Schnürer – Will (73. Berger), Matthäs, Hildebrandt, Huwe – Haußler, Garling – Georgi, Begier (46. Jäkel), Fiebig (87. Sauer) – Aniol. Trainer: Andrich.

Oranienburg: Schrobback – Eubanks (46. Bremer, 60. Dombert), Berg, Pocnic, Kretschmann (46. Fleischer) – Stephan, Sommer, Unger, Malanowski – Voß, Hartmann. Trainer: Oertwig.

Schiedsrichter: Richter (Lübbenau). Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Georgi (12.), 2:0, 3:0 Aniol (35./36.), 3:1 Bremer (54.), 4:1 Matthäs (74.).
GELBE KARTEN: - Voß (70./F), Stephan (72./F), Malanowski (75./F).
(Bericht: HANS EBERHARD)


27 Apr 2014

Der 1.FCF jetzt Vierter der Brandenburgliga

Nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem in Bestform spielenden Marcel Georgi ließ der 1.FCF in Laubsdorf bereits Sieg Nummer sechs in der Rückrunde folgen. Mit diesem Erfolg tauschen die Frankfurter mit Laubsdorf die Plätze und belegen in der Tabelle der Brandenburgliga aktuell den 4. Platz. Ein Spiel gegen die etwas ersatzgeschwächten Platzherren, bei dem man vor allem in Halbzeit eins viel Geduld mitbringen musste und das noch Stimmungsvollste daran waren die 10 mitgereisten FCF Fans. Da erinnerte diese erste Halbzeit gleich an das Spiel Real Madrid -1 FC Bayern München, wo trotz 70% Ballbesitz gegen die tief stehenden Laubsdorfer kein durchkommen war.
Und wenn sich dann mal eine Möglichkeit ergab, dann wurde nicht der Abschluss gesucht, sondern die Verantwortung auf den nächsten Spieler weiter delegiert. So konnte seitens der Gäste nur im Ansatz die eine oder andere Möglichkeit vermeldet werden, bei der Ersatzschlussmann Sebastian Nuhs wenig Mühe hatte. Dar war der Gastgeber gegen die etwas zu hoch stehende Defensive der Oderstädter weitaus gefährlicher und hatte im Umkehrspiel 3 mal Pech, als die Gäste den Ball aus der Gefahrenzone gerade so weg spitzeln konnten.
So kam den Spielern dann entgegen, dass nach dem leichten Gewitter und Dauerregen der Unparteiische zur Halbzeitpause bat.
Mit dem Willen dieses Spiel für sich zu entscheiden, wurde dann gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts aus allen Mannschaftsteilen für mehr Bewegung gesorgt.
Vor allem war es immer wieder der dribbelstarke Marcel Georgi, der für viel Unruhe im gegnerischem Strafraum sorgte.
In der (53.) hatte er noch Pech, als sein Schuss aus spitzem Winkel noch beim Schlussmann Nuhs landete.
Nur 4 Minuten später machte er es dann besser und brachte dann mit einem 16 Meter Schuss ins rechte obere Eck den FCF mit 1:0 in Führung.
Danach entwickelte sich ein munteres Spielchen, weil der Gastgeber seine Defensivtaktik aufgab und selbst den Ausgleichstreffer erzielen wollte.
Will mit einem Direktschuss nach Pass vom Aniol (59.) und Begier per Kopf knapp übers Tor nach Freistoß Georgi (61.) hätten da zum nächsten Treffer nachlegen können. So war es wieder einmal in der (72.) dem auffälligen Georgi vorbehalten, mit ein paar Häkchen die Laubsdorfer Defensive durcheinander zu bringen und mit dem nächsten 16 Meter Schuss dieses mal ins linke Eck für das beruhigende 2:0 für die Oderstädter zu sorgen.
Für die einzige gefährliche Situation des Gastgebers sorgte dann Specht, als er in der (76.) einen Kopfball aus Nahdistanz über die Querlatte setzte.
Den Schlusspunkt des Spiels setzte dann in der (88.) wiederum der quirlige Georgi, spielte bis zur Grundlinie drei Gegenspieler aus und bediente den freistehenden Fiebig, der dann wenig Mühe hatte das 3:0 und gleichzeitig das Endergebnis zu erzielen.
Trainer Frieder Andrich: Wir wussten das wir gegen eine erfahrene Laubsdorfer Mannschaft spielen, die zu den Spitzenmannschaften der Brandenburgliga gehört. Wollten den Gegner von Anfang an zu Fehlern zwingen, was uns in der ersten Halbzeit aber nicht gelang.
Das konnte wir dann in der zweiten Halbzeit besser machen. Ein verdienter und klarer Auswärtssieg unserer jungen Mannschaft, was uns für die nächsten Aufgaben weiter nach vorn bringt.

1.FC Frankfurt: Schnürer, Hildebrandt, Will, Richter, Haußler, Georgi, Below(81. Berger), Garling, Begier(65.Jäckel), Aniol(71.Fiebig), Huwe.
Trainer: Andrich/Schröder

SG Blau-Gelb Laubsorf: Nuhs, Leupold, Lahr, Kubis, Specht, Weska, Golnik, Holz, Pohl(66.Voigt), Schötzigk, Treuger.
Trainer: Sven Goertz

Schiedsrichter: Stefan Richter Lübbenau (Spreewald)
Zuschauer: 75
Torfolge: 0:1 Georgi (57.) 0.2 Georgi (72.) 0:3 Fiebig (88.)
(Spielbericht Brandenburgliga von Heiner Krafzik)


22 Apr 2014

MSV Hanse Traditionsteam gewinnt 1. Ostercup

Im entscheidenden Spiel setzte sich der MSV Hanse Frankfurt gegen den ehemaligen Rivalen SV Eintracht Frankfurt mit 2:1 durch und holte sich den viel bejubelten Turniersieg
Dank sagten Spieler, Trainer und Mannschaftsleiter Organisator Frank Schömann vom 1. FC Frankfurt für das gelungene Event. Es lockte eine Menge Zuschauer an - darunter auch Finkenheerder, Ziltendorfer und Eisenhüttenstädter. Und schon alleine durch die Anwesenheit der Traditions-Teams vom MSV Hanse Frankfurt, SV Eintracht Frankfurt und Blau Weiß Frankfurt war für Stimmung gesorgt. Viele alte Bekannte trafen sich beim Osterbierchen, schwelgten in der Vergangenheit und tauschten Fußballweisheiten aus. Das Teilnehmerfeld komplettierten Blau Weiß Lebus, PSV Frankfurt (der kurzfristig für den SV Woltersdorf einsprang) und der Gastgeber, Kreisligist 1. FC Frankfurt III.
Mit einer Spielzeit von 14 Minuten und mit dem Modus Jeder gegen Jeden wurde auf einem Kleinfeld um die Pokale gefightet. Das Eröffnungsspiel bestritten der Kreisligist Lebus und die Traditionself des SV Eintracht. Eintracht Frankfurt, gespickt mit alten Haudegen wie André Schwanke, Falko Georgi und Mirko Reusch sowie die noch aktiven Christopher Krüger (1. FC Frankfurt) und Björn Koch (Müllroser SV) ging schnell mit 2:0 in Führung, aber Lebus hielt dagegen und drehte die Partie noch zum 4:2-Sieg.
Die zweite Partie absolvierten der PSV und die Traditionsmannschaft des MSV Hanse, mit Spielern bestückt wie Steven Jönson, André Radtke, Steffan Tesch, Benjamin Treitzschke (alle 1. FC Frankfurt) und Sebastian Schier (SG Burg). Hanse wollte an alter Wirkungsstätte natürlich den Turniersieg erringen, musste sich aber zunächst mit einem 1:1 begnügen.
Im dritten Spiel traf dann der 1. FCF III auf die Traditionself von Blau Weiß Frankfurt. Leider fehlte hier die Würze im Spiel und es ging 0:0 aus. Der Gastgeber spielte auch im weiteren Turnier keine große Rolle mehr und belegte mit vier Punkten nur Platz 5.
Das Turnier bestimmten die Mannschaften von Lebus, Eintracht und Hanse. Lebus verspielte den Turniersieg im letzten Match mit einem 1:1 gegen Blau-Weiß Frankfurt. Lebus musste hoffen, dass sich Eintracht und Hanse die Punkte teilen - was nicht eintrat. Im entscheidenden Spiel setzte sich Hanse gegen Eintracht mit 2:1 durch und holte sich mit elf Punkten den Turniersieg. Lebus wurde Zweiter (10 Zähler), Eintracht (9 Punkte) vor Blau-Weiß Frankfurt (6) Dritter.
Mit vier Treffern errang Christopher Krüger (SV Eintracht)den Torjäger-Pokal und wurde gleichzeitig auch bester Spieler des Turniers.
Dank sagen die Organisatoren allen Helfern und den Schiedsrichtern Ronny Heise und Dirk Brusack. Sie brachten das gelungene Turnier gut über die Bühne und hatten Spaß dabei.
(Quelle: www.moz.de)


15 Apr 2014

1. FCF im Höhenflug

Der Höhenflug des 1. FCF in der Rückrunde geht weiter. Dem 3:1 in Miersdorf ließen die Frankfurter nun ein 4:1 (2:0) gegen den abstiegsbedrohten SV Babelsberg II folgen. Mit dem dritten Sieg in Folge sind sie nun Fünfter.
Das Trainergespann Andrich/Schröder folgte von der Besetzung her der Erkenntnis: „Ändere nie eine erfolgreiche Mannschaft“. Und das Team setzte eine andere Erfahrung in die Tat um: „Steter Tropfen höhlt den Stein“. Anders gesagt: Mit Geduld und Dauerdruck kommst du zum Erfolg, erzwingst Fehler beim Gegner.
Hübsch anzuschauen manch Doppelpass, manche Kombinationen – meist initiiert vom technisch starken Marcel Georgi. Aber auch fußballerisch gut ausgebildete „junge Wilde“ wie Geburtstagskind Maximilian Will (wurde 19), Florian Matthäs, Paul Jäkel oder der eingewechselte Robin Grothe trauten sich beherzte Dribblings zu. Entgegen kam den Oderstädtern, dass sich die U-23 der Gäste ums Mitspielen bemühte, sich nicht hinten einmauerte, aber zu wenig Konterchancen entwickelte. So könnte das Schlusslicht immer mehr zur „Schießbude“ der BB-Liga verkommen.
Der auch in der Höhe völlig verdiente Gastgebersieg spiegelt wohl nur den Vergleich zweier Extreme wider: hier die erstarkte, torhungrige Vertretung mit 51 erzielten Treffern (Bestwert), da das defensivschwächste Team mit 58 Gegentoren.
Wenn etwas zu bemängeln ist neben der Trefferquote: ein gefährlicher Abspielfehler von Schlussmann Tony Schnürer (11.), eine Konzentrationsschwäche von Verteidiger Dennis Hildebrandt unmittelbar vor dem Gegentreffer zum 3:1 (65.) und ein oft in die Abseitsfalle tappender Artur Aniol.

1. FCF: Schnürer – Will, Hildebrandt, Richter, Huwe (60. Garling) – Matthäs, Haußler – Georgi, Below, Jäkel (60. Grothe) – Aniol (83. Begier). Trainer: Andrich.

Babelsberg II: Zuch – Fuchs, Kantak, Wagner-Boysen, Schröter – Kim (46. Käpnick), J. Schmidt, Bundschuh, von Piechowski (76. A. Schmidt), Mahop - Göbel. Trainer: Stuck.

Schiedsrichter: Heinze (Drebkau). Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Below (33.), 2:0 Georgi (43.), 3:0 Hildebrandt (53.), 3:1 Bundschuh (65.), 4:1 Begier (90.).
(Bericht: Hans Eberhard)


14 Apr 2014

1.FC Frankfurt II - FSV Blau-Weiß Wriezen 2:2 (1:0

Nach dem erneuten 2:2 Unentschieden gegen Blau-Weiß Wriezen verbleibt die FCF Reserve weiter auf den Abstiegsrängen in der Landesklasse Ost und hat wohl jetzt schon den letzten Strohhalm zum Klassenerhalt frühzeitig verspielt.

Dabei fing diese Partie für die wieder arg personell gebeutelten Schützlinge um das Trainergespann Hamann/Reusch gar nicht nicht so schlecht an.
Da bot man sogar in der ersten halben Stunde den wenigen Zuschauern einen gefälligen Fußball an.
Mit vielen guten Ballstafetten und einem ordentlichen Kombinationsspiel hat sich die FCF Reserve gegenüber seinen Gästen dann auch die besseren Möglichkeiten erarbeitet.
Schon nach 4 Minuten konnte sich der Gast aus Wriezen bei seinem Schlussmann Elischer bedanken, dass sie dank seiner Glanzparaden, nach Schüssen durch Fiebig und Berger, nicht schon frühzeitig in Rückstand gerieten.
In dieser Druckphase setzte Joe Jurchen nach und konnte in der (6.) nur regelwidrig im Strafraum zu Fall gebracht werden.
Dustin Berger legte sich den Ball zurecht und verwandelte sicher zum 1:0 Führungstreffer des Gastgebers.
Der Gastgeber legte weiter nach und erarbeitete sich in der Folgezeit gute Möglichkeiten durch Sauer (12.),Berger (18.), Merten (22.)und Fiebig(40.),versäumte aber, nur den wichtigen zweiten Treffer zu erzielen.
So blieb es dann beim nicht unverdientem 1:0 Pausenstand des Gastgebers.
Im Laufe des zweiten Spielabschnitts ließ die Konzentration des Gastgebers nach und der schöne Spielfluss der ersten Halbzeit war wieder dahin.
Zu wenig Bewegung und viele Abspielfehler machten dann die Gäste wieder stark.
Da war Schlussmann Kreutzer (62.) wieder gefragt, um ein Kopfball der Wriezener zur Ecke zu klären und den möglichen Ausgleichstreffer zu verhindern.
Um diesen bettelte dann die FCF Reserve in den nächsten Minuten des Spiels, bis er in der (76.) auch fiel.
Nach einer Flanke über links nahm Christian Wegner aus halb rechter Position Maß und vollendete unhaltbar zum 1:1 Ausgleichstreffer für die Gäste.
Danach war der Spielfaden auf beiden Seiten dahin. Nur durch spontane Abschüsse ergaben sich weitere Möglichkeiten durch Jönson (83.) einem 16 Meter Schuss und in der gleichen Minute ein 18 Meter Knaller der Wriezener an die Querlatte.
Eine Einzelaktion durch Dustin Berger und die anschließende Notbremse im Strafraum führte in der (86.) zum erneutem Strafstoß für den Gastgeber.
Der Gefoulte selbst legte sich den Ball wieder zurecht und verwandelte sicher zum 2:1 Führungstreffer für den Gastgeber .
Wer jetzt kurz vor Ultimo dachte, diesen knappen Vorsprung über die Runden zu bringen, der irrte sich gewaltig.
Noch in der gleichen Minute schnappte sich Marcel Matthias den Ball vom Anstoß Punkt und erledigte mit einem Sonntagsschuss aus 22 Metern ins linke Dreiangel unhaltbar für Schlussmann Kreutzer den schnellen 2:2 Ausgleichstreffer.
Des einen Freud und des anderen Leid, so könnte man die letzten Schlussminuten dieser Partie bezeichnen, die am Ende eher den Wriezenern und nicht dem Gastgeber helfen sollten.

1.FC Frankfurt II : Kreutzer, Steigmiller, Jurchen, Sauer, Henschel, Berger, Merten, Fiebig, Krüger, Jönson, Becker.
Trainer: Hamann/Reusch

Schiedsrichter: Sebastian Siegl (Guben)
Zuschauer: 30
Torfolge: 1:0 Berger (6.) 1:1 Wegner (76.) 2:1 Berger (86.) 2:2 Matthias (86.)
(Bericht Heiner Krafzik)


07 Apr 2014

Hohe Heimniederlage des 1.FC Frankfurt III

Nach einem guten Spiel folgt in der Regel ein schwaches Spiel. Die Zuschauer sahen in der ersten Halbzeit ein Spiel ohne große Höhepunkte. Das Tor für Rießen in der 27. Minute durch Veith Mante entsprang dem Zufall. David Birkholtz hätte mit aller Ruhe den Ball aus der Gefahrenzone befördern können, aber schoss einen Gegenspieler an. Auch der zweite Versuch missglückte und der Ball landete unfreiwillig beim Torschützen. Mehr gab es von beiden Mannschaften in der ersten Halbzeit nicht zu berichten. Normalerweise kam der 1. FC Frankfurt mit der zweiten Halbzeit immer anders aus der Pause und bot den Anhängern ein leidenschaftliches Spiel. Diesmal war es nicht der Fall und Astoria Rießen hatte es damit leichter als Trainer Axel Ruppenthal dachte. Selbst die Gäste hatten aus dem Spiel heraus kaum nennenswerte Aktionen und Torhüter Volker Podlawski eigentlich einen ruhigen Nachmittag. Alle restlichen Tore für Rießen fielen nach kuriosen Standardsituationen. Beim 2:0 durch Tino Herring, 3:0 durch Veith Mante und 4:0 durch Steve Malack wurden die Spieler irgendwie angeschossen und der Ball kullerte an Volker Podlawski vorbei ins Tor. Das 5:0 zum Abschluss teilten sich Steve Malack und Manndecker Martin Fröhlich gemeinsam. Eigentor oder nicht? Es wurde für den Rießener entschieden!
Am Ende war es ein gebrauchter Tag und eine ganz schwache Vorstellung des 1. FC Frankfurt III mit nicht einer echten Torchance.

Torfolge: 0 : 1 Mante (27min.)
0 : 2 Heering (52min.)
0 : 3 Mante (63min.)
0 : 4 Malack (67min.)
0 : 5 Malack (92min.)

Aufstellungen:
Podlawski - Tesch, Tischer, Fröhlich, Bonack(46min. Falk), Birkholtz, Bochow M., Schutty(57min. Treitzschke), Dahlmann(49min.Suhr), von Knoblauch, Radtke
Trainer: A.Lingk/V.Seiring

Assmann R. - Galle, Schiller, Heering, Mante, Kobs, Krüger, Assmann M., Meier(69min. Ruppenthal A.), Malack, Götze(69min. Dawid)
Trainer: A. Ruppenthal

Schiedsrichter: J. Dewald (Ziltendorf)
Zuschauer: 35
(Bericht Andre Lingk)


06 Apr 2014

SG Hangelsberg 47 - 1.FC Frankfurt II 3:1 (2:0)

Die FCF Reserve scheint jetzt der Aufbaugegner für Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte zu sein, weil man von Anfang an nicht in der Lage ist, sie mit ihren Mitteln kategorisch zu bekämpfen.
Mit dem alten Hausrezept des Gastgebers, mit langen Bällen den Gegner unter Druck zu setzen und dann zum Erfolg zu kommen, scheint gerade bei den Frankfurtern zu funktionieren. Auch weil der entscheidende Einsatzwille und die Robustheit gefehlt hat, die entscheidenden Zweikämpfe auch für sich zu entscheiden. Viele verlorene Zweikämpfe und unnötige Fouls brachten die Frankfurter schon frühzeitig auf die Verliererstraße, weil der geradlinige und einfache Fußball zu wenig gespielt wurde.
Dazu kam noch, dass die neu formierte Viererkette mit den langen Bällen des Gegners überhaupt nicht zu Recht kam und sich zu oft überspielen ließ.
Und wenn es damit dem Gegner nicht gelang, dann durch viele unnötige Fouls der Gäste, die dann zu unnötigen Freistößen geführt haben.
Eins davon verursacht durch Sebastian Pohl (4.), gibt er dann auch noch dem anschließenden Freistoß vom Maik Pilowski eine andere Richtung und schon stand es 1:0 für den Gastgeber.
Zwei weitere gute Möglichkeiten des Gastgebers (12.25.) hätte danach zu weiteren Toren der Hangelsberger führen können.
Nach einem verursachten Foul der vielbeinigen Abwehr des FCF bekam der Gastgeber in der (32.) dann auch noch einen Strafstoß zugesprochen.
Diesen verwandelte Tom Knoll sicher zur 2:0 Führung für die Randberliner.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff verhinderte Schlussmann Steven Giese die nächste Möglichkeit des Gastgebers, als er einen Schuss aus aus Nahdistanz zur Ecke klären konnte.
Eine etwas bessere zweite Halbzeit hätte das Ergebnis zu Gunsten der Frankfurter noch korrigieren können.
Doch neben dem Unvermögen kommt dann auch noch Pech dazu, als der Unparteiische in der (60.) ein angebliches Abseitstor der Frankfurter nicht anerkannte. Mit dem besten Spielzug des Tages genau in den Lauf von Mariusz Guraj kam wieder etwas Hoffnung auf, als dieser überlegt (72.) zum 2:1 Anschlusstreffer traf. Ein erneuter Stellungsfehler der Frankfurter beendete wieder schnell diese Hoffnungen, noch ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Mit einem unhaltbaren Volleyschuss erzielte Robin Schneider (83.) das 3:1 für die Platzherren und gleichzeitig das Endergebnis.

1. FC Frankfurt II: Giese, Jurchen, Dochow, Sauer, Henschel, Steigmiller, Pohl, Krüger, Dorenburg(54.Fröscher), Guraj, Jönson.
Trainer: Erich Hamann

Schiedsrichter: Norbert Koch (Königs-Wusterhausen)
Zuschauer: 75
Torfolge: 1:0 Pilowski (4.), 2:0 Knoll (32. Strafstoß), 2:1 Guraj (72.) 3:1 Schneider (83).


31 Mär 2014

Mit viel Geduld zum höchsten Saison-Sieg

Der sonst immer kritische Frieder Andrich konnte seinem Team nur einen einzigen Vorwurf machen: "Wir hätten gegen Brandenburg schon viel früher als in der letzten Viertelstunde alles klar machen können, ja müssen." Der Trainer hatte da vor allem die großen Möglichkeiten für Enrico Below (32./44.), Tobias Fiebig (36.) und Marcel Georgi (40.) im Blick. "Wir gehen immer noch zu schlampig, zu fahrlässig mit unseren Chancen um." Dennoch trug das Geduldsspiel am Ende reife Früchte.
Neben dem wieder auffällig schnellen und trickreichen Georgi, der meist zwei Gegenspieler umkurvte und ordentliche Vorlagen lieferte, hatte auch der fleißige Below anfangs einige gute Szenen bei Sturmläufen. Später tauchte er mit schwacher Ballkontrolle immer mehr unter - bis auf sein 2:0 nach einer Stunde. Da hatte ihn die Viererabwehr-Kette des Tabellenletzten völlig frei halbrechts stehen lassen angesichts der Erfahrung: Der trifft sowieso nicht. Typischer Fall von denkste! Das 1:0 hatte Below selbst vorbereitet mit Pass in die Gasse auf den schnellen Außenverteidiger Maximilian Will.
Weitere Erkenntnis: Der zuvor oft glücklose Torjäger Artur Aniol wurde eine Halbzeit lang geschont und trifft nun wieder. Bei seinen ersten Torschussversuchen ließ sich der Einwechsler noch den Schneid vom guten Gäste-Schlussmann Christoph Böhm abkaufen (48./70.). Dann bereitete er auf der linken Seite das 3:0 vor. In den scharfen Querpass mit dem Adressaten Przemyslaw Begier grätschte Kapitän Frank Bischof rein und beförderte den Ball unglücklich ins eigene Netz.
Den Schlusspunkt zum 4:0 setzte Aniol selbst, als er überlegt und platziert am herauslaufenden Böhm vollendete. Nach dem 5:1 in Babelsberg (7. Spieltag) verdienten sich die Frankfurter ihren höchsten Saisonsieg bei geringer Gegenwehr allemal.
Negative Stahl-Erkenntnis: In dieser schwachen Offensiv-Verfassung scheint Brandenburg der erste Absteiger zu sein. Ganze zwei kleine Chancen durch einen Suchacek-Freistoß (55.) und Aumann nach Eckstoß (73.) machten die Misere der Havelstädter nach 20 Runden bei einem Trefferverhältnis von 22:36 deutlich. Mit dem Versuch, sich hier und da ein torloses Unentschieden zu "ermauern", wird die Klasse diesmal wohl nicht zu halten sein.
1. FCF: Schnürer - Will, Hildebrandt, Richter, Huwe - Haußler, Garling (73. Grothe) - Georgi, Matthäs (77. Begier), Fiebig (46. Aniol) - Below - Trainer: Andrich
Brandenburg: Böhm - Taube (65. Kollewe), Bischof, Meyer, Suchacek - Ronis, Schimpf, Buczilowski, Becker (46. Schubarth) - Aumann, Tarnow (75. Kakoschky) - Trainer: Koch
Schiedsrichter: Kaminski (Berlin) - 0Zuschauer: 160
Gelbe Karten: Fiebig, Hildebrandt - Taube
(Quelle: www.moz.de, Hans Eberhard)


29 Mär 2014

Leider nur ein 2:2 gegen Aufbau

Kein schönes aber dafür sehr intensives Spiel durften sich die ca. 70 zahlenden Zuschauer bei einem sonnenreichen Samstag über sich ergehen lassen, bei dem der Gastgeber schon von Beginn an vom Pech verfolgt werden sollte. Weil ein sehr unglücklich agierendes Schiedsrichterkollektiv, über das man im Normalfall zuletzt sprechen sollte, durch viele Fehlentscheidungen die Platzherren fast auf die Verliererstraße schickte. Hell und wach sollte jeder mit Beginn des Spiels sein, vermittelte
Trainer Erich Hamann noch bei der Einweisung seinen Spielern. Das traf an diesem Tag auf die Unparteiischen wahrscheinlich nicht zu, denn es war nicht einmal 1 Minute gespielt, da stand es bereits 1:0 für die Gäste aus Eisenhüttenstadt. Nach einer klaren Abseitsposition durch Aron Mentz ließ der Unparteiische weiter spielen, weil sein Assistent an der Mittellinie herumirrte und dies dann nicht sehen konnte, so nahm er den Ball seelenruhig auf und erzielte damit die schnelle 1:0 Führung für die Gäste. Die nächste Möglichkeit der Gäste (7.), ein 20 Meter Schuss verfehlte dann den Kasten von Schlussmann Matthias Kreutzer nur knapp. Aufbau versuchte in der Folgezeit immer wieder mit langen Bällen auf Aron Mentz den Erfolg zu suchen und hatte in der (16.) seinen Beistand in dem unsicher wirkenden Assistenten, der wiederum eine Abseitsposition übersah. Aron Mentz sagte wieder danke und schon stand es 2:0 für Aufbau Eisenhüttenstadt.
Auch wenn beim Gastgeber diesmal nicht alles spielerisch lief, so steckten sie trotz des 2:0 Rückstandes nicht auf und bemühten sich das Ergebnis zum Positiven zu korrigieren. Dies gelang dann in der (19.) Steven Jönson, als sein Schuss über links aus 10 Metern Schlussmann Carsten Gröger nur noch ins eigene Tor zum 2:1
Anschlusstreffer abfälschen konnte. Die nächste gelungene Spielaktion nach Pass von Krüger (23.) beendete Mariusz Guraj mit einem sauberen Lupfer über Schlussmann Gröger zum 2:2 Ausgleichstreffer für die Frankfurter. In dieser von beiden Seiten kampfbetonten Partie spielte sich dann vieles bis zur Halbzeitpause zwischen beiden Strafräumen ab . Im zweiten Spielabschnitt stand zunächst Schlussmann Matthias Kreutzer im Rampenlicht des Geschehens seitens der Gastgeber.
In der (52.) bewahrte er seine Mannschaft mit zwei reaktionsschnellen Paraden aus Nahdistanz vor einen erneuten Rückstand. Das Gleiche gelang ihm auch in der (76.) als er reaktionsschnell aus Nahdistanz den Ball noch zur Ecke klären konnte. Dann überschlugen sich die Ereignisse in den letzten Minuten des Spiels vor dem Tor der Gäste aus Eisenhüttenstadt. Zunächst jagte Florian Mertin den Ball aus 10 Metern (85.) über den Kasten vom Gäste-Schlussmann Gröger und anschließend war Joe-Percy Sauer (86.) völlig überrascht, als der Ball vor ihm lag und er den dann aus 4 Metern noch über den Querbalken jagte. Der Höhepunkt der unglücklichen Leitung der Unparteiischen war, als vor seinen Augen Michel Merten im Strafraum (88.) nur die Beine getroffen wurden und der mehr als berechtigte Strafstoß leider ausblieb. Dieser Zuspruch und auch das Glück fehlt dann einer Mannschaft, die sich im unteren Tabellenende befindet.
Beim nächsten Auswärtsspiel, was aber wieder nicht einfach sein wird, muss die Defensive beim letzten in Hangelsberg heißen, weiter fleißig
Punkte sammeln. (H.K.)

1.FC Frankfurt: Kreutzer, Henning, Jurchen, Sauer, Henschel,
Steigmiller, Merten, Berger(66. Pohl), Krüger,Guraj(78.Mertin), Jönson.
Trainer: Hamann/Reusch

SG Aufbau Eisenhüttenstadt: Gröger, Becker (76.Kramer), Walter, Naumann
(37.Fabich), Geiger, Kühnöhl, Menzel, Steinbeiss, Franke.Marco,
Wernicke(60.Franke.Maik), Mentz
Trainer: Roland Steinfurth

Schiedsrichter: Stephan Zimmer (Klein Loitz)
Zuschauer: 70
Torfolge: 0:1 Aron Menz (1.) 0:2 Aron Menz (6.) 1:2 Jönson (19.) 2:2
Guraj (23.)


18 Mär 2014

1.FC Frankfurt II verliert in Herzfelde

Trotz guter Vorsätze sowie einer ordentlichen Ansprache vom Trainer Erich Hamann sollte es dann doch nicht der Tag der Oderstädter werden und dieses Spiel schnell in die Ablage gelegt werden.
Schon mit Beginn des Spiels kam die FCF Reserve mit den starken Windverhältnissen und dem extremen holprigem Rasen überhaupt nicht zurecht.
War dann im gesamten Spielverlauf nach einer schwachen spielerischen und kämpferischen Leistung meist immer der zweite Sieger, weil Anspruch und Durchsetzung an diesem Tag den großen Unterschied ausmachten.
Schlechte Zuordnung und fehlende Aggressivität seitens der Gäste reichten dann einen auch nicht besser spielenden Gegner, um mit zwei glücklichen Toren dieses Spiel als Sieger zu beenden.
Mit viel Wind im Rücken haben sich die Oderstädter durch Ihre komplizierte Spielweise das Leben immer wieder selber schwer gemacht, bei dem der eine oder andere Distanzschuss das richtige Rezept gewesen wäre.
So blieb es dann bei einigen Ansätzen der Gäste mit zwei Möglichkeiten durch Mariusz Guraj (7.34.) , Tommy Neumann (39.) aus halb linker Position und einem Kopfball durch Krüger an die Querlatte (38.).
Auf der anderen Seite bemühte sich der Gastgeber zumindest in kämpferischer Hinsicht mit einigen Distanzschüssen (21.28.) zum Erfolg zu kommen, die aber bis zum Halbzeitpfiff auch nichts Zählbares einbrachten.
Selbst einige Umstellungen in der Halbzeitpause verpufften schon wieder nach einigen Minuten des zweiten Spielabschnitts und der FCF wirkte weiter wie gelähmt.
Passend zum Spielverlauf bekam dann auch noch der Gastgeber in der (60.) zum Entsetzen aller einen Strafstoß nach einem angeblichen Rempler durch Michel Merten zugesprochen.
Dieses Geschenk nahm dann Andre Bauer an und verwandelte zum 1:0 Führungstreffer für den Gastgeber.
Der eingewechselte Sebastian Pohl hätte zumindest in der (72.) den Ausgleichstreffer erzielen können, scheiterte aber völlig freistehend am Herzfelder Schlussmann Zipper.
Die letzte Möglichkeit vergab noch Below (76.) aus 12 Metern über den Herzfelder Kasten.
So sollte dieses Spiel in der 84. nach einem Konter zu Gunsten des Gastgebers entschieden werden.
Von der Grundlinie aus spielte Dänhardt noch zwei Verteidiger und Schlussmann Kreutzer aus und vollendete aus spitzem Winkel zum 2:0 Endstand für den Gastgeber.
Ein glücklicher aber am Ende nicht unverdienter Sieg des Gastgebers, weil die schlechteste Leistung der Rückrunde der FCF Reserve nicht ausreicht, um solche wichtigen Spiele für sich zu entscheiden.

Die kommende Trainingswoche sollte dafür genutzt werden, damit beim nächsten Heimspiel gegen Beeskow, eine Mannschaft mit einer Leistung auf dem Platz steht, die wir in den ersten beiden Spielen gesehen haben.

1.FC Frankfurt II: Kreutzer, Henning, Jurchen, Steigmiller, Below, Henschel, Merten, Guraj(46.Mertin), Krüger, Neumann(71.Pohl), Becker.
Trainer: Erich Hamann

Schiedsrichter Max Gödner (Bad-Saarow)

Torfolge: 1:0 Bauer (60. Strafstoß), 2:0 Dänhardt (84.)
Foto: (F.S.)


17 Mär 2014

Die Dritte siegt beim FC Groß Muckrow

Nach einer kurzen Abtastphase setzte der 1. FC Frankfurt III die ersten Achtungszeichen durch Kevin Suhr und Florian Dahlmann. Beide vergaben aber ihre hundertprozentigen Torchancen. Beim Gastgeber wurde es immer gefährlich, wenn Kapitän Tino Sradnick an den Ball kam. Bei einem direkten Freistoß von ihm, hätte Torhüter Volker Podlawski keine Chance gehabt, aber zum Glück klatschte der Ball ans Lattenkreuz. Auf der Gegenseite setzte Benjamin Treitzschke einen Ball an den Pfosten. Der zurückprallende Ball landete bei Kevin Suhr, aber wieder konnte er den Muckrower Keeper nicht überwinden.
Kurz vor der Pause gelang dann doch die verdiente Führung für Frankfurt. Ein gelungener Flankenball von Jens Tischer erreichte Florian Dahlmann und der erzielte per Kopf den 0:1 Pausenstand.
Die zweite Halbzeit begann mit stürmischen Angriffen, begünstigt durch einen kräftigen Wind, vom Gastgeber. Doch zwingende Torchancen sprangen dabei nicht heraus. Die Frankfurter kamen wieder besser ins Spiel und hätten durch Andre' Radtke und David Birkholtz die Führung ausbauen können, aber beide nutzen ihre Chancen nicht. In der 70. Minute verletzte sich leider unser Winterneuzugang Rico Bochow ohne Fremdeinwirkung am Knie. Auf der spärlich besetzten Auswechselbank saß nur noch Ersatzkeeper Cornell Voigt, der dadurch zu seiner Premiere als Feldspieler in der Kreisliga kam. Beim Gastgeber schwanden nun die Kräfte und der 1. FC Frankfurt nutzte dies nun aus. In der 86. Minute setzte sich Matthias Schutty energisch auf dem rechten Flügel durch und bediente uneigennützig Maik Bonack, der ohne Probleme das 0:2 erzielte. Den 0:3 Endstand besorgte David Birkholtz in der 90. Minute mit einem überlegten Torschuss ins lange Eck.


08 Mär 2014

Heimsieg unserer zweiten Mannschaft

1.FC Frankfurt II - SG Wiesenau 03 3:1 (1:0)

Mit einer überzeugenden Leistung gewinnt die Reserve des 1.FCF sein erstes Rückrunden-Heimspiel gegen die SG Wiesenau 03 mit 3:1 und sammelt weiter fleißig wichtige Punkte gegen den bedrohlichen Abstieg aus der Landesklasse Ost.
Wie schon am vergangenem Wochenende gegen Blau-Weiß Markendorf boten die Schützlinge um Trainer Erich Hamann wieder eine überzeugende Leistung gegen den Beeskow Bezwinger der vergangenen Woche an.
Hoch motiviert und voller Tatendrang begann dann die FCF Reserve in der ersten Viertelstunde des Spiels wie die Feuerwehr und hätte nach guten Möglichkeiten gleich mit zwei bis drei Treffern in Führung gehen müssen.
Die größte davon hatte in der (5.) Nils Dochow, als er nach Ecke durch Dustin Berger völlig freistehend aus 1- Meter Entfernung den Ball noch senkrecht über den Kasten vom Wiesenauer Schlussmann Fricke jagte. In dieser Druckphase des Gastgebers fiel dann bereits in der (10.) der nicht unverdiente 1:0 Führungstreffer. Nach einem Pass vom Sebastian Henning war Miro Dorenburg zur Stelle und brachte diesen Ball mit einem Lupfer über Schlussmann Fricke im generischem Tor unter. Weitere gute Möglichkeiten seitens des Gasgebers durch Berger (4.) und zweimal Dorenburg (14.16.) hätten dieses Ergebnis bis zum Halbzeitpfiff höher ausfallen lassen können. Allerdings hatte die Frankfurter in der (26.) Glück, als die einzige Chance der Wiesenauer ein 19 Meter Freistoß durch Fechner nur an der Querlatte landete. Die nächste gute Möglichkeit hatte Krüger gleich mit Beginn der zweiten Halbzeit, als ihm in der (50.) völlig frei über rechts der Ball über den Spann rutschte.
Eine Doppeleinwechslung in der (69.) von Tommy Neumann und Mariusz Guraj sollte dann zu Gunsten des Gastgebers ausfallen. Kaum im Spiel brachte Mariusz Guraj mit den Treffern zwei und drei die FCF Reserve entscheidend auf die Siegerstraße. Zunächst staubte er einen Ball in der (74.) ab und vollendete zum 2:0 für die Platzherren. Nur eine Minute später schloss er einen aufgenommen Ball gleich selber flach zum 3:0 ab.
Mehr als den 3:1 Gegentreffer in der (79.) durch Genz Enrico ließ dann der Gastgeber nicht mehr zu, weil auch Schlussmann Matthias Kreutzer (88.) aus 8 Metern einen Schuss der Wiesenauer reaktionsschnell entschärfen konnte.
In dieser Schlussphase ergaben sich seitens des Gastgebers noch weitere gute Möglichkeiten, die aber zu keinen weiteren Toren geführt haben.
Am Ende geht dieser Sieg in dieser Höhe auch in Ordnung, weil der Gastgeber dafür auch mehr getan hat.
Erich Hamann war am Ende mit der Leistung der Mannschaft zufrieden, weil sie fast alle Vorgaben des Trainers umgesetzt hat.
Auch weil diesmal auf wichtige A-Junioren Spieler verzichtet werden musste, da Trainer Matthias König ein wichtiges Spiel in Blankenfelde absolvierte.

1.FC Frankfurt II: Kreutzer, Henning, Dochow, Reich, Henschel, Merten, Krüger, Dorenburg(69.Guraj), Jönson, Becker(78. Mertin), Berger(69.Neumann).
Trainer: Hamann/Reusch

SG Wiesenau 03: Fricke, Pfeiffer, Fechner, Schulz, Bickenbach (Eschenbach), Schulz, Staroske, Genz.E , Mazur, Birke, Genz.B (Kuß).

Schiedsrichter: Sebastian Siegl (Guben)
Zuschauer: 72
Torfolge: 1:0 Dorenburg (10.) 2:0 Guraj (74.) 3:0 Guraj (75.) 3:1 Genz.E (79.)
(Spielbericht von Heiner Krafzik)


03 Mär 2014

B.W.Markendorf : 1.FC Frankfurt II 2:2 (0:2)

Zum Auftakt der Rückrunde der Landesklasse Ost trennten sich der SV Blau-Weiss Markendorf und der 1. FC Frankfurt II mit einem 2:2-Unentschieden. Wie schon in der Hinrunde gerieten die Markendorfer früh durch einen Doppelschlag von Christopher Krüger mit 0:2 ins Hintertreffen, bevor Maciej Ossowski und Selcuk Gülec in der zweiten Hälfte für den Ausgleich sorgten.
Schon zu Beginn brannte es im Gastgeberstrafraum lichterloh, als Robert Pohlmann einen Kopfball von Nils Dochow von der Linie fischen musste (3.). Wenig später traf Christopher Krüger zum ersten Mal. Nach einem Freistoß kam er an den Ball, setzte sich mit Schwung gegen zwei Gegenspieler durch und vollendete unhaltbar ins Eck (7.).
Auf dem schwer zu bespielenden Rasen kamen die Markendorfer zunächst nicht zu Chancen. FC-Torhüter Steven Giese war gegen Angreifer Michael Lange auf dem Posten (10.). Blau-Weiss hatte sich gerade berappelt, da schlug Krüger erneut zu. Einen Verlegenheitsball vom umsichtig agierenden Sebastian Henning erwischte die FC-Offensive und brachte ihn durch Steven Jönson gefährlich in die Mitte. Wieder bekam der quirlige Stürmer den zweiten Ball und traf per volley wiederum direkt ins untere Eck (12.).
Nach dem Tor lief auf beiden Seiten nicht viel zusammen, doch lieferten sich die Akteure packende Zweikämpfe. In der 13. Minute hatten die Gäste allerdings Glück, dass Christian Becker nach einem Handspiel nicht vom Platz musste, sondern mit der Gelben Karte davonkam. Mit der Aktion vereitelte er eine klare Torchance von Lange, der schon in Richtung Ball und Tor durchgelaufen war. Warum der Unparteiische entgegen der Auffassung seines Assistenten, der sich auf Ballhöhe befand, die Rote Karte stecken ließ, bleibt sein Geheimnis.
Während Markendorf bis zum Pausenpfiff keinen echten Zugang zu dem Spiel fand, konnten sich die Vorderleute beim Schlussmann Piotr Dmuchowski bedanken, als dieser kurz vor der Halbzeit eine gute Kopfballmöglichkeit von Dochow auf der Linie blitzartig parierte. Insgesamt wirkten die Gäste insbesondere durch Krüger, Robin Grothe und Felix Matthäs spritziger und gedankenschneller, so dass die Heimelf mit dem Zwei-Tore-Rückstand noch gut bedient war.
Im Hinspiel konnten die Randfrankfurter das Spiel durch vier Tore von Florian Krause noch in einen schmeichelhaften 4:3-Sieg umdrehen. Mehr als der Ausgleich gelang diesmal nicht. Nach einem Freistoß von Krause und Kopfballverlängerung von Spielführer Christian Gläßer war Piotr Ossowski zur Stelle und markierte mit seinem neunten Saisontor den Anschlusstreffer (66.).
Der Gastgeber schöpfte Mut und machte nun fortwährend Druck auf das Gästetor. Nach einem Eckball von Björn Keller vereitelte Giese den Ausgleich, als er den zentralen Kopfball vom eingewechselten Gülec parierte (70.). Wenig später machte es der Türke besser. Nach einem Einwurf wurde Ossowski im Strafraum von den Beinen geholt. Den vertretbar gegebenen Strafstoß versenkte Gülec in die Mitte gegen den spekulierenden Giese (72.). Nach dem Ausgleich schien die Partie zu kippen und Markendorf noch zulegen zu können. Immer wieder mussten sich die Blau-Weissen allerdings der schnellen Konter der FC-Reserve erwehren, die lediglich einen klaren Abschluss vermissen ließ. Auf der Gegenseite hatte Libero Manuel Trebbin nach einer erneuten Keller-Ecke den Führungstreffer auf dem Kopf, aber sein Abschluss misslang (76.). Wenig später war es Björn Keller selbst, der eine Hereingabe von Krause im Strafraum nicht verwerten konnte (82.).
Dass die Heimelf dennoch nicht als Verlierer den Platz verlassen musste, lag einmal mehr an Torhüter Dmuchowski. In der 90. Minute wehrte er eine Doppelchance von den eingewechselten Tommy Neumann und Miro Dorenburg in bravouröser Manier ab. Danach war Schluss. Trotz der Aufholjagd wollte sich bei den Markendorfern so recht niemand über den gewonnen Punkt freuen. Der FC entführt wie in der Vorsaison einen Punkt vom Apfelweg, dürfte aber über diesen nach dem Spielverlauf ebenso wenig glücklich sein. Da bis auf die spielfreien Müllroser auch die Konkurrenten an der Tabellenspitze nicht gewannen, bleibt Markendorf auf dem dritten Rang. Die Brandenburgliga-Reserve vom 1. FC Frankfurt ist weiterhin 14. mit nun 15 Punkten Rückstand auf den sicher rettenden neunten Tabellenplatz.
(Quelle: www.moz.de)


23 Feb 2014

Es geht langsam wieder los

Unsere zweite Mannschaft (14.) tritt bei einem der Aufstiegsaspiranten, Blau Weiß Markendorf (3.) an. Heist also erst mal das der FCF II gleich einen richtig schweren Brocken zum Rückrundenauftakt hat. Aber eigentlich gibt es für die Jungs in der Rückrunde nur schwere Brocken. Sollte wirklich nur bis Platz 9 der Verbleib in der LK Ost sicher sein, dann erwartet die Truppe wirklich eine „fast“ unmögliche Herausforderung. 13 Punkte Abstand sind es momentan zu Platz 9. Ab und an gibt es ja solche Phänomene, das einzelne Spieler ein Spiel entscheiden können aber für den FCF gilt es eher mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, hohem Einsatzwillen und einem klaren Kopf in die kommenden Wochen zu gehen. Vor allem sollte jederzeit erkennbar sein das man in jedem Spiel alles versucht hat. Wir wünschen den Jungs dafür nur das Beste und maximale Erfolge.
Am Samstag (01.03.) sind dann alle Frankfurter und auch Fans des 1.FCF herzlich eingeladen einen Abstecher zum Sportplatz am Schlachthof in FfO. zu machen und ab 14:00 Uhr sich das Kreisliga-Duell 1.FC Frankfurt : VfB Fünfeichen anzuschauen. Hier trifft der achte auf den neunten der Kreisliga. Beide Teams haben 20 Punkte, jedoch die Fünfeichener absolvierten erst 14 Spiele. Das Hinspiel beim VfB konnte der FCF III nach einem Rückstand noch durch Tore von Flori Dahlmann und Mario Bochow mit 2:1 gewinnen. (Bitte die Tagespresse beachten oder vorher nochmal unsere Internetseite besuchen da es unter Umständen eine Verschiebung auf Kunstrasen geben könnte.)
Auch am Samstag, allerdings auswärts muss der 1.FC Frankfurt um 15:00 Uhr bei der TuS Sachsenhausen Farbe bekennen. Die TuS steht auf Platz 2 der BRB Ligatabelle mit 29 Punkten und nur einen Punkt hinter dem Tabellenführer Falkensee/Finkenkrug. Der FCF ist zehnter mit 18 Punkten. Nach oben hin gesehen könnte ein realistisches Ziel durchaus noch Platz 4 zum Saisonende heißen, aber in erster Linie sollte man sich erst mal ein gutes Polster vor den Abstiegsplätzen erarbeiten. In den letzten beiden Heimspielen des FCF gegen TuS gab es ein 3:3 und ein 1:1. Das letzte Spiel in Sachsenhausen wurde mit 2:0 verloren. Mal schauen was den Jungs um die Trainer F.Andrich und M.Schröder dieses Mal möglich ist. (F.S.)


15 Feb 2014

Drei Fragen an Jens Tischer!

Jens, du spielst in der III. des 1.FC Frankfurt (Oder) E.V..
Was meinst du geht in der Mannschaft in der Rückrunde noch Tabellarisch gesehen?
In der Mannschaft steckt einiges an Potenzial...wir haben eine ganz gute Mischung an Jungen und Alten.
Mit Potte und Vogte zwei Keeper, die uns den nötigen Rückhalt geben... Jetzt müssen wir nur noch Stabilität ins Team bekommen und nen Knipser, um nicht mehr Spiele knapp verlieren zu müssen. Ich denke, wenn der Rückrundenstart gegen Fünfeichen gelingt, dass wir am Ende zumindest einen Platz unter den ersten Sechs belegen können

Du bist ja nun schon einer der älteren Spieler die sich auch nicht zu schade waren schon bei den Ü35 auszuhelfen.
Wird die Luft auch weiterhin reichen um unsere III. zu unterstützen?
Ich werde auch diese Rückrunde noch alles für die 3. Mannschaft geben...aber auch gleichzeitig auf einige Einsätze bei der Ü35 1.Mannschaft hoffen, wo ich seit der Auflösung der Ü35 2.Mannschaft mit trainiere. Was dann nächstes Jahr weiter passiert, wird sich zeigen.

Unserer II. steht ja zur Rückrunde eine riesen-Herausforderung bevor auf den Klassenerhalt bezogen.
Hast du ein paar Worte für die Jungs übrig?
Ich bin überzeugt davon, dass unsere 2. Mannschaft mit diesem Kader auf dem jetzigen Tabellenplatz nichts zu suchen hat. Daher denke ich, dass sie jetzt in der Rückrunde die nötigen Punkte holen werden, um sich aus dem Keller dort unten zu befreien...nur schön spielen allein reicht manchmal nicht...wenn alle auch wollen und um den Sieg kämpfen, dann wird das zu 110% auch was.
Danke Jens
(F.S.)


16 Jan 2014

Mal Wundertüte und mal graue Maus

Im Osten nichts Neues - möchte man mit Blick auf die Halbzeit-Tabelle der Fußball-Brandenburgliga meinen. Der 1. FC Frankfurt bleibt als Zehnter seinem Ruf als graue Maus und Wundertüte treu. Mal bekommt das Andrich-Team Lob, dann wieder Tadel. Eine Zwischenbilanz.
Die beste Platzierung liegt sechs Jahre zurück. In der Serie 2007/08 waren die Frankfurter - da noch als FFC Viktoria - am Ende der Saison guter Dritter. Damit ist mit Blick auf den Rückrunden-Start Ende Februar/Anfang März diesmal wieder nicht zu rechnen, im Gegenteil. Nur vier Zähler vor einem Abstiegsrang dürfen keinen in Sicherheit wiegen.
Dabei waren zu Saisonbeginn ganz andere, optimistische Töne zu hören gewesen. "Das wird die vorbereitende Saison auf den Oberliga-Aufstieg", tönte es aus der Chefetage. Da freilich stand der inzwischen insolvente Hauptsponsor getgoods den Fußballern finanziell und als Arbeitgeber für polnische Neuverpflichtungen kräftig zur Seite. "Dennoch ist die Saison finanziell abgesichert, wir sind auf der Suche nach neuen Unterstützern", so Club-Präsident Markus Derling.
Frieder Andrich sieht drei Gründe für die unbefriedigende Situation des Amateurvereins, der im Konzert der Brandenburgliga-Besten beim besten Willen nicht mithalten kann. Und der mit Blick auf höhere Ziele noch nicht professionell genug aufgestellt ist.
Als erstes Problem nennt der Trainer die stets wechselnde Torwart-Position. Eine Schlüsselrolle, die eigentlich Ruhe und Sicherheit in der Defensive garantieren soll. "Der talentierte Steven Giese ist nicht konstant genug, wird uns wegen Studiums in Berlin nun ganz fehlen. Tony Schnürer konnte lange nicht wegen Krankheit und Job eingesetzt werden. Und Matthias Kreutzer zeigte sich instabil, ist nicht in Topform.
Die Situation hänge auch mit dem speziellen Torwart-Training zusammen. Dafür fehlt aber das Geld. Schlussfolgerung: Man müsse sich nach einer neuen, einer stabilen Nummer 1 umschauen.
Zweite wunde Stelle ist die Integration der insgesamt fünf polnischen Zugänge, vier davon erste Wahl für die Erste. "Sie geben sich zwar große Mühe mit der deutschen Sprache, aber insgesamt ist unsere Unterstützung in diesem Prozess nicht so gelungen wie gewünscht", urteilt der 65-jährige Coach Frieder Andrich.
Drittes Problemfeld: "Die Mannschaft ist im Denken sehr offensiv eingestellt, spielt mutig nach vorn, vernachlässigt aber die Defensivarbeit". Ein Blick auf das Torverhältnis spricht Bände. 33 eigene Treffer sind das Zweitbeste nach TuS Sachsenhausen (34 Tore). 30 Gegentreffer allerdings sind das Zweitschlechteste nach den Babelsbergern (38).
(Quelle: www.moz.de )


14 Jan 2014

1. FC Frankfurt gewinnt local-energy-Cup

Foto: Carola Voigt

Fußball-Brandenburgligist 1. FC Frankfurt gewann nach einem 5:4-Finalsieg gegen Stahl Finow die 14. Auflage des Turniers um den local-energy-Cup in Schwedt.
Die Frankfurter erwiesen sich beim Turnier als die Vertretung mit dem größten Stehvermögen. Sie erreichten aber nur mit Mühe durch einen Treffer in den Schlusssekunden erst das Halbfinale und trafen dann auch im Finale erst kurz vor der Schluss-Sirene.
Nach den ersten beiden Spielrunden in den Vierer-Vorrundengruppen fiel vor 500 Zuschauern dem gastgebenden Landesligisten FC Schwedt noch die Favoritenrolle zu. Die Schwedter standen in der Vorrundengruppe A nach Erfolgen gegen Stal Szczecin (4:1) und über den Angermünder FC (3:1) bereits als Halbfinalist fest. Mit 3:2-Siegen gegen den Prenzlauer SV Rot-Weiß aber hielten sich auch der AFC und Szczecin die Chance auf das Halbfinale offen. Das magere 1:1-Remis des FC Schwedt gegen die bis dahin punktlosen Prenzlauer sicherte den Gruppensieg, stand aber schon für einen Leistungsabfall. Insbesondere die schwache Chancenverwertung deutete auf Konzentrationsmängel hin.
Größer war die Spannung bis in die Schlusssekunden der letzten Vorrundenpartie in der Vorrundengruppe B. Der 1. FC Frankfurt verlor nach einer 1:0-Führung und später zweimaligem Ausgleich gegen Odra Chojna mit 3:5. Die Frankfurter wollten sich dann mit einem Erfolg über Finow die Tür zum Halbfinale öffnen, konnten jedoch eine 3:0-Führung nicht behaupten und mussten nun durch das schließliche 3:3-Remis um ein Weiterkommen zittern, denn Finow machte seinen Gruppensieg in der torreichsten Partie des Turniers gegen Chojna klar (6:4) und Friedland hätte nach einem vorangegangenen 3:1-Sieg gegen Chojna beim Aufeinandertreffen mit Frankfurt bereits ein Remis für das Halbfinale gereicht. Doch die Frankfurter steigerten sich, glichen gegen Friedland zweimal einen Rückstand aus und erzielten in den Schlusssekunden noch das erlösende 4:3.
Die Frankfurter nahmen den gewonnenen Schwung mit in das Halbfinale gegen den FC Schwedt. Der ging in dieser Begegnung zwar in Führung, wurde dann jedoch durch eine Zeitstrafe und zahlreiche Fehlpässe noch mit 1:3 abgefangen.
Den klarsten Turniersieg landete im zweiten Halbfinale Stahl Finow gegen den Angermünder FC. Starke Kombinationen und eine entschlossene Zweikampfführung ebneten den Weg zum 6:0-Erfolg.
Die Partie zwischen dem AFC und Szczecin (1:1) war das hitzigste Gefecht des Tages. Hier mussten fünf Zwei-Minuten-Strafen verhängt werden und es gab eine rote Karte (Szczecin).
Hochstimmung auf den Rängen heizte das Finale an. Landesklassen-Vertreter Finow führte schon mit 3:0, doch dann machten sich die Frankfurter erfolgreich an die Verfolgung und gewannen durch einen Kopfballtreffer von Huwe in den Schlusssekunden noch mit 5:4.


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